Aprilia: Keine neuen Teile beim Test, aber Maverick Vinales fährt in die Top 5

Maverick Vinales zieht nach dem finalen Test in diesem Jahr ein positives Fazit - Teamkollege Aleix Espargaro wundert sich, warum Aprilia keine Teile liefert

Aprilia: Keine neuen Teile beim Test, aber Maverick Vinales fährt in die Top 5

Aprilia-Pilot Maverick Vinales überraschte am zweiten Testtag in Jerez mit der fünftschnellsten Zeit (zum Testbericht). Der Spanier verpasste die souveräne Bestzeit von Ducati-Pilot Francesco Bagnaia um 0,750 Sekunden und war mit 82 Runden sehr fleißig. Teamkollege Aleix Espargaro kam nur auf 55 Umläufe und hatte als 16. eine halbe Sekunde Rückstand auf Vinales.

Für Vinales ging es in Jerez hauptsächlich darum, die Aprilia RS-GP noch besser kennenzulernen und die bekannten Probleme durch Änderungen der Abstimmung zu lösen. "Wir haben nichts Besonderes probiert. Stattdessen ging es darum, das Gefühl zu verbessern, vor allem beim Bremsen", berichtet der ehemalige Yamaha-Pilot.

In den Bremszonen hatte Vinales bisher nicht das Gefühl, das er von der Yamaha M1 gewöhnt war. "Das ist ein Bereich, der mir besonders in den Rennen Probleme bereitete. Uns gelang eine große Verbesserung bei der Elektronik und dem Motorrad allgemein", stellt er fest.

"Wir sind ziemlich zufrieden, wie sich das Motorrad verhält", bilanziert Vinales, sieht aber noch Raum für Verbesserungen: "Wir müssen Kurvenverhalten verbessern. Wir verstehen das Problem und warten auf Sepang, um einige Dinge zu probieren. Es ist gut, dass wir eine klare Richtung erarbeiten konnten. Das ist fantastisch. Ich bin mit dem Test sehr zufrieden."

Aleix Espargaro kritisiert Aprilias Vorgehensweise

Teamkollege Aleix Espargaro war nach dem Jerez-Test weniger erfreut. "Ich hatte hier keine neuen Teile", bemerkt der Spanier mürrisch. Seine Laune wurde nicht besser, als er auf den 2022er-Motor seiner Aprilia angesprochen wurde. "Ich testete keinen neuen Motor", so Espargaro.

War gar nichts anders? "Der Auspuff ist anders, auch beim Motor wurde ein bisschen was geändert", lässt Espargaro durchblicken und fügt hinzu: "Es soll die Zuverlässigkeit verbessern, ändert aber nicht die Performance."

Aleix Espargaro

Aleix Espargaro hätte gern neue Teile an seiner Aprilia getestet

Foto: Motorsport Images

Laut Espargaro war es zu "99 Prozent" das Motorrad vom MotoGP-Saisonfinale in Valencia. "Ich erwartete hier neue Teile, doch es kam nichts. Unsere Gegner hingegen konnten viele neue Teile testen. Ich weiß, dass wir für Sepang viele neue Teile bekommen und hoffe, dass sie funktionieren."

"Es ist aber deutlich besser, die Teile eher zu testen, weil die Ingenieure dann im Winter mehr Zeit haben, um sich damit zu beschäftigen", wundert sich Espargaro über die Strategie seines Arbeitgebers. Das Ziel für 2022 ist klar. "Wir brauchen pro Runde drei Zehntelsekunden, wenn wir im kommenden Jahr um das Podium kämpfen möchten", ist der langjährige Aprilia-Pilot überzeugt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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