"Plan abgearbeitet": Angeschlagener Marquez mit Sepang-Test happy

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Co-Autor: Oriol Puigdemont
08.02.2019, 11:00

Marc Marquez arbeitet in Malaysia an vielen technischen Details und zieht ein positives Fazit - Nun muss der Honda-Star seine Schulter einige Tage lang schonen

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez beendete auch den letzten Testtag in Malaysia nach 39 Runden vorzeitig. Trotzdem zieht der Spanier ein positives Fazit: "Der dritte Tag war sehr positiv, weil ich mich körperlich viel besser fühlte. Mein Rhythmus fühlte sich sehr gut an und das Gefühl für das Bike war auch sehr gut. Wir haben unseren Plan an diesen drei Tagen abgearbeitet. Natürlich wären wir gerne mehr Runden gefahren." In seiner operierten Schulter fehlte immer noch die Kraft. Marquez musste es ruhig angehen.

Fotos: Marc Marquez beim Sepang-Test

Beinahe hätte der Spanier den letzten Tag sogar auslassen müssen: "Gestern habe ich einen großen Fehler gemacht und bin am Morgen beim ersten Versuch zu aggressiv gefahren. Dadurch habe ich die Schulter zu stark belastet. Das Resultat war eine Entzündung am Nachmittag. Ich war mir nicht sicher, ob ich heute überhaupt fahren kann. Heute Morgen bin ich aber gut aufgewacht und habe versucht, etwas anders zu fahren. Ich habe die Rundenzeit ausgeblendet und bin das Motorrad nur gefahren. Ich bin zufrieden. Jetzt werde ich mich ein paar Tage ausruhen."

Honda probierte in Malaysia viele technische Details aus. Im Vordergrund stand der neue Motor, denn spätestens nach dem Katar-Test muss man sich für die gesamte Saison auf eine Spezifikation festlegen. Weiß Marquez schon, in welche Richtung es geht? "Mehr oder weniger, sie müssen sich auch die Kommentare der anderen Fahrer anhören. Dann wird entschieden." Auch Stefan Bradl und Cal Crutchlow fuhren den neuesten Motor aus dem Hause Honda.

Motor, Elektronik, Verkleidung, Set-ups im Fokus

"Für mich ist die Situation mehr oder weniger klar, aber es ist besser, wenn wir den Motor noch in Katar testen", hält Marquez fest. Denn der Motor muss sich auch auf einer anderen Strecke bei anderen Temperaturen bewähren: "Die Bedingungen an diesen drei Tagen werden wir die gesamte Saison nicht haben. Alles funktionierte hier gut, weil die Sepang-Strecke viel Grip hat. Das Motorrad ist einfach zu fahren. Diese Situation haben wir sonst im Jahr nicht, deshalb müssen wir jetzt alles in Ruhe analysieren."

Marc Marquez

Die Honda-Ingenieure arbeiteten an vielen Details der RC213V

Am Freitag probierte Marquez eine neue Verkleidung aus. Außerdem war hinter dem Sitz eine Box zu sehen, wie sie Ducati eingeführt hat. "Wir haben auch an der Elektronik gearbeitet, denn mit einem neuen Motor muss man auch mit der Elektronik spielen", so Marquez. "An diesen drei Tagen haben wir an vielen Dingen gearbeitet. Für einen Fahrer ist das nicht einfach, denn jedes Mal wenn man auf die Strecke fährt, ist das Motorrad anders. Ich war aber schnell und konkurrenzfähig." Außerdem stürzte der fünfmalige MotoGP-Champion an keinem Tag.

Honda brachte zwar viele Entwicklungen nach Sepang, im Vordergrund steht aber eine schrittweise Verbesserung: "Schon in den vergangenen beiden Jahren haben wir versucht, eine Basis zu finden und dann auf dieser Basis aufzubauen. Im Vorjahr haben wir mit einem Motorrad begonnen, das ich und das Team gut kannten. Jetzt versuchen wir die gleiche Strategie zu verfolgen. Es ist das gleiche Motorrad, das wir verbessern wollen. In Katar sehen wir weiter."

Ein entscheidender Aspekt ist das Gefühl für den Vorderreifen am Kurveneingang. Zu oft stürzten im Vorjahr die Honda-Fahrer. Ob diese Situation nun besser ist, kann Marquez aufgrund seiner Schulterprobleme noch nicht beurteilen: "Wir arbeiten auch an diesem Bereich, aber momentan fehlt mir noch die Kraft in der Schulter, um zu pushen. Es scheint immer noch ein kritischer Punkt zu sein." Longruns fuhr Marquez in Malaysia nicht. Am Freitag drehte er zu Mittag sechs Runden am Stück und zeigte sich zufrieden.

Mit Bildmaterial von Repsol.

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