Abt Cupra kämpft beim Arctic X-Prix mit "stumpfen Waffen"

Extreme-E-Pilot Mattias Ekstrom zufolge hatte Abt-Cupra beim Arctic X-Prix "stumpfen Waffen" - Defekte Antriebswelle im Halbfinale

Abt Cupra kämpft beim Arctic X-Prix mit "stumpfen Waffen"

Mattias Ekström und seine neue Teamkollegin Jutta Kleinschmidt, Rallye-Dakar-Siegerin des Jahres 2001, gehörten zu den schnellsten der neun Teams in Grönland. Das Freie Training am Freitag beendeten sie als Schnellste mit einem soliden Polster von 22,384 Sekunden. Das erfahrene Duo war auch beim obligatorischen Fahrerwechsel am schnellsten.

Im Qualifying über zwei Runden am Samstagnachmittag kamen Kleinschmidt und Ekström auf die zweite Position, obwohl sie einen doppelten Reifenschaden erlitten hatten.

Ekström brachte das Odyssey 21 E-SUV in die Fahrerwechselzone. Er versuchte zusammen mit einem Mitglied der Abt-Cupra-Crew, den 1650 kg schweren und vollelektrisch angetriebenen Geländewagen aufzubocken, um die beiden beschädigten Räder an der Hinterachse zu tauschen.

Zwar kletterte Kleinschmidt in das Auto und bereitete sich auf ihre Runde vor. Allerdings konnte die Deutsche nicht starten, da die Reparaturen nicht abgeschlossen werden konnten.

Mattias Ekstrom, ABT CUPRA XE

Mattias Ekstrom, ABT CUPRA XE

Photo by: Sam Bloxham / Motorsport Images

Zum zweiten Halbfinale am Sonntagmorgen war der Abt-Cupra-Bolide wieder einsatzbereit. Kleinschmidt musste das Rennen zwischen drei Fahrzeugen von der äußersten rechten Seite in Angriff nehmen.

Die "Wüsten-Queen" kam gut vom Start weg und lag beim Sprint zum ersten Wegpunkt in Führung, doch dann erlitt das Auto nach nur sechs Sekunden Laufzeit einen Defekt an der Antriebswelle hinten rechts. Es handelt sich dabei um ein Einheitsteil in der Extreme E.

Sie konnte ihre Runde an ihrem Geburtstag trotzdem beenden und übergab an Abt-Pure-ETCR-Pilot Ekström, der das waidwunde Auto ins Ziel steuerte. "Leider erlebten wir heute ein weiteres glückloses Halbfinale. Die Antriebswelle gab schon nach wenigen Sekunden den Geist auf", sagt er.

"So kämpften wir mit stumpfen Waffen gegen die Konkurrenz und hatten keine Chance mehr auf einen Platz im Finale. Der Renntag war somit absolut nicht das, was wir uns erhofft hatten."

Jutta Kleinschmidt, Mattias Ekstrom, ABT CUPRA XE

Jutta Kleinschmidt, Mattias Ekstrom, ABT CUPRA XE

Photo by: Zak Mauger / Motorsport Images

"Was bleibt, sind die Eindrücke von unserem Besuch in Grönland und natürlich jede Menge Daten. Wir werden alles sehr genau analysieren und dann Ende Oktober auf Sardinien wieder angreifen." Damit meint er den dritten Lauf der ersten Saison der Extreme E auf Sardinien, den Island X-Prix am 23. und 24. Oktober.

Kleinschmidt ergänzt: "Ich habe heute Geburtstag, aber leider haben wir alle nicht das Geschenk bekommen, das wir uns erhofft hatten. Die Strecke hier in Grönland war extrem hart für die Autos, das haben wir bei zahlreichen Zwischenfällen gesehen."

"Im Halbfinale hat es uns schon nach wenigen Metern erwischt. Das lag nicht in unserer Hand. Positiv ist, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn alles reibungslos läuft. Das wollen und werden wir auf Sardinien unter Beweis stellen."

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