Miguel Oliveira: Warum der Sturz beim Steiermark-GP seine Saison ruinierte

Der durch eine Fehlfunktion der Traktionskontrolle verursachte Trainingssturz in Spielberg und dessen Folgen haben KTM-Pilot Miguel Oliveira vom Kurs abgebracht

Miguel Oliveira: Warum der Sturz beim Steiermark-GP seine Saison ruinierte

An den 6. August 2021 wird sich Miguel Oliveira nur ungern erinnern. Es war der erste Trainingstag nach dem Ende der Sommerpause. Mit seinen starken Leistungen bei den finalen Rennen vor der Pause hatte sich Oliveira in Stellung gebracht, beim Kampf um den Titel noch mitzumischen. Doch ein Sturz an besagtem Freitag brachte den Portugiesen vom Kurs ab.

Was war passiert? Im ersten Freien Training zum Grand Prix der Steiermark in Spielberg funktionierte die Traktionskontrolle von Oliveiras Werks-KTM ausgangs von Kurve 3 nicht wie gewohnt. Oliveira flog ab und verletzte sich dabei die Hand. Trotz der Verletzung musste der KTM-Pilot nicht lange pausieren. Doch die Beschwerden warfen Oliveira immer wieder zurück. In der zweiten Saisonhälfte konnte er nur neun WM-Punkte sammeln.

Beim Saisonfinale in Valencia betonte Oliveira, dass die schlussendliche Platzierung in der Meisterschaft "nicht relevant" für ihn ist. Als WM-14. blieb er deutlich hinter den Erwartungen zurück. "Die Platzierung in der Meisterschaft spiegelt eine wirklich schwache zweite Saisonhälfte wider", bemerkt er.

Schwierige Wochen und Monate nach dem Sturz

"Der Sturz war entscheidend", erkennt Oliveira. "Es war keine Verletzung, die mich vom Fahren abhielt. Doch die Verletzung sorgte dafür, dass ich beim Fahren mit Einschränkungen zu kämpfen hatte. Es war definitiv heikel, weil das rechte Handgelenk betroffen war."

Miguel Oliveira

Miguel Oliveira schaffte es nach dem Sturz bei keinem Rennen in die Top 10

Foto: Motorsport Images

"Der Heilungsverlauf konnte nicht beschleunigt werden. Durch die Einsätze haben wir die natürliche Heilung verlangsamt", erklärt der KTM-Werkspilot. "Es limitierte mich stärker, als ich und das Team erwartet hatten. Ich konnte nicht meine bestmöglichen Leistungen abrufen."

"Mit meinem Fahrstil konnte ich oft einige Defizite der Maschine umfahren, doch mit der Verletzung kämpfte ich in dieser Hinsicht mit einer Blockade. Es ist wirklich schade", blickt er auf die schwierige zweite Saisonhälfte zurück.

Keine gute erste Saison im KTM-MotoGP-Werksteam

Doch auch in der ersten Saisonhälfte lief es für Oliveira und KTM nicht nach Plan. Erst ab dem Grand Prix von Italien in Mugello sah man einen deutlichen Aufwärtstrend. "Mein Saisonstart war schlecht. Ich ging in vielen Rennen leer aus", bemerkt er.

"Als ich dann plötzlich punktete, wurde ich immer wieder auf die Meisterschaft angesprochen. Das hatte ich aber nicht im Blick. Nach dem Beginn der zweiten Saisonhälfte schaute ich erst recht nicht mehr auf den Stand in der Meisterschaft", schildert der Sieger des Rennens in Barcelona.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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