NASCAR: Bahnt sich eine neue Rivalität an?

Kyle Busch führte beim NASCAR-Rennen in Martinsville nicht nur die meisten Runden an, seine Mannschaft führte auch die schnellsten Boxenstopps durch. Trotzdem musste sich der Gibbs-Pilot letztendlich gegen Brad Keselowski geschlagen geben.

NASCAR: Bahnt sich eine neue Rivalität an?
Brad Keselowski, Team Penske, Ford
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford
Brad Keselowski, Team Penske, Ford; Chase Elliott, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Brad Keselowski, Team Penske, Ford
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford
Sieg für Brad Keselowski, Team Penske, Ford
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford
1. Brad Keselowski, Team Penske, Ford
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Daniel Suarez, Joe Gibbs Racing, Toyota; Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota; Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota; Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota; Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota; Chase Elliott, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota; Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota

Die beiden ehemaligen NASCAR-Champions lieferten sich über die gesamte Renndistanz einen intensiven Kampf. Bahnt sich zwischen den beiden Toppiloten eine neue Rivalität an?

"Kyle gehört zu den besten Rennfahrern", sagte Keselowski. "Er fährt für eines der besten Teams und er wird in meiner ganzen Karriere sicher zu den Piloten gehören, die es zu schlagen gilt, wenn wir Rennen und Meisterschaften gewinnen wollen."

"Das weiß ich und das ist auch nichts Schlimmes. Ich finde es sogar toll. Ich möchte gegen Piloten antreten, die gut sind. Auch die Teams wollen gegen andere starke Mannschaften fahren. Das macht diese Rennserie so besonders. Das macht NASCAR aus."

Eine hohe Wettbewerbsdichte

In den letzten 100 Runden des Rennens wechselte die Führung zwischen Keselowski und Busch insgesamt 5 Mal. Der Penkse-Pilot überholte Busch in Runde 457 und sicherte sich damit den Sieg. Busch kam im Toyota rund 1,8 Sekunden hinter Keselowski ins Ziel.

"Ich hätte mir um ihn [Keselowski] keine Sorgen machen müssen, hätte ich gute Reifen gehabt", erklärte der Gibbs-Pilot. "Wenn die anderen Fahrer schnell sind und schnelle Autos haben, ist es klar, dass wir nah beieinander fahren. Chase Elliott, Kyle Larson, Brad, ich und auch andere Piloten waren dieses Jahr oft an der Spitze. Wenn so viele Fahrer vorne mithalten können, wird es vorne natürlich irgendwann sehr eng. Heute hat Brad ein tolles Rennen abgeliefert."

"Ich weiß nicht, ob ihm klar war, dass er besser als ich war. Er wusste es sicher, als ich in der Mitte der Kurven zu straucheln begann. Er hat dann abgewartet, bis meine Reifen völlig überhitzten und dann seine Chance genutzt. Ich habe alles gegeben, doch trotzdem konnte ich ihn nicht hinter mich halten. Es war nur eine Frage der Zeit."

Kein Stage-Sieg für Busch

Kurz vor Ende von Stage 2 war Busch in Führung. Es sah danach aus, als würde der Toyota-Pilot die Bonuspunkte sicher mit nach Hause nehmen. Er bekam jedoch einen Stoß von Ricky Stenhouse Jr., weshalb Busch von Elliott überholt wurde, der anschließend das 2. Segment gewann.

Busch, der in seiner Karriere in den letzten 10 Saisonrennen erst 2. Läufe gewonnen hat, ist bewusst, dass die Bonuspunkte für den Ausgang im Chase sehr wichtig werden können: "Sie haben für uns einen hohen Stellenwert, weil wir im Chase in der Regel nicht viele Rennen gewinnen. Deshalb wollten wir die Bonuspunkte unbedingt mitnehmen. Leider hat es nicht geklappt."

"Das zieht sich aber bereits durchs ganze Jahr, denn wir lassen einfach zu viele Punkte liegen und das Woche für Woche. Wir müssen einfach mehr Glück haben. Ich weiß nicht warum wir immer wieder zurückfallen und es nicht klappt, wie wir uns es vorstellen. Wir arbeiten aber daran, dass es für uns endlich besser läuft."

Im Rennen am Martinsville Speedway waren auch die Boxenstopps enorm wichtig, weil ein guter Stopp eine gute Trackposition bedeutete. Gerade Buschs Mannschaft lieferte auf dem Short-Track eine hervorragende Leistung ab und führte die schnellsten Stopps durch.

"Meine Crew war wirklich gut", sagte der Toyota-Pilot. "[Crewchief] Adam [Stevens] und meine Mannschaft haben einen tollen Job gemacht und dazu beigetragen, dass das Auto so gut lief."

Der Kampf um den Sieg

Als noch 100 Runden zu fahren waren, führte Busch das Feld an. Nur 6 Runden später übernahm jedoch Keselowski die Spitze. In Runde 415 konterte Busch und fuhr auf Platz 1. In Runde 428 war es wieder Busch, der sich die Führung zurückholte. 14 Runden später griff Keselowski erneut nach Busch, überholte ihn und fuhr zum Sieg.

"Wir haben uns einen tollen Zweikampf geliefert", sagte der Penkse-Pilot. "Es gab einige leichte Berührungen, aber so wird nun einmal auf einem Short-Track gefahren. So muss es aber auch sein. Wir haben es geschafft, zusammen fair und ordentlich zu fahren."

Busch verschenkt den Sieg

Busch machte einen schlechten Satz Reifen für den verlorenen Kampf gegen Keselowski verantwortlich.

"In diesem Stint war ich die ganze Zeit mindestens 3 Zehntel langsamer", sagte Busch. "Deshalb war es Brad möglich, mich am Ende zu überholen. Wir hatten wirklich große Schwierigkeiten. Ich war überrascht, dass ich die 24 [Chase Elliott] hinter mich halten konnte."

Bildergalerie: Kyle Busch in Martinsville

"Wir haben die Rennen in diesem Jahr nicht dort beendet, wo wir es eigentlich hätten tun sollen. Kein einziges Resultat spiegelt wieder, wo das Team hätte landen können. Das ist sehr frustrierend. Natürlich werden wir weiter alles geben."

Keselowski sicherte sich in Martinsville seinen bereits 2. Saisonsieg in diesem Jahr. Busch wartet hingegen noch auf seinen 1. Triumph. In den vergangenen 3 Rennen drehte der aber Gibbs-Pilot richtig auf und beendete die Rennen in Phoenix und Martinsville in den Top 5. Daher steht Busch zurzeit auf Rang 6 in der Gesamtwertung.

Bildergalerie: Brad Keselowski siegt am Martinsville Speedway

"So frustrierend die Saison bisher verlief, wir geben immer unser Bestes", fügte er hinzu. "Wir holen alles aus dem vorhandenen Material heraus und versuchen immer, die bestmögliche Leistung abzuliefern."

 

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