"Die Nerven lagen blank": Großer Jubel nach Zitterpartie bei Team Rosberg

Mit einem Schlammbad feierten Molly Taylor, Johan Kristoffersson und Nico Rosberg den Titelgewinn in der Extreme E: Zuvor hatten sie es spannend gemacht

"Die Nerven lagen blank": Großer Jubel nach Zitterpartie bei Team Rosberg

Nachdem die Meisterpokale überreicht und der Champagner verspritzt war, gab es bei den Extreme-E-Champions Molly Taylor und Johan Kristoffersson kein Halten mehr. Wie kleine Kinder lieferten sich die ersten Meister in der Geschichte der Elektro-SUV-Rennserie in einer der Schlammpfützen des Truppenübungsplatz Bovington eine Art Ringkampf.

Und auch Teamchef Nico Rosberg, er sich bald in das Gerangel einmischte, wurde nicht verschont und landete irgendwann im Matsch. Am Ende strahlten alle drei komplett verdreckt, aber glücklich in die Kameras der Fotografen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir die ersten Extreme-E-Champions sind, und ich bin sehr stolz auf das gesamte Team", sagt Rosberg. "Das Team hat die ganze Saison über hart gearbeitet und konstant gute Leistungen erbracht und ist an einigen der entlegensten Orte der Welt gefahren. Champions zu sein ist eine große Ehre."

Unerwartete Spannung im Finale

Nach drei Siegen bei vier Rennen waren Taylor und Kristoffersson als Titelfavoriten zum Saisonfinale im britischen Dorset gereist. Doch ihre einzig verbleibenden Rivalen, Cristina Gutierrez und Sebastien Loeb von Lewis Hamiltons Team X44 leisteten erbitterte Gegenwehr und legten ein perfektes Rennwochenende hin.

Dennoch war die Ausgangsposition für Rosbergs Team vor dem Finale scheinbar komfortabel. Platz vier von fünf Autos würde zum Titel reichen. Und mit anfänglich Platz zwei war Startfahrerin Taylor auch voll im Soll.

Doch dann fiel sie bis auf Platz vier zurück. Und als plötzlich der Acciona-Sainz-Bolide von Laia Sanz formatfüllend im Rückspiegel auftauchte, war der Titel in Gefahr. Doch Taylor ließ ihre Rivalin nicht vorbei, und Kristoffersson brachte nach dem Fahrerwechsel Platz vier ins Ziel.

Molly Taylor: "Die Nerven lagen blank"

"Die Nerven lagen heute definitiv blank, aber Johan und ich haben das Ziel nicht aus den Augen verloren, und die gesamte Teamleistung über viele Monate hinweg hat uns heute an diesen Punkt gebracht", sagt Taylor. "Es ist ein großartiges Gefühl, der erste Gewinner der Extreme E-Meisterschaft zu sein."

Molly Taylor, Johan Kristoffersson, Nico Rosberg

Schlammcatchen a la Team Rosberg

Foto: Motorsport Images

"Molly ist heute exzellent gefahren und kam mit den schwierigen Bedingungen zurecht", lobt Kristoffersson seine Partnerin. "Ich wusste, dass ich nur noch keine Fehler machen und das Auto sicher nach Hause bringen durfte. Wir sind überglücklich, dass wir Meister geworden sind und freuen uns darauf, mit dem Team zu feiern."

Am Ende hatten Taylor/Kristoffersson und Gutierrez/Loeb jeweils 155 Punkte auf dem Konto. Die mehr erzielten Siege gaben aber letztlich den Ausschlag zugunsten der Rosberg-Truppe. "Einen herzlichen Glückwunsch an unsere Fahrer Molly Taylor und Johan Kristoffersson, die die ganze Saison über hervorragend waren", bedankt sich Teamchef Rosberg.

"Wir sind zu Extreme E gekommen, um das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen und die Nachhaltigkeit zu fördern, aber auch als Rennteam wollen wir gewinnen, und so werden wir dieses Gefühl für immer in Erinnerung behalten", so der Formel-1-Weltmeister von 2016 weiter.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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