WSBK 2022: Yamaha rechnet mit Bautista auf Ducati und Redding auf BMW

Das Weltmeister-Team bezeichnet die Saison 2021 als beste der WSBK-Geschichte: An der Yamaha R1 von Toprak Razgatlioglu gibt es 2022 keine Updates

WSBK 2022: Yamaha rechnet mit Bautista auf Ducati und Redding auf BMW

Yamaha hat in der abgelaufenen WSBK-Saison Geschichte geschrieben. Toprak Razgatlioglu bescherte Yamaha den zweiten Titel in der Superbike-WM. Zum zweiten Mal überhaupt holte Yamaha den Titel bei den Herstellern. Und auch die Teamwertung ging an das Yamaha-Werksteam. Doch während die Konkurrenz aufrüstet, gibt es bei Yamaha für 2022 keine neuen Entwicklungen. Kann Razgatlioglu dennoch die WSBK-Krone verteidigen?

"Es war eine tolle Saison für unser Team", freut sich Teammanager Paul Denning. "Wir holten uns dank Topraks unglaublichem Talent den Titel bei den Fahrern. Zudem stellten wir für Yamaha zum ersten Mal seit 2007 den Titel bei den Herstellern sicher. Wir gewannen die Teamwertung und Andrea (Locatelli) wurde Rookie des Jahres."

"Es war ein tolles Jahr für uns, doch meiner Meinung nach war es vor allem für die Superbike-WM ein unglaublich gutes Jahr. Es war vermutlich die beste WSBK-Saison, was die Kämpfe auf der Strecke und die Spannung angeht", bemerkt Paul Denning im Gespräch mit 'WorldSBK.com'.

Razgatlioglu vs. Rea erinnert an Bayliss vs. Edwards

Erst beim WM-Finale in Indonesien stellte Razgatlioglu den WM-Titel sicher. "Es erinnerte mich an das tolle Duell von Troy (Bayliss) und Colin (Edwards) in Imola, als alles in den finalen Runden entschieden wurde", vergleicht Paul Denning "Das war in Indonesien genau so, als sich Toprak nach einem großen Fehler, der beinahe zum Sturz führte, zurückkämpfen musste."

Jonathan Rea, Toprak Razgatlioglu, Andrea Locatelli

Jonathan Rea und Toprak Razgatlioglu lieferten sich ein hartes Duell

Foto: Motorsport Images

Die Konkurrenz von Ducati, Kawasaki, BMW und Honda testete bereits in Spanien, um sich für die Saison 2022 vorzubereiten. Weltmeister Razgatlioglu hingegen absolvierte einen PR-Marathon und reiste von Feierlichkeit zu Feierlichkeit. Neue Teile für die R1 gibt es ohnehin nicht.

Titelverteidigung ohne neue Entwicklungen von Yamaha

"Wir haben das gleiche Motorrad wie in diesem Jahr", erklärt Paul Denning. "Das ist gleichzeitig eine gute und eine schlechte Nachricht. Mit dem gleichen Motorrad und den gleichen Fahrern können wir an den feinen Details arbeiten und unser Paket verbessern. Wir können so an unserer Zuverlässigkeit arbeiten."

Toprak Razgatlioglu

An der Yamaha R1 von Toprak Razgatlioglu gibt es für 2022 keine Änderungen

Foto: Yamaha

"Bei zwei Rennen ließen wir Toprak in diesem Jahr im Stich", spielt er die Ausfälle durch Defekte in Barcelona (Elektronikdefekt) und Portimao (gebrochener Kotflügel) an. "Wenn uns das alles gelingt, dann können wir sicher wieder um den Titel kämpfen", ist Paul Denning überzeugt.

Ex-Champion Jonathan Rea möchte sich den Titel zurückholen. Yamaha-Teammanager Paul Denning rechnet aber auch mit Alex Lowes, der 2021 keine gute Saison erlebte und auf Grund einiger Verletzungen viele Rennen verpasste.

Aber auch BMW und Ducati werden laut Paul Denning stark sein. "Ich rechne damit, dass sich Scott (Redding) gut an die BMW gewöhnen wird. Auch Alvaro (Bautista) habe ich auf der Rechnung. Er ist ein hochqualifizierter Fahrer, der mit der Ducati wieder extrem konkurrenzfähig sein wird. Das Motorrad wird mit einem Fahrer wie Alvaro wieder ein Geschoss sein", prophezeit der Yamaha-Teammanager.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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