WEC Silverstone: Erste Startreihe für Audi bei schwierigen Bedingungen

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WEC Silverstone: Erste Startreihe für Audi bei schwierigen Bedingungen
Mario Fritzsche
Autor: Mario Fritzsche , Redakteur
16.04.2016, 14:38

Fässler/Lotterer/Treluyer starten beim Saisonauftakt der Langstrecken-WM (WEC) in Silverstone von der Pole-Position vor ihren Audi-Kollegen Di Grassi/Duval/Jarvis.

#7 Audi Sport Team Joest, Audi R18: Marcel Fässler, Andre Lotterer, Benoit Tréluyer
#8 Audi Sport Team Joest Audi R18 e-tron quattro: Lucas di Grassi, Loic Duval, Oliver Jarvis
#1 Porsche Team, Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley
#6 Toyota Racing, Toyota TS050 Hybrid: Stéphane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi
#5 Toyota Racing, Toyota TS050 Hybrid: Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima
#12 Rebellion Racing, Rebellion R-One AER: Nicolas Prost, Nick Heidfeld, Nelson Piquet Jr.
#26 G-Drive Racing Oreca 05 - Nissan: Roman Rusinov, Nathanael Berthon, René Rast
#31 Extreme Speed Motorsports, Ligier JS P2 - Nissan: Ryan Dalziel, Pipo Derani, Christopher Cumming
#43 RGR Sport by Morand Ligier JSP2 - Nissan: Ricardo Gonzalez, Filipe Albuquerque, Bruno Senna
#71 AF Corse, Ferrari 488 GTE: Davide Rigon, Sam Bird
#77 Dempsey Proton Competition, Porsche 911 RSR: Richard Lietz, Michael Christensen, Wolf Henzler
#66 Ford Chip Ganassi Racing Team UK Ford GT: Olivier Pla, Stefan Mücke, Billy Johnson
#67 Ford Chip Ganassi Racing Team UK, Ford GT: Marino Franchitti, Andy Priaulx, Harry Tincknell
#88 Proton Racing Porsche 911 RSR: Khaled Al Qubaisi, David Heinemeier Hansson, Klaus Bachler

Überraschung beim ersten Qualifying der WEC-Saison 2016: Nicht das am Freitag überlegene Porsche-Team, sondern die Audi-Truppe gab bei der Zeitenjagd, bei der der Durchschnitt aus den schnellsten Runden zweier Fahrer über die Startaufstellung entscheidet, den Ton an.

Das dritte Freie Training am Samstagvormittag musste aufgrund von Schneefällen ausfallen. Beim Qualifying am Nachmittag hatte sich der weiße Niederschlag zwar verzogen, aber die Piste war alles andere als trocken.

Andre Lotterer legte mit dem R18 e-tron quattro mit der Startnummer 7 bei den schwierigen Bedingungen eine Rundenzeit von 1:53,201 Minuten hin. „Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet, aber wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen und waren schnell genug“, so Lotterer, nach seiner auf Regenreifen erzielten Zeit.

Bildergalerie: WEC-Saisonauftakt in Silverstone

Marcel Fässler bestätigte die Lotterer-Zeit, indem er mit 1:53,207 Minuten gerade mal 0,006 Sekunden langsamer war. Die daraus resultierende Durchschnittszeit von 1:53,204 Minuten bedeutet für Fässler/Lotterer/Treluyer die Pole-Position beim Saisonauftakt.

Startposition zwei wird am Sonntag ebenfalls von einem Audi eingenommen: dem R18 mit der Startnummer 8. Zwar ließ sich Lucas di Grassi mit 1:52,911 Minuten die absolut schnellste Runde der Session gutschreiben.

Damit konnte der Brasilianer den Durchschnitt für sich und seine beiden Kollegen Loic Duval (im Cockpit) und Oliver Jarvis (in der Box) aber nur noch auf 1:53,308 Minuten nach unten korrigieren. „Fast hätte es gereicht, aber wir können auch so zufrieden sein. Die Balance unseres Rennwagens fühlt sich ausgeglichen an“, berichtet di Grassi.

Die beiden Porsche 919 Hybrid von Bernhard/Webber/Hartley und Dumas/Jani/Lieb legen beim fliegenden Start von den Positionen drei und vier aus der zweiten Reihe los. Der Rückstand auf Audi betrug auf dem feuchten Asphalt eine Sekunde.

"Alle vier Fahrer von uns haben einen guten Job gemacht, aber an die Rundenzeiten von Audi war kein Herankommen", so Webber, der die Hoffnung auf den Sieg aber nicht aufgegeben hat: "Wir müssen morgen einfach einen Weg an ihnen vorbei finden. Ich glaube, das können wir schaffen."

In der dritten Reihe nehmen die beiden Toyota TS050 Hybrid Aufstellung, wobei Sarrazin/Conway/Kobayashi wie schon im Freien Training am Freitag teamintern die Oberhand gegenüber Davidson/Buemi/Nakajima behielten. Der Rückstand auf Audi ist jedoch enorm: Vier beziehungsweise sechs Sekunden. Grund waren laut Anthony Davidson "massive Balanceprobleme".

G-Drive holt die LMP2-Pole

Die Pole-Position in der LMP2-Klasse geht an G-Drive. Neuzugang Rene Rast und Routinier Roman Rusinov produzierten am Steuer des Oreca 05 eine Durchschnittszeit von 2:08,479 Minuten und sicherten damit für sich und ihren Kollegen Nathanael Berthon die Klassen-Pole beim Saisonauftakt.

Die absolut schnellste Qualifying-Runde im LMP2-Feld legte Shootingstar Luis Felipe "Pipo" Derani für Extreme Speed Motorsports (ESM) hin. Doch die vom Sieger der 24 Stunden von Daytona und der 12 Stunden von Sebring gefahrene Marke von 2:07,315 Minuten konnte von Teamkollege Chris Cumming (2:11,949 Minuten) nicht annähernd reproduziert werden. Die Durchschnittszeit von 2:09,632 Minuten bedeutet Startplatz zwei.

Ergebnis: Qualifying für die 6 Stunden von Silverstone

Ferrari rahmt das GTE-Pro-Feld ein

In der GTE-Pro-Klasse gab einmal mehr Ferrari mit den von AF Corse eingesetzten 488 das Tempo vor. Davide Rigon und Sam Bird holten sich mit der Startnummer 71 die Pole-Position. Im Schwesterauto mit der Startnummer 51 war zumindest James Calado auf vergleichbarem Tempo unterwegs. Weil Kollege Gianmaria Bruni aber keine Qualifying-Runde zustande brachte, startet der zweite 488 vom Ende des GTE-Pro-Feldes.

Somit geht der zweite Startplatz in der Klasse an den einzigen Porsche: den 911 RSR von Dempsey-Proton Racing mit Richard Lietz und Michael Christensen am Lenkrad. In der zweiten GTE-Pro-Reihe finden sich die beiden erstmals in der WEC antretenden Ford GT von Johnson/Mücke/Pla und Franchitti/Priaulx/Tincknell.

Die GTE-Am-Pole wurde vom Abu-Dhabi-Proton-Porsche eingefahren.

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