24h Spa 2021: Keine erneute Termin-Verschiebung geplant

Der Termin für die 24h von Spa 2021 soll bestehen bleiben: Neben der Corona-Pandemie spielt dabei noch ein Faktor eine wichtige Rolle

24h Spa 2021: Keine erneute Termin-Verschiebung geplant

Die 24h von Spa sollen in diesem Jahr wieder am angestammten Termin Ende Juli stattfinden. Die Planungen diesbezüglich laufen seitens Stephane Ratel und seiner SRO Motorsports Group, wie Laurent Gaudin, General Manager des 24-Stunden-Rennens von Spa, gegenüber 'Endurance Info' erklärt.

"Wir hatten intern erwähnt, dass das Datum der Veranstaltung je nach gesundheitlicher Situation geändert werden könnte, so wie im Jahr 2020. Nach reiflicher Überlegung wurde beschlossen, das ursprüngliche Datum beizubehalten", so Gaudin.

24h Spa: Verschiebung wäre schlecht für Kalender-Situation

Damit ist eine Verschiebung in den Herbst vom Tisch. Im Vorjahr musste das Rennen aufgrund der Corona-Pandemie nach hinten verlegt werden. Es fand letztlich Ende Oktober statt. Ursprünglich war aufgrund des Wechsels in die Winterzeit während des Rennens sogar angedacht, das Rennen über 25 Stunden gehen zu lassen. Davon nahmen die Organisatoren jedoch Abstand.

Ein ganz wichtiger Faktor für die jetzigen Pläne der SRO ist die Kalender-Situation im internationalen GT-Sport. Neben der GT-World-Challenge in Europa richtet Ratels Organisation auch noch GTWC-Serien in Amerika, Asien und Australien aus. Hinzu kommen etwa die Intercontinental-GT-Challenge, die GT4-European-Series und weitere Veranstaltungen.

Die Kalender der SRO-Serien und weiterer, nationaler GT-Meisterschaften sind allesamt aufeinander abgestimmt, weshalb Gaudin das Festhalten am geplanten Spa-Termin wie folgt begründet: "Die SRO Motorsports Group betreibt 14 Meisterschaften, was sich auf andere Serien ausgewirkt hätte, ganz zu schweigen von der Vereinbarung mit dem ADAC GT Masters."

Corona-Pandemie spielt für Spa auch eine Rolle

Doch das ist in diesen Zeiten natürlich nicht der einzige Grund. Auch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie muss berücksichtigt werden. Schon seit dem 30. September wird Belgien vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. Die aktuellen Regeln in Belgien sehen laut Auswärtigem Amt zudem vor, dass bei Einreise ein negativer PCR-Test vorgelegt werden muss, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Anschließend müssen sich Einreisende in eine siebentägige Quarantäne begeben, die nach Vorlage eines weiteren negativen PCR-Tests beendet ist. Das Auswärtige Amt gibt zu den Einreise-Hinweisen außerdem Folgendes an: "Nicht-essentielle Reisen nach Belgien und von Belgien ins Ausland sind wieder erlaubt. Die belgischen Behörden warnen jedoch vor nicht-essentiellen Reisen."

Mut macht in dieser Hinsicht allerdings der weltweite Fortschritt der Impf-Kampagne. Erst in dieser Woche durfte Deutschland eine neue, positive Rekordzahl vermelden: Am Mittwoch erhielten fast 1,4 Millionen Bürger eine Impfdosis, so viele wie noch an keinem Tag zuvor seit dem Start der Impf-Kampagne am 27. Dezember.

Die 24h von Spa finden in diesem Jahr zum 73. Mal statt. Im Jahr 2024 steht das 100-jährige Jubiläum der Erstausgabe des Langstrecken-Klassikers in den Ardennen an.

Mit Bildmaterial von Porsche AG.

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