Für mehr Überholmanöver: Extreme-E-Serie passt Kurs in Senegal an

Die Extreme E hat von den schwierigen Bedingungen beim Saisonauftakt in Saudi-Arabien gelernt - Die Strecke in Senegal wird im Sinne des Wettbewerbs angepasst

Für mehr Überholmanöver: Extreme-E-Serie passt Kurs in Senegal an

Sichtprobleme und wenige Chancen zum Überholen: Das Extreme-E-Debüt in Saudi-Arabien sorgte zwar für spektakuläre Bilder, doch das gewünschte Racing gab es kaum. Es wurde sogar das Format angepasst, weil die Fahrer einem vorausfahrenden Auto nur mit viel Sicherheitsabstand folgen konnten. Aus diesen Fehlern hat die neue SUV-Elektroserie gelernt, weshalb es Änderungen am Kurs in Senegal geben wird.

Der zweite Saisonlauf findet in Lac Rose in der Nähe von Dakar statt. Dort soll das eigentliche Format mit bis zu vier Fahrzeugen gleichzeitig auf der Strecke angewendet werden. Der rund acht Kilometer lange Kurs bekommt ein deutlich technischeres Layout. Außerdem soll der deutlich festere Sand am Strand für weniger Staub und bessere Sichtverhältnisse sorgen.

Timo Scheider, der als Berater und Reservefahrer für die Meisterschaft tätig ist, ist federführend für die Layouts der Strecken mitverantwortlich. Er sagt: "Saudi-Arabien war ein schneller Kurs und jetzt hatten wir das Ziel, eine technische Strecke mit verschiedenen Linien sowie mehreren langsameren Passagen zu bilden. Genau das haben wir geschafft."

Molly Taylor, Johan Kristoffersson, Laia Sanz, Cristina Gutierrez, Sebastien Loeb

In Senegal sollen die Autos länger zusammen bleiben

Foto: Motorsport Images

Die ersten Runden waren laut Scheider ein großer Erfolg und es wurde genau das Ergebnis erzielt, das die Meisterschaft mit den Anpassungen erreichen wollte. "Wir haben einige schwierige Bereiche, aber es gibt keine gefährlichen Stellen", stellt Scheider klar, der in seiner Motorsport-Karriere sowohl in der DTM als auch im Rallycross-Sport viel Erfahrung gesammelt hat.

"Natürlich müssen die Fahrer das Tempo managen und ihren Fahrstil anpassen, weil es weiterhin Stellen geben wird, an denen sie aufpassen müssen", erklärt Scheider. "Wenn man an manchen Passagen zu schnell ist, kann man das Auto beschädigen, sich drehen oder sich sogar überschlagen. Wir hoffen, dass das nicht passiert. Am Ende werden die Fahrer eine ganz andere Strecke als in Saudi-Arabien vorfinden."

Molly Taylor, Johan Kristoffersson

Senegal wird sich massiv von Saudi-Arabien unterscheiden

Foto: Motorsport Images

Scheider ist sich sicher: "Das Racing wird viel besser sein, weil es überhaupt eine Möglichkeit für echtes Racing geben wird. Das ist, was mir so gefällt, der pure Rennsport. Sie werden die ganze Runde über eng beisammen bleiben." Extreme-E-Gründer Alejandro Agag, der auch die Formel E ins Leben gerufen hat, hat für den Notfall bereits neue Ideen in petto, um die Fahrer ans Limit der Elektro-SUVs zu treiben.

Seine Idee ist es, einen "Super-Sektor" zu implementieren, der dem Team fünf Bonuspunkte einbringen soll, das diese "Joker-Lap" am schnellsten absolviert. Jutta Kleinschmidt glaubt aber, dass die neue Strecke für genügend Spannung sorgen wird: "Es wird weniger Staub geben und das Überholen wird einfacher werden - insbesondere am Sonntag. Es gibt viele Linien, aber es bleibt weiterhin eine Herausforderung."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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