DTM statt Formel E: Edoardo Mortara fährt am Lausitzring

Mercedes-Fahrer Edoardo Mortara wird nicht am Formel-E-Rennen in Berlin teilnehmen und stattdessen in der DTM am Lausitzring fahren: "DTM hat Priorität"

Die Terminkollisionen der DTM mit anderen Rennserien, wie zum Beispiel der Formel E und Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), in denen viele der aktuellen DTM-Piloten aktiv sind, bereiten den Herstellern und Fahrern in dieser Saison zusätzliche Probleme. Vor allem BMW steht vor einer großen Herausforderung: Die Münchner treten am ersten Maiwochenende sowohl beim DTM-Saisonauftakt in Hockenheim (4. bis 6. Mai) als auch beim ersten Lauf der WEC in Spa-Francorchamps an und müssen eine Entscheidung treffen, welche Fahrer sie in welcher Serie einsetzen. Augusto Farfus, der in beide Programme von BMW involviert ist, würde am liebsten per Helikopter zwischen den Rennstrecken pendeln.

Auch zwischen der DTM und der Elektrorennserie gibt es Terminkollisionen: Parallel zum zweiten Saisonevent der DTM am Lausitzring (18. bis 20. Mai) steigt in Berlin die einzige Formel-E-Veranstaltung in Deutschland. Und auch im Juli kollidiert das Rennwochenende in Zandvoort (13. bis 15. Juli) mit dem Elektro-Finale in New York. Leidtragender ist Edoardo Mortara, der in beiden Serien aktiv ist.

Doch bei Mercedes sind die Würfel bereits gefallen - zumindest was das Rennen am Lausitzring betrifft. "Edo wird am Lausitzring im Auto sitzen, definitiv!", sagt Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz zu 'Motorsport.com'. Da es erst das zweite DTM-Wochenende der Saison ist, sei es noch zu früh, eine Entscheidung mittels des Gesamtstands der jeweiligen Meisterschaft zu entscheiden. "Wir haben Edo vor zwei Jahren für die DTM verpflichtet. Das hat Priorität", so der Sportchef der Stuttgarter weiter.

DTM geht vor, aber ...


Dass 2018 die letzte DTM-Saison der Marke mit dem Stern ist, mache dabei keinen Unterschied. Schließlich möchten sich die Stuttgarter mit dem bestmöglichen Ergebnis - am liebsten mit dem Meisterschaftstitel - von der DTM-Bühne verabschieden.

Mortara kann die Entscheidung seines Arbeitgebers nachvollziehen. "Ich bin ein Mercedes-Fahrer und die DTM hat für mich Priorität", sagt der Sternfahrer im Gespräch mit 'Motorsport.com'. Ein größeres Problem sieht der Genfer in der Terminkollision mit dem Formel-E-Lauf in New York. Denn dort finden an einem Wochenende zwei Rennen statt - doppelte Chance auf Punkte.

Ob Mortara mit seinem Formel-E-Team Venturi in Amerika oder an der niederländischen Nordseeküste zum Einsatz kommen wird, steht noch nicht fest. "In Zandvoort werden wir situativ entscheiden. Sollte es für Venturi eventuell die Möglichkeit geben, da etwas zu holen, dann werden wir darüber sprechen", erklärt Fritz. "Sollte es in der DTM so sein, dass Edo in der Meisterschaft in aussichtsreicher Position liegt, wird er in New York nicht fahren. Das ist klar, denn die DTM hat Priorität."

Der 31-Jährige weiß, dass seine Leistung in der DTM eine große Rolle spielen wird, ob er das Formel-E-Finale bestreiten darf oder nicht. "Es wird natürlich auf meine Rennergebnisse ankommen. Aber die Entscheidung liegt bei Mercedes, ob ich an diesen Rennen (Formel E in New York; Anm. d. Red.) teilnehmen darf oder nicht. Es liegt nicht in meiner Hand", schließt er ab.

 

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