Formel-1-Liveticker: Das Sprint-Qualifying in China live!
China-Freitag in der Analyse: Mercedes-Pole & Antonelli-Freispruch
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Bahrain und Saudi-Arabien wohl abgesagt
Ein Nachtrag noch aus China: Die Kollegen von Sky berichten, dass die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien im April abgesagt werden. Die offizielle Bestätigung der Formel 1 soll noch an diesem Wochenende folgen.
Eine große Überraschung ist das angesichts der Entwicklungen in der Golfregion nicht. Die Rennen in Katar und Abu Dhabi am Saisonende sind von der Absage erst einmal noch nicht betroffen.
Der Rennkalender 2026 würde damit von 24 auf 22 Rennen schrumpfen.
Feierabend
In Shanghai ist es gleich bereits 21:00 Uhr, und damit endet der heutige Formel-1-Freitag an dieser Stelle auch. Für euch geht es jetzt aber wie versprochen noch weiter mit der großen Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
Morgen melden wir uns dann natürlich mit einem neuen Ticker zurück. Der Sprint steht bereits um 04:00 Uhr MEZ an, die Qualifikation für den Grand Prix dann um 08:00 Uhr unserer Zeit.
Viel Spaß jetzt noch mit den Kollegen Kevin Scheuren und Stefan Ehlen im Livestream und bis dann!
Inspector Hamilton
Nach dem heutigen Sprint-Qualifying hat der Rekordweltmeister den Mercedes W17 einmal ganz genau unter die Lupe genommen. Was er zur Qualifikation zu sagen hatte, das könnt ihr hier noch einmal nachlesen.
McLaren: Stella sieht leichte Fortschritte
McLaren-Teamchef Andrea Stella erklärt nach P3 von Lando Norris bei Sky: "Ich glaube, es gibt Anzeichen für Verbesserungen, vor allem, was unser Verständnis für den Einsatz der Antriebseinheit angeht."
"Im ersten Training gab es weniger Schwankungen, im Qualifying mehr Klarheit darüber, wie wir ihn einsetzen, und das schlug sich in etwas besseren Rundenzeiten nieder, die es uns ermöglichten, uns hinter Mercedes zu qualifizieren."
Die Silberpfeile seien zwar noch immer "außer Reichweite", so Stella, "aber es ist gut zu sehen, dass McLaren zusammen mit Ferrari um den zweiten Platz kämpfen kann." Für den Sprint habe man nun eine gute Ausgangslage.
Hadjar: Bin immerhin dran an Max
Der Red-Bull-Pilot wurde in SQ3 Zehnter und damit Letzter. "Ich weiß noch nicht, was passiert ist und warum wir eine halbe Sekunde verloren haben. Aber ich war mit meiner Runde zufrieden, sie war gut", betont Hadjar.
Tatsächlich war Hadjar in SQ3 langsamer als zuvor in SQ2, obwohl es im letzten Segment die weichen Reifen gab. Daher schaut er lieber auf seine Ergebnisse auf den Mediums und betont: "Ich bin einfach froh, nicht allzu weit von Max entfernt zu sein."
Morgen startet er von P10, Verstappen von P8 direkt vor ihm. Hadjar erklärt: "Wir brauchen von allem ein bisschen mehr. Mehr Grip, vielleicht auch etwas mehr Power."
"Wir liegen einfach sehr weit hinter Mercedes zurück, viel weiter als noch am vergangenen Wochenende", grübelt er. Mit seiner persönlichen Leistung ist er aber nicht unzufrieden.
Perez darf starten
Der Vollständigkeit halber: Obwohl Sergio Perez heute keine Rundenzeit im Qualifying setzte, darf er am Sprint morgen teilnehmen. Die FIA hat eine entsprechende Sondergenehmigung ausgestellt, weil er zuvor im Training innerhalb der 107-Prozent-Marke war.
Verstappen: Sollten alle an den Sport denken
Der Niederländer ist weiterhin der Meinung, dass das neue Reglement nicht gut für die Formel 1 ist. Dazu sagt er: "Manche sind mit den aktuellen Regeln zufrieden, weil sie ganz vorne mitfahren."
"Manche werden sagen: 'Für mich ist das eigentlich in Ordnung', weil sie im Moment an der Spitze liegen. Einerseits kann ich das verstehen. Andererseits muss man aber auch an den Sport denken", so Verstappen.
"Denn als ich in Australien gesehen habe, wie alle aus dem Auto stiegen, habe ich, ehrlich gesagt, nicht viele glückliche Gesichter gesehen", berichtet er. Daher sollten seiner Meinung nach alle ehrlich sein.
Alonsos letzte Saison?
Der Spanier wird im Sommer bereits 45, weshalb Experte Günther Steiner glaubt, dass 2026 die letzte Formel-1-Saison von Fernando Alonso sein könnte - zumindest dann, wenn es bei Aston Martin nicht deutlich vorwärts geht.
"Wenn er nicht sieht, dass es wirklich nach vorne geht, dann hört er nach dem Ende der Saison auf", prophezeit Steiner gegenüber sport.de und erinnert: "Er hat immer wieder gewartet und an Aston Martin geglaubt."
Doch faktisch sei 2026 jetzt "das schlimmste Jahr, seit er da ist", so Steiner. Immerhin: Dass Alonso bereits vorzeitig hinwirft, das kann sich der langjährige Haas-Teamchef nicht vorstellen.
"Ich glaube, Alonso ist ein Mann, der fährt bis zum Ende des Jahres", so Steiner. Doch dann könnte Feierabend sein.
Sprint: Pirelli rechnet mit Mediums
Laut Pirelli werden morgen im Sprint die meisten Piloten auf Medium-Reifen setzen. Das Rennen über 19 Runden werde "höchstwahrscheinlich auf Medium-Reifen ausgetragen", so Pirelli-Motorsportchef Dario Marrafuschi.
Heute habe der Unterschied zwischen dem Medium und dem Soft ungefähr sechs Zehntel betragen, verrät er zudem. "Interessanterweise konnte der C3 [Medium] in den ersten beiden Qualifikationssegmenten nach einer Abkühlrunde erneut in der zweiten schnellen Runde seine maximale Leistung abrufen", ergänzt er.
Die harten Reifen hat heute niemand verwendet. Marrafuschi erklärt, dass die Teams sich diese für das Rennen aufheben.
Keine Strafe für Gasly
Nicht nur Kimi Antonelli kommt ohne Strafe davon, auch die Untersuchung gegen Pierre Gasly wurde jetzt ohne Sanktion abgeschlossen. Hier das Urteil der Rennkommissare im Wortlaut:
"Auto 3 befand sich auf einer schnellen Runde und traf auf Auto 10, und zwar an der Stelle, die der Fahrer von Auto 3 als seine optimale Rennlinie am Ausgang von Kurve 14 beschrieb. Auto 3 musste um Auto 10 herumfahren, ging dabei jedoch nicht vom Gas."
"Der Fahrer von Auto 10 erklärte, dass er das Herannahen von Auto 3 bemerkt habe und der Meinung gewesen sei, dass es am sichersten sei, am linken Rand der Strecke zu bleiben. Der Fahrer von Auto 3 sagte, dass die Position von Auto 10 zwar seine bevorzugte Linie beeinflusst habe, er jedoch nicht behindert worden sei."
"Obwohl die Rennkommissare der Ansicht waren, dass der Fahrer von Auto 10 theoretisch einen anderen Ansatz für die Kurve hätte wählen und am Kurvenausgang rechts bleiben können, entschieden wir angesichts der Aussage des Fahrers von Auto 3, dass er in diesem Fall nicht unnötig von Auto 10 behindert wurde, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen."
Zu viele Probleme bei Cadillac
Es ist normal, dass Cadillac als neues Team mit einigen "Kinderkrankheiten" zu kämpfen hat. Trotzdem ist Sergio Perez frustriert, weil er wegen eines Problems mit der Benzinpumpe nicht am Qualifying teilnehmen konnte.
"Leider haben wir in diesem Bereich schon seit langer Zeit Probleme, viel zu lange, und das ist sehr frustrierend. Wir konnten das Problem noch nicht lösen, und wir haben schon oft damit zu kämpfen gehabt", ärgert er sich.
Teamkollege Valtteri Bottas wurde derweil 21. und damit Letzter und erklärt, dass er Probleme mit dem Deployment gehabt habe. "Es ist ziemlich schwer zu sagen, wo wir [ohne das Problem] gelandet wären", so der Finne.
Letztendlich war es aber auch für ihn ein gebrauchter Tag. 1,2 Sekunden fehlten auf Lance Stroll auf dem vorletzten Platz.
F1 Academy: Felbermayr in Top 3
Alle Fans aus Österreich dürfen sich freuen: Die von Audi unterstützte Emma Felbermayr schaffte es im Qualifying der F1 Academy in China auf den dritten Platz. Weniger Glück hatte die deutsche Pilotin Mathilda Paatz. Sie kam mit einem Getriebeproblem nicht in die Top 10.
Gemischte Gefühle bei Haas
Oliver Bearman schaffte es in SQ3 und konnte dort als Neunter sogar einen Red Bull schlagen. "Wir haben ab der ersten Runde in FT1 ein wirklich gutes Tempo gezeigt und konnten darauf aufbauen und uns weiter verbessern", sagt er zufrieden.
"Es war eine harte Session, die Balance war etwas instabil und es war schwierig, eine gute Runde hinzulegen. Aber am Ende haben wir es geschafft, und ich bin mit P9 heute zufrieden", so der Brite.
"Vor diesem Wochenende hatte ich nicht damit gerechnet, um die ersten acht Plätze mitkämpfen zu können, da wir davon ausgegangen waren, dass die vier Topteams einen zu großen Vorsprung haben würden."
"Aber letztendlich war das nicht der Fall. Es sieht so aus, als könnten wir morgen einige Punkte holen, wenn wir alles richtig machen", so Bearman. Etwas weniger gut lief es bei seinem Teamkollegen Esteban Ocon, der Zwölfter wurde.
"Es gibt Potenzial, und wir verstehen das Auto mittlerweile ziemlich gut, sodass wir hoffentlich unsere Probleme in den Griff bekommen und das Maximum herausholen können", so der Franzose.
Audi: "Einige Probleme" stoppen Bortoleto
Nur P14 für den Brasilianer, der erklärt: "Es war ein etwas schwieriger Freitag für uns. Wir hatten im Training einige Probleme, die auch im Sprint-Qualifying wieder auftraten und uns zurückwarfen."
China sei eine ganz andere Strecke als Melbourne und habe ganz andere Kurven, "und wir entdecken gerade wieder, wie sich unser Auto verhält", so Bortoleto. Jetzt müsse man sehen, was im Sprint noch gehe.
Teamchef Jonathan Wheatley erklärt derweil, das Team habe "gute Arbeit geleistet, um die wichtigsten Bereiche anzugehen, in denen wir die Leistung des Autos steigern konnten, und das Ergebnis spiegelte unser Tempo heute fair wider."
Was Nico Hülkenberg nach P11 zu seinem Sprint-Qualifying sagt, das erfahrt ihr hier.
Racing Bulls: Nicht so stark wie in Melbourne
Während es für Alpine besser zu laufen scheint, ging es für die Racing Bulls mit P13 und P15 heute etwas nach hinten. "Wir hatten hier einfach ein bisschen mehr zu kämpfen als letzte Woche", bestätigt Liam Lawson.
"Ehrlich gesagt war es keine schlechte Runde", sagt er nach P13 und erklärt, auch das Set-up habe gepasst. Doch insgesamt scheint in China einfach etwas Pace zu fehlen.
Teamkollege Arvid Lindblad verlor dazu mit einem Problem auch noch den Großteil von FT1. "Ich denke, wenn man bedenkt, dass ich zum ersten Mal hier bin und in FT1 etwa zwei Runden gefahren bin, ist es relativ nah dran und okay", sagt er.
"Aber P15 ist nicht wirklich das, was ich oder das Team wollen", betont der Rookie.
P7: Gasly "Best of the Rest"
Der Franzose hatte heute im Mittelfeld die Nase vorn und konnte als "Bonus" sogar noch die beiden Red-Bull-Piloten schlagen. "Ich bin sehr zufrieden damit, vor allem nach der letzten Woche", sagt er wenig überraschend.
"Wir haben deutlich mehr Leistung gefunden. Ich denke, wir haben in Melbourne viel gelernt und versucht, heute alles zusammenzufügen. Dann habe ich mich im Auto viel besser gefühlt, schon ab der ersten Runde", berichtet er.
Ziel morgen seien nun die Punkte. Das dürfte bei seinem Teamkollegen eher nicht klappen. "Heute war es schwierig. Ich kannte die Strecke nicht, und das hat es etwas schwieriger gemacht", so Franco Colapinto nach P16.
"Das Auto war in FT1 nicht schlecht, aber ich konnte einfach nicht den Sprung in der Sprint-Qualifikation schaffen, den ich mir gewünscht hatte", erklärt der Argentinier.
Keine Strafe für Antonelli
Das Urteil ist da: Antonelli bekommt keine Strafe für die Aktion mit Norris. Hier das Urteil im Wortlaut:
"Der Fahrer von Auto 1 (Lando Norris) erklärte, dass er sich auf einer 'pushenden Aufwärmrunde' befand und nicht auf einer schnellen Runde. Mit anderen Worten: Er versuchte nicht aktiv, eine relevante Rundenzeit zu setzen, als Auto 12 (Kimi Antonelli) aus der Boxengasse auf die Strecke fuhr."
"Wäre Auto 1 zu diesem Zeitpunkt auf einer schnellen Runde gewesen, hätte Auto 12 aufgrund seiner Position auf der Strecke Auto 1 unnötig behindert."
"Angesichts der klaren Aussage des Fahrers von Auto 1, dass er von Auto 12 nicht behindert wurde, da er keine relevante Rundenzeit setzen wollte, haben wir keine weiteren Maßnahmen ergriffen."
Williams: China als besserer Test
Dass beide Williams-Piloten in SQ1 ausgeschieden sind, ist für Alexander Albon keine Überraschung. "Wir behandeln das Wochenende bereits wie eine Trainingseinheit", so der 29-Jährige, der erklärt, dass China die Schwächen des neuen Autos aufdecke.
Ähnlich sieht es bei seinem Teamkollegen Carlos Sainz aus, der auch noch mehr als die Hälfte von FT1 mit einem Problem verpasste. "Wir probieren verschiedene Dinge aus, testen verschiedene Dinge. Wir werden das Wochenende dafür nutzen", kündigt auch er an.
Und Teamchef James Vowles ergänzt: "Ein harter Tag, was nach Melbourne keine Überraschung ist, aber dennoch nicht weniger schmerzt."
"Heute Abend werden wir darüber nachdenken, welche anderen Ansätze wir verfolgen können, um die Chancen für den Rest des Wochenendes optimal zu nutzen, und wie wir mehr aus diesem Auto herausholen können, bevor wir seine Leistung verbessern", so Vowles.
Denn ein Update hat Williams an diesem Wochenende nicht dabei.
Aston Martin: Das war heute das Limit
P19 und P20 für Fernando Alonso und Lance Stroll. Damit konnte man lediglich die beiden Cadillac-Piloten schlagen - von den Sergio Perez ja gar nicht fahren konnte. Alonso erklärt, dass man damit aktuell am "Limit" angekommen sei.
"Ich glaube, Williams liegt etwa drei Zehntel vorne. In Australien waren es acht Zehntel, glaube ich. Also ja, wir haben einige Fortschritte gemacht, aber wir sind natürlich noch weit entfernt", so der Spanier.
In der Tat fehlten ihm heute "nur" 0,276 Sekunden auf Alexander Albon vor ihm. Teamkollege Stroll war derweil 0,570 Sekunden langsamer als sein Teamkollege. "Wir sind nicht hier, um um Platz 19 oder so zu kämpfen", betont der Kanadier.
"Es gibt also noch viel zu tun. Aber das haben wir erwartet. Wir haben keine Wunder zwischen Melbourne und China erwartet. Es ist, wie es ist", so Stroll.
Ferrari: Im Sprint näher dran?
Lewis Hamilton fehlten heute 0,641 Sekunden, Charles Leclerc sogar satte 1,008. Der Monegasse erklärt dazu, er habe auf der Gegengerade ein Problem gehabt, dass "eine halbe Sekunde" gekostet habe.
Teamchef Frederic Vasseur bestätigt bei Sky, dass es ein Problem mit dem Deployment gegeben habe. Zudem betont Leclerc selbst: "Ich denke, im Rennen sollten wir relativ gesehen etwas stärker sein als jetzt im Qualifying."
"Allerdings scheint Mercedes immer noch einen Schritt voraus zu sein." Im Qualifying finde Mercedes etwas mehr Leistung, aber im Rennen sei Ferrari näher dran, so Leclerc.
Teamkollege Lewis Hamilton ist mit P4 "zufrieden" und erklärt, dass man die meiste Zeit auf den Geraden verliere. "Wir haben viel Arbeit vor uns. Wir müssen in Maranello wirklich alles geben, um uns bei der Power zu verbessern", so Hamilton.
"Ich denke, wir können mit ihnen in den Kurven mithalten", sagt er über Mercedes. Auf den Geraden sei das aktuell aber nicht der Fall.
McLaren: Immerhin Ferrari geschlagen
"Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis", sagt Lando Norris nach P3 und betont: "P3 ist das Beste, was wir derzeit erreichen können. Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden, dass wir heute beide Ferraris geschlagen haben."
"Sicherlich lief es an diesem Wochenende besser, einfach weil die Strecke in dieser Hinsicht viel einfacher ist, was die Antriebseinheit angeht", betont er und erklärt, dass man in einer "guten Position" für den Sprint sei.
Teamkollege Oscar Piastri wurde Fünfter und erklärt: "Es war ordentlich. [...] Aber ja, natürlich ist der Abstand zu Mercedes ziemlich beeindruckend. Es gibt also einige Dinge, an denen wir arbeiten müssen."
Im ersten Sektor fuhr Piastri sogar Bestzeit, am Ende fehlten aber 0,704 Sekunden auf die Bestzeit. Bei Norris waren es 0,621 Sekunden.
Wolff: Sind nicht nur durch den Motor vorne
Der Mercedes-Teamchef erklärt derweil bei Sky: "Ich bin wirklich zufrieden." Es sei "ein gesunder Abstand zu den anderen", so Wolff, der erklärt: "Unser großer Vorsprung hier ist vor allem in den Kurven."
Heißt: Der Vorteil kommt nicht ausschließlich von Motor. Das zeige auch die Performance der Kundenteams, betont Wolff. So habe Pierre Gasly im Alpine "wahrscheinlich die stärkste Performance auf den Geraden" gehabt.
Im Vergleich zu den Kunden habe man hier also keinen Vorteil. Zuletzt hatte es ja Gerüchte in dieser Hinsicht gegeben.
Antonelli: Runde nicht zusammengebracht
Der Italiener landete am Ende fast drei Zehntel hinter seinem Teamkollegen. Er erklärt: "Das Tempo ist sehr stark. Am Ende habe ich auf den weichen Reifen einfach keine Runde zusammengebracht."
Er betont aber: "Ich fühle mich gut im Auto. Es gibt natürlich noch einige Details, die wir zusammenbringen müssen. Aber morgen versuchen wir, einen guten Start hinzulegen und dann eine gutes Qualifying zu zeigen."
Bei den Rennkommissaren ist Antonelli übrigens schon wieder raus. Jetzt schauen wir mal, wann es ein Urteil gibt.
Verstappen: Eine komplette "Katastrophe"
Der Red-Bull-Pilot berichtet nach P8: "Der ganze Tag war vom Tempo her eine Katastrophe." Er habe keinen Grip und keine Balance gehabt und in den Kurven dadurch "enorm viel Zeit" verloren.
"Und dann löst man natürlich dadurch andere kleine Probleme aus. Aber das große Problem für uns ist, dass das Kurvenverhalten komplett daneben ist", erklärt Verstappen.
Man werde sich jetzt anschauen, was man für das weitere Wochenende noch ändern könne, aber: "Ich weiß im Moment nicht, was wir tun können", zuckt er die Schultern.
Russell: Fühlte sich wirklich schnell an
"Das Auto hat sich großartig angefühlt", berichtet George Russell nach seiner Pole und erklärt: "Wir wussten nach Melbourne, dass wir ein wirklich gutes Auto haben, der Motor läuft sehr gut, und heute hat es wirklich Spaß gemacht, damit zu fahren."
"Ich bin gespannt, wie die Rundenzeiten im Vergleich zum letzten Jahr aussehen, denn es fühlte sich sehr schnell an, wirklich cool und ganz anders als in Melbourne", so Russell.
Da können wir gerne helfen: Russells Pole-Zeit heute lag bei 1:31.520. Im vergangenen Jahr holte sich Lewis Hamilton die Sprint-Pole in China im Ferrari mit einer 1:30.849.
Macht also weniger als sieben Zehntel Unterschied. Das ist ein deutlich geringerer Abstand als in Melbourne vergangene Woche.
Untersuchung gegen Antonelli
Kimi Antonelli droht nach dem Sprint-Qualifying noch eine Strafe, weil er Lando Norris einmal in der ersten Kurve im Weg stand. Die Rennkommissare haben deswegen eine Untersuchung eingeleitet.
Auch für Pierre Gasly könnte es in der Startaufstellung noch nach hinten gehen. Hier läuft ebenfalls eine Untersuchung, weil er Max Verstappen in der Zielkurve einmal blockiert haben soll.
Sollte es nachträgliche Strafen geben, erfahrt ihr das natürlich hier bei uns.
Übersicht Sprint-Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das erste Sprint-Qualifying der Saison und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle wie üblich weiter mit den Stimmen zum Freitag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am China-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Ferrari baut zurück
In FT1 hatte Ferrari den sogenannten "Macarena-Flügel" am Auto. Laut Sky wurde vor dem Sprint-Qualifying aber wieder zurückgebaut, und jetzt ist wieder der normale Heckflügel aus Melbourne am Auto.
Ob das möglicherweise etwas mit dem Abflug von Lewis Hamilton in FT1 zu tun hat?
Verstappen: Gas geben wird nicht mehr belohnt
Gleich im Sprint-Qualifying wird sich nicht unbedingt der im klassischen Sinne schnellste Mann die Pole sichern. Max Verstappen erklärt im Hinblick auf das neue Reglement: "Ich denke, dass wir davon wegkommen sollten, auf bestimmten Rennstrecken in der Qualifikation vom Gas zu gehen."
"Im Grunde bestraft es den Fahrer, der am schnellsten fahren will. Denn wenn man sich die letzten Jahre ansieht, sind im Durchschnitt die schnellsten Fahrer diejenigen, die über eine Runde hinweg am meisten Gas geben. Und das wirkt sich jetzt nachteilig aus."
"Denn je mehr man Gas gibt, desto mehr Batterie verbraucht man. Je später man also bremst und je früher man wieder Gas gibt, desto schlechter ist es für die Batterie", erklärt Verstappen. Und deshalb haben die Fahrer, die am spätesten bremsen, jetzt sogar einen Nachteil.
Verwarnung für Albon
Und da haben wir auch schon das Urteil, Albon bekommt eine Verwarnung. Hier das umfangreiche Urteil der Rennkommissare im Wortlaut:
"Der Fahrer gab offen zu, dass er falsch eingeschätzt hatte, was das Auto vor ihm tun würde. Das Auto vor ihm, Auto 12, stand bereits eine beträchtliche Zeit in der Startaufstellung, und er erwartete, dass Auto 12 seinen Start durchführen würde, während er sein eigenes Auto auf den Übungsstart vorbereitete."
"Allerdings blieb Auto 12 stehen. Angesichts der langen Zeit, die Auto 12 in der Startaufstellung verbracht hatte, überraschte dies den Fahrer von Auto 23, was zu dem Verstoß führte."
"Zur Milderung erklärte er jedoch, dass die neuen Autos für 2026 vor einem Start eine Vorbereitungsequenz benötigen, die etwa 20 Sekunden dauert. Im Gegensatz dazu dauerte dies im Jahr 2025 lediglich etwa 2 Sekunden. Es gibt also einen erheblichen Unterschied darin, wie die Autos vorbereitet werden müssen, um den Start durchzuführen."
"Während es in der Vergangenheit üblich war, darauf zu warten, dass das Auto vor einem seinen Start ausführt, bevor das dahinterstehende Auto mit seiner Vorbereitung begann, könnte dies in diesem Jahr zu erheblichen Verzögerungen bei den Übungsstarts führen."
"Wenn jedes Auto diese Zeit (also 20 Sekunden oder mehr) benötigen würde und die Spitzenfahrer möglicherweise sogar noch länger, müsste das Verfahren für die Übungsstarts erneut überprüft werden."
"Er wies außerdem anhand der Telemetriedaten darauf hin, dass er, sobald er bemerkte, dass Auto 12 seinen Start nicht durchgeführt hatte, während er selbst bereits gestartet war, stark bremste und verlangsamte. Dies war auch in der Telemetrie klar zu erkennen."
"Artikel B4.2.2c der FIA-F1-Regularien ist eindeutig: 'Unter keinen Umständen' darf ein Auto einen Übungsstart durchführen, wenn ein anderes Auto davor stillsteht. Die zwingende Natur dieses Verbots unterstreicht die erheblichen Sicherheitsbedenken bei einer solchen Handlung sowie das potenzielle Risiko für Autos und Fahrer."
"In diesem Fall stellte die Durchführung des Starts zwar eindeutig einen Verstoß dar, jedoch ergriff der Fahrer Maßnahmen, um die Situation zu entschärfen, sobald er sich des Problems bewusst wurde."
"Wir berücksichtigten außerdem die Tatsache - wie den Teams zu Beginn der Saison mitgeteilt wurde -, dass die Autos vollständig neu sind und sich deutlich von den Autos aus dem Jahr 2025 unterscheiden. Neben der Leistung müssen sie auch anders vorbereitet und gefahren werden."
"Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren, insbesondere der oben genannten mildernden Umstände, verhängen wir gegen Auto 23 eine Verwarnung (Fahrvergehen)."
Untersuchung gegen Albon
Noch eine kleine Randnotiz aus FT1: Alexander Albon hat sich eine Untersuchung eingehandelt, weil er nach der Session in der Startaufstellung einen Probestart ausgeführt hat, obwohl noch ein anderes Auto vor ihm stand. Das ist eigentlich nicht erlaubt.
Sollte es eine Strafe dafür geben, erfahrt ihr es natürlich bei uns.
F1-Academy-Qualifying
Vorhin haben wir schon kurz über Mathilda Paatz und die F1 Academy gesprochen. Dort steht jetzt das Qualifying an, das ihr euch hier live und kostenlos anschauen könnt. In gut 75 Minuten beginnt dann auch schon das Sprint-Qualifying in der Formel 1.
Norris vs. Hamilton
In FT1 lieferten sich die beiden auf der Strecke bereits ein kleines Duell. Die Szene wurde von den Rennkommissaren notiert, letztendlich aber nicht untersucht.
Auch gleich im Sprint-Qualifying dürfte es auf der Strecke im letzten Sektor wieder etwas chaotisch werden. Die Szene gibt es hier noch einmal im Video:
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Morgen steht in China der erste Sprint des Jahres an, und mit Sky seid ihr live dabei! Nur auf Sky seht ihr alle Trainings der Formel 1, alle Qualifyings, Sprints und natürlich alle Rennen ohne Werbeunterbrechung.
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Briatore bestätigt Mercedes-Interesse
Der Italiener bestätigt in der PK zudem, dass Mercedes Interesse daran hat, sich bei Alpine einzukaufen. Entsprechende Gerüchte gab es bereits. Ein Problem wäre das seiner Meinung nach nicht.
Denn einerseits hätte Mercedes lediglich einen Minderheitsanteil am Team. Und zudem erinnert er daran, dass Red Bull seit Jahren über zwei Teams in der Formel 1 verfügt. Und das sei schließlich auch kein Problem.
Briatore: Sind nicht zufrieden
Flavio Briatore ist ein Mann der klaren Worte. Dementsprechend ist er in der PK auch nicht bemüht, die Leistung von Alpine in Melbourne zu beschönigen. Man sei zu langsam gewesen und eindeutig nicht zufrieden, stellt er klar.
Man wisse, was das Problem am Auto sei, und das müsse man jetzt so schnell wie möglich beheben. Alpine holte beim Saisonauftakt vor einer Woche lediglich einen Zähler.
Teamchef-PK
In Shanghai beginnt in fünf Minuten die Pressekonferenz der Teamchefs. Folgende Teilnehmer sind heute dabei:
Flavio Briatore (Alpine)
Jonathan Wheatley (Audi)
Laurent Mekies (Red Bull)
Sollte es dort spannende Aussagen geben, lest ihr die natürlich hier bei uns.
Livestream
Ein Hinweis gleich noch in eigener Sache: Auch an diesem Wochenende gibt es wieder an jedem Tag einen Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, in dem Kevin Scheuren und Stefan Ehlen jeweils die Ereignisse des Tages für euch zusammenfassen.
Unsere Analyse zum gestrigen Medientag könnt ihr euch im Re-Live noch einmal anschauen, heute geht es dann los um 14:00 Uhr MEZ.
Aston Martin: Wollen im Sprint ankommen
Nachdem es in Melbourne keiner der beiden Aston-Martin-Piloten in die Wertung schaffte, möchte man in China zumindest beim Sprint morgen mit beiden Autos ins Ziel kommen. "Das ist schon das Ziel", so Mike Krack bei Sky.
Zu FT1 vorhin sagt er, dass man "ein bisschen ein unkonventionelles Programm" gefahren sei. Denn zu Beginn des Trainings schickte man Fernando Alonso mit Messgittern auf die Strecke, was man an einem Sprintwochenende normalerweise nicht macht.
"Aber wir haben entschieden, dass wir noch ein paar Hausaufgaben übrig haben aus Melbourne", so Krack, der betont: "Das Positive war: Wir sind jetzt ohne irgendwelche Unterbrechungen durchgefahren."
Daher nehme man "ein positives Fazit aus der Session" mit ins weitere Wochenende.
Von: Ruben Zimmermann