"Wäre gerne dort": Wechselt Porsche-Pilot Hartley in die IndyCar-Serie?

Brendon Hartley wird mit einem IndyCar-Engagement bei Chip Ganassi Racing in Verbindung gebracht. Der Porsche-Werksfahrer aus der WEC lässt durchblicken, dass es ihn reizen würde.

Das Fahrerkarussell in der IndyCar-Serie dreht sich mit einer Geschwindigkeit wie lange nicht mehr. Nachdem im vergangenen Jahr Josef Newgarden die einzige wirklich spektakuläre Schlagzeile auf dem Fahrermarkt war, ist die Silly-Season diesmal "sillier" als je zuvor.

Fahrer in Dutzendware stehen auf dem Markt. Durch die Ausstiege von Audi und Porsche in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) binnen eines Jahres wird die Situation auch noch von außen angeheizt.

Einer der heißesten Kandidaten für einen möglichen Wechsel in die IndyCar-Szene ist Brendon Hartley. Der Neuseeländer bringt viel Erfahrung im Formelsport mit. Gleichzeitig sucht Chip Ganassi Racing nach einem Fahrer, der Scott Dixon ähnlich fordern kann wie einst Dario Franchitti.

Von diesem einstigen Dreamteam ist nur noch der 37-jährige Dixon übrig. Der 2014 geholte Tony Kanaan konnte nie wirklich mit ihm mithalten und ist nun auf dem Absprung ins Team von A.J. Foyt. Auch Charlie Kimball und Max Chilton sind bei Ganassi für die IndyCar-Saison 2018 alles andere als sicher.

Die IndyCar-Saison 2017 in Bildern

Im Gespräch mit Motorsport.com gibt Hartley zu, dass er Interesse an einem IndyCar-Engagement hätte: "Es könnte eine Option sein, aber noch gibt es nichts, worüber ich sprechen könnte. Ich wäre schon gerne dort. Es wäre schön, aber noch ist nichts entschieden. Derzeit schaue ich mir alles Mögliche an: IndyCar, IMSA und dann ist da noch die Verbindung zu Porsche."

Fotos: Brendon Hartley in der WEC-Saison 2017

Und diese möchte Hartley gerne halten. Damit rückt die Formel E für 2018 für ihn in weite Ferne. "Viele Teams in der Formel E dürfte das stören, denn wir alle wissen, dass Porsche Ende 2019 kommt. Das verschließt ein paar Türen dort." Der 27-Jährige wäre für das Formel-E-Projekt von Porsche mit seiner Formelsporterfahrung eine logische Wahl. Eine Saison IndyCar würde dort als Vorbereitung ins Bild passen.

Das jedoch würde im Widerspruch zu den Ganassi-Interessen stehen, wo man einen Superstar für die Post-Dixon-Ära langfristig binden muss. Das Bieterrennen um Josef Newgarden hat Chip Ganassi 2016 gegen Penske verloren.

Und mit jeder Saison wird die Zeit knapper, selbst wenn IndyCar-Piloten häufig noch mit 40 Jahren im Cockpit sitzen. Hartley jedenfalls will sich alle Türen offen halten. "Wirklich entschieden ist noch nichts", stellt er klar.

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Rennserien WEC , IndyCar
Fahrer Brendon Hartley
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