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Valentino Rossi nach P20 beim Katar-Test: "Müssen anderen Weg einschlagen"

Das neue Chassis überzeugt Valentino Rossi nicht, zudem findet er kein gutes Gefühl für seine Yamaha - Ernüchterndes Fazit nach zwei Testtagen in Katar

Valentino Rossi nach P20 beim Katar-Test: "Müssen anderen Weg einschlagen"

"Wir haben verschiedene Dinge probiert, aber keine guten Lösungen gefunden", seufzt Valentino Rossi nach den ersten beiden MotoGP-Testtagen 2021 auf dem Losail-Circuit in Katar. "Deshalb war es schwierig." Am Samstag belegte der Yamaha-Fahrer mit 0,9 Sekunden Rückstand Platz 14. Am Sonntag fehlten 1,8 Sekunden auf die Spitze. Es wurde Rang 20.

Gleichzeitig fuhr sein Nachfolger im Yamaha-Werksteam, Fabio Quartararo, die Tagesbestzeit. Was beunruhigt Rossi mehr? Der Rückstand oder die Platzierung? "Beides", antwortet er auf diese Frage. "Meine Platzierung und meine Rundenzeit sind nicht fantastisch."

"Ich habe mich auf dem Motorrad nicht wohlgefühlt. Wir haben aber auch nicht mit dem weichen Reifen attackiert. Das ist aber nicht das Problem. Wir haben speziell bei der Beschleunigung Probleme, weil ich am Hinterrad zu wenig Grip habe."

Neues Chassis überzeugt Rossi nicht

Yamaha hat bei diesem Test ein neues Chassis und eine neue Hinterradschwinge im Gepäck. Man will versuchen, mehr Grip zu finden und sich bei der generellen Charakteristik dem 2019er-Motorrad anzunähern.

Das 2019er-Chassis kann nicht mit dem 2020er-Motor verwendet werden, weil die Anlenkpunkte ganz anders sind. Deshalb musste Yamaha ein neues Chassis entwickeln, das nun von den drei Werksfahrern getestet wird.

Valentino Rossi

Am Sonntag fuhr Valentino Rossi keine Zeitattacke mit einem frischen Reifen

Foto: Motorsport Images

Nach zwei Testtagen ist Rossi vom neuen Chassis allerdings nicht überzeugt: "Mein Eindruck ist, dass das neue Chassis sehr ähnlich wie im Vorjahr ist, aber nicht sehr ähnlich zu 2019. Es ist irgendwo dazwischen, aber es fühlt sich sehr, sehr ähnlich wie 2020 an."

Die Flinte will der 42-Jährige aber nicht ins Korn werfen, denn es war erst der Testauftakt: "An den beiden freien Tagen müssen wir die Daten checken, damit wir beim nächsten Test konkurrenzfähiger sind. Wir müssen beim nächsten Test einen anderen Weg verfolgen."

Rossi fuhr auch einmal einige Runden mit Testfahrer Cal Crutchlow auf der Strecke. Das war aber Zufall und nicht abgesprochen. Die beiden unterhielten sich später über die M1. Rossi erkundigte sich auch bei seinem ehemaligen Crew-Chief Silvano Galbusera, der künftig das Testteam betreuen wird.

Dass Rossi schon am zweiten Tag im Klassement hinter seinem Halbbruder Luca Marini zu finden war, führt er auf folgenden Umstand zurück: "Ich hatte Probleme mit dem Motorrad und konnte zum Schluss keine Zeitattacke fahren. Für Luca freue ich mich. Wir haben gesprochen und er ist glücklich. Er fährt schon gut und hat positive Fortschritte gemacht."

Von Mittwoch bis Freitag stehen drei weitere Testtage auf dem Losail-Circuit auf dem Programm.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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