Aus Sicherheitsgründen: Supersport-Rennen in Phillip Island mit Boxenstopp

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Aus Sicherheitsgründen: Supersport-Rennen in Phillip Island mit Boxenstopp
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21.02.2019, 14:03

Aus Sicherheitsgründen wird das Supersport-Rennen auf Phillip Island mit Flag-to-Flag-Boxenstopp durchgeführt - Die Superbike-WM wird über die volle Distanz fahren

Die Reifen stehen bei der schnellen Rennstrecke auf Phillip Island seit Jahren im besonderen Fokus. Da die Motorradfahrer im Laufe einer Runde sehr oft in Schräglage fahren und die Hinterreifen durchdrehen lassen, werden die Pneus sehr heiß. Verschärft hat sich die Situation seit die Strecke 2013 einen neuen, aggressiveren Asphalt bekommen hat.

2013 musste das MotoGP-Rennen im Trockenen mit der Flag-to-Flag-Regel ausgetragen werden, denn Bridgestone konnte die Sicherheit nicht für die gesamte Renndistanz garantieren. Die Fahrer mussten bei Halbzeit auf das zweite Motorrad wechseln. Aus diesem Grund hielt Michelin beim Comeback einen Vorbereitungstest in Australien ab, um dann beim Rennen keine Probleme zu haben.

Phillip Island ist für alle Reifenhersteller eine große Herausforderung. Das betrifft auch Pirelli. 2018 kam es im ersten Rennen der Superbike-WM bei einigen Fahrern in der Schlussphase zu einem dramatischen Performance-Verlust des Hinterreifens. Deshalb wurde Lauf 2 nach der Flag-to-Flag-Regel ausgetragen. Die Fahrer mussten bei Halbzeit an die Box kommen und den Hinterreifen wechseln lassen.

Kein Flag-to-Flag für Superbike-WM geplant

Im Vorjahr wollte man zunächst auch die Supersport-Klasse als Flag-to-Flag-Rennen austragen. Dazu kam es aber wegen einer Roten Flagge und eines anschließenden Neustarts nicht. Nun hat sich die Rennleitung schon im Vorfeld des Wochenendes festgelegt. Der Saisonauftakt der Supersport-WM (Start am Sonntag um 03:15 Uhr MEZ) wird wieder als Flag-to-Flag-Rennen angesetzt. Die Fahrer dürfen mit einem Reifen nicht mehr als zehn Runden fahren. Außerdem wurde die Distanz auf 16 Runden verkürzt.

Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem sich die Offiziellen mit den Teams und Fahrern unterhalten haben, die bereits einen zweitägigen Test auf Phillip Island gefahren sind. Derzeit ist es im Sommer Australiens relativ warm. Für den Renntag am Sonntag werden Höchsttemperaturen von 26 Grad Celsius erwartet. Aus Sicherheitsgründen wollen die Offiziellen deshalb kein Risiko eingehen.

Für die drei Rennen der Superbike-WM hat diese Entscheidung keinen Einfluss. Sie werden regulär ohne Flag-to-Flag-Boxenstopp über die Bühne gehen - außer es beginnt zu regnen und die Fahrer müssen auf Regenreifen umstecken. Die beiden Hauptrennen der Topklasse sind jeweils für 22 Runden angesetzt. Der Start ist am Samstag und Sonntag um 05:00 Uhr MEZ. Das kurze Superpole-Rennen über zehn Runden findet am Sonntag um 02:00 Uhr MEZ statt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Supersport-WM
Urheber Gerald Dirnbeck
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