Neil Hodgson kritisiert WSBK-Zeitplan: "Ziemlich langweilig"

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Neil Hodgson kritisiert WSBK-Zeitplan:
Autor: Sebastian Fränzschky
Co-Autor: Jamie Klein
03.09.2018, 07:01

Kritik vom Ex-Champion: Den Zuschauern wird zu wenig geboten und die Zugeständnisse für die weniger erfolgreichen Hersteller funktionieren nicht gut genug

Nach einigen durchwachsenen Jahren nahm in diesem Jahr das Interesse an der Superbike-WM wieder zu. Die kontroversen Regeländerungen des vergangenen Winters zeigten Wirkung. Auch wenn Titelverteidiger Jonathan Rea erneut auf WM-Kurs ist, sahen die Zuschauer meist spannende Rennen. Zudem konnte in diesem Jahr mit Yamaha ein dritter Hersteller Rennen gewinnen. Doch perfekt ist die Situation noch lange nicht. Ex-Weltmeister Neil Hodgson stört sich vor allem an zwei Dingen.

Der Brite kritisiert die Kräfteverhältnisse und den Zeitplan. Hodgson moniert, dass die Hinterbänkler zu wenig Zugeständnisse erhalten. In der MotoGP funktioniert das System deutlich besser, meint der Weltmeister von 2003. Zudem wünscht sich Hodgson mehr Fahrbetrieb.

"Meiner Meinung nach sollten sie die Regeln noch weiter anpassen. Es gibt keine richtigen Zugeständnisse oder das System arbeitet einfach nicht so gut wie in der MotoGP", erklärt Hodgson im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

"Die ganze Sache mit dem Rennen am Samstag ist beschämend für diejenigen, die vor Ort sind. Am Samstag ist 15:30 Uhr alles gelaufen. Danach fährt niemand mehr. Klar, es gibt die Paddock-Show, doch die Leute möchten Motorradrennen sehen", betont der Brite und stellt fest: "Es ist ziemlich langweilig."

"Sie sollten sich am System der BSB orientieren und über das Wochenende verteilt mehrere Rennen veranstalten. Das wäre richtig unterhaltsam, weil das momentan nicht der Fall ist, wenn man ein WSBK-Rennwochenende besucht", kritisiert Hodgson. "Das sind die beiden Sachen, die sie ändern sollten. Doch sie beschäftigen sich bereits damit."

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Fahrer Neil Hodgson
Urheber Sebastian Fränzschky
Artikelsorte News