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Formel-1-Liveticker: Experte "enttäuscht" von Hamilton und Wolff

Formel-1-Liveticker: Experte "enttäuscht" von Hamilton und Wolff

Formel-1-Liveticker: Experte "enttäuscht" von Hamilton und Wolff

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Wolff: Keine Prognose für Singapur

Läuft es in Singapur wieder besser für Mercedes als in Monza? Auf dem Papier sollte das so sein, doch Teamchef Toto Wolff erklärt, er sei mit seinen Vorhersagen seit dem vergangenen Jahr "vorsichtig" geworden.

Zwar sehe Singapur für Mercedes in der Theorie nach einer guten Strecke aus, doch "die Wahrheit" sei, dass das nichts heißen müsse. Er erinnert: "Die Teams von Platz zwei bis sechs können sehr eng beisammen sein."

"Einmal sind wir [die ersten Red-Bull-Verfolger], dann ist es Ferrari oder McLaren oder Aston Martin", so Wolff. Ziel sei es auf jeden Fall, den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM hinter Red Bull zu halten.

Zudem sei man mit Lewis Hamilton "hoffentlich bald" auf P3 in der Fahrer-WM. Der Brite liegt nach Monza nur noch sechs Zähler hinter Fernando Alonso.

Überholt Verstappen Vettel noch in diesem Jahr?

Noch etwas aus der Statistikabteilung: Mit 47 Siegen liegt Max Verstappen bereits auf Platz fünf in der ewigen Bestenliste der Formel 1. Und noch in diesem Jahr könnte der Niederländer in die Top 3 vorstoßen!

Acht Rennen sind noch zu fahren, Verstappen könnte also noch 2023 auf 55 Siege kommen - bei seiner aktuellen Form nicht komplett ausgeschlossen. Damit würde er Alain Prost (51) und auch Sebastian Vettel (53) überholen.

Vor ihm wären dann nur noch Lewis Hamilton (aktuell 103) und Michael Schumacher (91). Und dabei ist der Niederländer ja gerade einmal 25 Jahre alt ...

Hat Hamilton den "Hunger" verloren?

Lewis Hamilton hat seinen Mercedes-Vertrag noch einmal bis Ende 2025 verlängert. Jackie Stewart glaubt aber nicht, dass der Brite noch einmal Weltmeister werden wird. "Das hängt auch von Mercedes ab", sagt er im Gespräch mit Bild.

"Es ist nicht unmöglich, aber ich glaube trotzdem nicht, dass er es schaffen wird", so der dreimalige Weltmeister. Zwar sei Hamilton "einer der Besten, die je in der Formel 1 gefahren sind", stellt Stewart klar.

"Aber zur Wahrheit gehört auch, dass er im vergangenen Jahrzehnt mit Mercedes für ein Team an den Start gegangen ist, das quasi außer Konkurrenz gefahren ist. Lewis hatte in dieser Zeit nur einen echten Konkurrenten: seinen jeweiligen Teamkollegen", betont er.

"Bis auf 2016 ging er immer als Sieger aus dem Duell hervor. Und dann hat er gegen Nico Rosberg verloren. Mit Verlaub: ein guter Fahrer, aber nicht der talentierteste der Welt. Aber Rosberg war halt hungrig, hatte den unbedingten Willen, Weltmeister zu werden."

"Diesen Hunger hat Lewis nicht mehr", glaubt Stewart. Und deswegen werde Hamilton auch nicht noch einen achten WM-Titel gewinnen.

Schumacher: So schlecht war der 2021er-Haas

2021 fuhr Mick Schumacher seine erste von zwei Formel-1-Saisons für Haas. Es ist kein Geheimnis, dass der VF-21 damals kein gutes Auto war. Wie schlecht der Bolide aber tatsächlich war, das hat Schumacher nun im Interview mit Sky verraten.

"Unser höchstes Downforce-Set-up [...] war noch weniger Downforce als das Monza-Set-up von Ferrari damals", so Schumacher, der zudem daran erinnert, dass er als Mercedes-Testpilot inzwischen auch den 2021er-Silberpfeil gefahren ist.

Und mit so einem Auto habe der Haas damals "gar nix" zu tun gehabt. Haas beendete die Saison 2021 wenig überraschend ohne WM-Punkt, Schumachers bestes Ergebnis war ein zwölfter Platz in Budapest - wo allerdings nur 13 Fahrer gewertet wurden.

Immerhin: Das interne Haas-Qualifyingduell gegen Nikita Masepin gewann Schumacher damals deutlich mit 20:2.

Ti amo - eine Liebeserklärung an Monza!

Ein unglaubliches Formel-1-Wochenende im Heimatland von Ferrari liegt hinter uns. Da ist es an der Zeit, die Geschehnisse auf und neben der Rennstrecke noch einmal passieren lassen.

Die neue Ausgabe von "Kevins Kaffeepause", dieses Mal auch mit Christian Nimmervoll, ist eine Liebeserklärung an Monza!

Williams: Strengere Vorgaben sollten uns nicht betreffen

Die FIA schärft ab Singapur in Sachen "Flexiwings" nach. Wie Anfang der Monza-Woche enthüllt wurde, hat die FIA einen Entwurf für eine technische Richtlinie (TD) herausgegeben, die besagt, dass sie eine härtere Gangart einschlagen wird.

Dave Robson zeigt sich aus Williams-Sicht aber ganz unbesorgt. "So wie die TDs geschrieben sind, zielen sie eindeutig auf ganz bestimmte Dinge ab, die die FIA gesehen hat, also müssen sie sich auf einige Leute auswirken", vermutet er.

Williams sei aber nicht das Ziel. "Im Großen und Ganzen glauben wir nicht, dass es uns sehr stark beeinträchtigt. Ein bisschen müssen wir an unseren Unterböden arbeiten, aber was die Flügel angeht, ist das keine große Sache", so Robson.

"Hoffentlich wird es einige Leute ausbremsen", erklärt er. Denn dann könnte die Nachbesserung für Williams sogar positiv sein!

Supertalent Antonelli direkt in die Formel 2?

Apropos Mercedes: Bis mindestens Ende 2025 wird man in der Formel 1 mit Lewis Hamilton und George Russell fahren. Doch auch für die Zukunft plant man bereits - unter anderem mit Andrea Kimi Antonelli.

Mercedes erwägt, den 17-jährigen Junior die Formel 3 überspringen zu lassen und direkt in die Formel 2 zu schicken. Das hängt allerdings von den verbleibenden Rennen in der Formula Regional European Championship (FRECA) ab.

Toto Wolff erklärt zurückhaltend: "Wir hoffen wohl alle, dass Andrea eine große Karriere macht. Aber es besteht immer die Gefahr, dass ein junger Fahrer zu sehr gehypt wird und nicht mehr in Ruhe arbeiten kann."

Die komplette Story findet ihr hier!

Wolff glaubt: Können Red Bull 2024 einholen

Aktuell liegt Mercedes noch recht klar hinter Red Bull - zumindest im Durchschnitt. Auf manchen Strecken ist man näher dran, auf anderen (wie zuletzt in Monza) weiter weg. Kann man die Lücke zu den Bullen 2024 also schließen?

"Ich denke, es ist möglich", sagt Toto Wolff und erklärt: "Wir müssen nur einen Schritt machen, wie ihn McLaren und Aston Martin auf einen Schlag erzielt haben." Es reiche also nicht aus, ein Update zu bringen, das zwei Zehntel liefere.

Man müsse gleich eine halbe Sekunde finden, "und dann ist man wieder im Spiel", so der Teamchef. Das wird natürlich nicht leicht, aber andere Teams haben eben vorgemacht, dass große Sprünge durchaus möglich sind.

Für 2024 schaue man sich aktuell "einige Richtungen" an, erklärt Wolff. Denn es gebe nicht nur ein Thema, das man in den Griff bekommen müsse. Vielmehr sollen mehrere Dinge und deren Zusammenspiel zum gewünschten Performancegewinn führen.

Sainz glaubte für kurzen Moment an Siegchance

Nach dieser "Breaking News" kehren wir nun langsam wieder zurück zum Tagesgeschäft und blicken noch einmal auf Monza zurück. Carlos Sainz führte den Grand Prix bis Runde 15 an - und damit länger als jeder andere Nicht-Red-Bull-Fahrer in dieser Saison.

Kurzzeitig glaubte der Ferrari-Pilot sogar, das Heimrennen seines Teams gewinnen zu können. "Ich hatte das Gefühl, dass ich das Rennen einigermaßen unter Kontrolle hatte", rekapituliert Sainz den Beginn des ersten Stints.

"Aber dann begann ich in Runde 10 bis 12 zu spüren, dass der linke Hinterreifen sehr viel früher aufgab, als ich erwartet hatte", so Sainz, der verrät: "An diesem Punkt wurde mir klar, dass ich meine Reifen wahrscheinlich zu sehr beansprucht hatte, um Max hinter mir zu halten."

Seine kompletten Aussagen könnt ihr hier nachlesen!

Noch 2021 ...

... hatten mit Red Bull, Aston Martin und Williams ja gleich drei Teams gegen die finanziellen Regeln der Formel 1 verstoßen, wobei es sich lediglich bei den Bullen um ein "echtes" Vergehen im Sinne von zu hohen Ausgaben handelte.

Welche Strafe es damals gab, das könnt ihr hier noch einmal nachlesen!

FIA-Statement

Im Statement der FIA heißt es, die "Cost Cap Administration" habe alle zehn Teams und deren Angaben "intensiv" und "detailliert" überprüft. Man habe zudem auch die Aktivitäten der Teams überwacht, die nicht mit der Formel 1 in Zusammenhang stehen.

Hier gab es ja den Verdacht, dass dort womöglich getrickst werden könnte. Man habe auch diese Dinge unter die Lupe genommen und auch mehrfach die Fabriken der Teams besucht. Verstöße wurden in keinem Fall gefunden.

Hier das komplette Statement der FIA im Wortlaut:

"The FIA confirms that its Cost Cap Administration has now completed the review of the Reporting Documentation submitted by each Competitor that participated in the 2022 FIA Formula One World Championship in respect of the 2022 Full Year Reporting Period ending on 31 December 2022."

"The FIA Cost Cap Administration has issued certificates of compliance to all of the ten Competitors."

"The review has been an intensive and thorough process, beginning with a detailed analysis of the documentation submitted by the competitors. Additionally, there has been an extensive check of any non-F1 activities undertaken by the teams, which comprised multiple on-site visits to team facilities and careful auditing procedures to assess compliance with the Financial Regulations. The FIA Cost Cap Administration notes that all Competitors acted at all times in a spirit of good faith and cooperation throughout the process."

"The FIA also notes that the Financial Regulations are essential to the long-term financial stability of the sport, and that they will continue to be developed and refined based on the findings of each review process both in terms of the regulations themselves, which are written and approved under the FIA Formula 1 governance process, and the way in which they are enforced and policed. The FIA has made and will continue to make significant investments in this department for the collective benefit of the sport."

Keine Verstöße gegen die Budgetobergrenze

Breaking News: Die FIA meldet gerade, dass man die Überprüfung der Einhaltung der finanziellen Regeln im Jahr 2022 abgeschlossen hat. Dabei hat es dieses Mal keine Verstöße gegeben. Mehr dazu gleich!

Die längsten Ferrari-Durststrecken

Apropos sieglos: Ferrari ist es in der Geschichte der Formel 1 bereits zum insgesamt 16. Mal passiert, dass man mindestens ein Jahr lang sieglos blieb. Das "Treppchen" in dieser Hinsicht sieht so aus:

#3: 2 Jahre, 2 Monate, 28 Tage zwischen Deutschland 1985 und Japan 1987
#2: 2 Jahre, 5 Monate, 26 Tage zwischen Singapur 2019 und Bahrain 2022
#1: 3 Jahre, 10 Monate, 1 Tag zwischen Spanien 1990 und Deutschland 1994

Anfang der 1990er-Jahre war man also einmal fast vier Jahre lang ohne Sieg. Dagegen ist die aktuelle Durststrecke Kinderkram ...

Mehr spannende Statistiken findet ihr in unserer großen Datenbank!

Charles Leclerc Ferrari Ferrari F1 ~Charles Leclerc (Ferrari) ~

Foto: Motorsport Images

Vasseur: Frustration bei Leclerc ist gut

Einige Beobachter haben den Eindruck, dass Charles Leclerc zunehmend frustriert über die Situation bei Ferrari ist. Kämpfte der Monegasse zu Beginn der Saison 2022 noch um den WM-Titel, ist die Scuderia inzwischen seit mehr als einem Jahr sieglos.

Teamchef Frederic Vasseur bestätigt im Podcast Beyond The Grid, dass bei Leclerc etwas "Frustration" einsetze. Er stellt klar: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Charles nach fünf Jahren in der Formel 1 nicht frustriert über die aktuellen Ergebnisse ist."

Das sei jedoch Teil der "Motivation", erklärt Vasseur und präzisiert, man könnte "nicht glücklich" mit solchen Ergebnissen sein, wenn man eigentlich gewinnen wolle. Daher müsse Frustration nicht unbedingt negativ sein.

Klar ist aber natürlich, dass alle bei Ferrari lieber gewinnen würden.

Magnussen vertraut trotz Monza-Pleite auf Haas

Wo wir gerade bei Haas sind: Für Kevin Magnussen endete ein "schrecklicher" Italien-Grand-Prix auf dem 18. und letzten Platz. Der Däne qualifizierte sich nur als 19. und war einer von nur drei Fahrern, die das Risiko eingingen, auf den harten statt auf den Medium-Reifen ins Rennen zu gehen.

Doch während Lewis Hamilton (Mercedes) und Valtteri Bottas (Alfa Romeo) diese Strategie nutzen konnten, um starke Rennen zu fahren und Punkte zu sammeln, bildete Magnussen noch hinter seinem Teamkollegen Hülkenberg das Schlusslicht.

Die Absicht war, einen langen ersten Stint auf den harten Reifen zu fahren und erst spät zu stoppen. Wegen mangelnder Haftung musste Magnussen jedoch bereits in Runde 12 an die Box, was ihn zu zwei Stopps zwang und sein Rennen praktisch ruinierte.

"Es hätte möglich sein sollen, aber wir hatten einfach überhaupt keinen Grip", erklärt Magnussen. "Die Balance am Auto hat auch einfach nicht gepasst, weil wir den Frontflügel nicht richtig einstellen konnten. Und das hat uns wirklich bestraft."

Warum Magnussen das Vertrauen in Haas trotzdem nicht verliert, das erfahrt ihr hier!

Glock: Verständnis für harte Hülkenberg-Worte

"Wir sind unterirdisch im Vergleich zur Konkurrenz." So deutlich sprach Nico Hülkenberg nach dem Monza-Rennen über den Haas VF-23. Experte Timo Glock hat Verständnis für diese harten Worte seines Landsmanns.

In seiner Kolumne für Sky schreibt Glock: "Was Nico Hülkenberg angeht: hat man keine Resultate im Windkanal? Man müsste Günther Steiner fragen, wieso man keine großen Updates bringt, und Hülkenberg kritisiert das zurecht."

"Er will nach vorne und sieht, dass es momentan Stillstand gibt. Da ist es absolut sein Recht, dem Team gegenüber das klar zu äußern", findet Glock. Hülkenberg hatte Haas in Monza als "nicht punktewürdig" bezeichnet.

Sieht man vom Sprint in Spielberg einmal ab, schaffte es Haas seit dem Rennen in Miami Anfang Mai nicht mehr in die Punkte.

Welche Plätze für 2024 sonst noch frei sind, ...

... das erfahrt ihr übrigens in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: Die Vertragslaufzeiten der aktuellen Formel-1-Fahrer Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Guanyu Zhou (China) ist nur für 2023 gesetzt bei Alfa Romeo, nachdem er eine Vertragsverlängerung über ein Jahr erhalten hat.

Drugovich bei Sauber auf der Liste?

Mehrere Medien haben am Wochenende darüber berichtet, dass Aston-Martin-Ersatzpilot Felipe Drugovich bei Sauber auf der Liste für 2024 stehen soll. Dort ist bislang ja lediglich Valtteri Bottas bestätigt.

Guanyu Zhou kämpft aktuell noch um sein Cockpit und sammelte zuletzt nicht unbedingt die besten Argumente für eine Weiterbeschäftigung. Im Rennduell gegen Bottas steht es aus seiner Sicht seit Silverstone 0:5.

Daher ist es keine Überraschung, dass jetzt über mögliche Alternativen spekuliert wird. Und da taucht seit diesem Wochenende neben Sauber-Junior Theo Pourchaire, der vor dem Titelgewinn in der Formel 2 steht, eben auch Drugovichs Name auf.

Was womöglich gegen Pourchaire spricht: Er befindet sich bereits in seiner dritten Formel-2-Saison - eigentlich schon zu lange. Auf der anderen Seite gewann aber auch Drugovich den Formel-2-Titel erst im dritten Jahr.

Dafür würde der Brasilianer jetzt schon ein Jahr Formel-1-Erfahrung mitbringen, wenn auch nur auf der Ersatzbank bei Aston Martin. Es wird auf jeden Fall spannend!

Wäre ein Ferrari-Sieg möglich gewesen?

Dieser Frage gegen wir in unserem neuen Video auf den Grund! Kevin Herrmann taucht tief ein in die Daten und klärt die letzten offenen Fragen zum Rennen in Monza: Wie nah dran war Ferrari wirklich an Red Bull? Was war die beste Strategie?

Warum waren Mercedes und Aston Martin so weit weg von den Topteams und wie sieht das Drama von Haas mit Hülkenberg in Zahlen aus? Die Analyse des Formel-1-Rennens in Italien ist ein Muss für jeden Fan!

Die Daten - und Strategieanalyse führt Kevin Hermann mit Tools unseres Technologiepartners PACETEQ durch.

Sargeant: Langsameres Auto als Albon

Dave Robson von Williams erklärt, dass ein Direktvergleich zwischen Alexander Albon und Logan Sargeant in Monza nicht ganz fair sei, denn der US-Amerikaner sei mit einem Frontflügel gefahren, der eine etwas ältere Spezifikation gehabt habe.

"Außerdem ist seine Powerunit älter", betont Robson und erklärt: "Sein Auto ist wahrscheinlich eine oder zwei Zehntelsekunden langsamer als das von Alex." Doch selbst mit diesem Malus war Sargeants Leistung noch immer schwach.

Denn im Qualifying war er in Q2 fast sieben Zehntel langsamer als Albon. Selbst wenn man davon jetzt noch einmal zwei Zehntel für das Material abzieht, fehlte ihm am Samstag noch immer fast eine halbe Sekunde auf den Teamkollegen.

Robson betont allerdings, das habe vor allem daran gelegen, dass Sargeant mit den Medium-Reifen Probleme gehabt habe, denn in Q1 lag er auf den harten Pneus "nur" knapp drei Zehntelsekunden hinter Albon.

Das bringt aber natürlich auch nichts, wenn man es dann im entscheidenden Moment nicht zusammenbringt. Dementsprechend ist auch seine Redaktionsnote bei unserer Fahrerbewertung am Wochenende ausgefallen:

Fotostrecke: Monza: Die Fahrernoten der Redaktion Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Lance Stroll (5): Ja, er verpasste am Freitag beide Trainings. Trotzdem ist das keine Entschuldigung dafür, im Rennen nur 16. und im Qualifying sogar Letzter zu werden. Auch der Aston Martin war in Monza nicht gut, aber der Teamkollege zeigte, dass die Top 10 am Samstag und Sonntag möglich waren.

Sieglos in Singapur

Zehn Rennen in Folge hat Max Verstappen inzwischen gewonnen und damit einen neuen Formel-1-Rekord aufgestellt. Was der Konkurrenz für das kommende Rennen aber Hoffnung machen könnte: In Singapur hat er bislang noch nie gewonnen!

2018 und 2019 stand er zwar jeweils auf dem Podium, für ganz vorne reichte es allerdings noch nie. Auch eine Pole holte er auf dem Straßenkurs noch nicht. Zumindest also vielleicht eine kleine Hoffnung für die Konkurrenten.

Kann man übrigens alles in unserer großen Datenbank nachlesen!

Todestag

Heute vor 53 Jahren verunglückte Jochen Rindt tödlich beim Training zum Großen Preis von Italien 1970 in Monza. Obwohl die letzten vier Saisonrennen damit ohne den Österreicher stattfanden, wurde Rindt am Ende des Jahres Weltmeister.

Bis heute ist er damit der einzige Formel-1-Fahrer, der postum den WM-Titel gewann. Impressionen aus seinem Leben findet ihr in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: Jochen Rindt: Impressionen aus dem Leben eines Formel-1-Popstars Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Mit Zigarette im Mund: So kannte man Jochen Rindt, der nicht umsonst den Beinamen "James Dean der Formel 1" bekam. Sein Mythos lebt auch mehr als 50 Jahre nach dem Tod des gebürtigen Mainzers weiter.

Wann wird Verstappen Weltmeister?

Inzwischen ist die Frage eigentlich nicht mehr, "ob" Max Verstappen in diesem Jahr wieder Weltmeister wird, es geht eigentlich nur noch um das "wann". Und dazu haben wir einige Leserfragen bekommen.

Wann kann Verstappen zum Beispiel frühestens Weltmeister werden? Obwohl er aktuell 145 Punkte Vorsprung auf seine Verfolger hat, kann er den Sack beim kommenden Rennen in Singapur noch nicht zumachen.

Selbst bei einem Sieg inklusive schnellster Runde und einer gleichzeitigen Nullnummer von Teamkollege Sergio Perez würde er Singapur "nur" mit einem Vorsprung von 171 Zählern verlassen.

Nach Singapur stehen aber noch sieben Rennen und drei Sprints an, macht also noch insgesamt 206 zu vergebende Punkte. Weltmeister könnte er damit frühestens in Suzuka werden.

Folgenden Vorsprung bräuchte Verstappen nach dem jeweiligen Rennen, um als Weltmeister festzustehen:

Japan: 180 Punkte
Katar: 146 Punkte
USA: 112 Punkte
Mexiko: 86 Punkte
Brasilien: 52 Punkte
Las Vegas: 26 Punkte

Übrigens: Selbst wenn Verstappen ab jetzt in allen Rennen und Sprints nur noch Fünfter(!) werden sollte, wäre er am Ende Weltmeister - selbst wenn sein Teamkollege alle Rennen mit der schnellsten Runde gewinnen würde.

In dem Szenario würde Perez nämlich "nur" 140 Zähler auf Verstappen aufholen. Damit wäre der Niederländer am Ende noch immer fünf Zähler vorne.

Piastri kommt näher heran

Tatsächlich gibt Glock ein Blick auf die nackten Zahlen recht, wobei das Rennen in Spa ein kleiner Wendepunkt im internen McLaren-Duell gewesen zu sein scheint. Vorher lag Norris im Qualifyingduell nämlich klar mit 10:1 gegen Piastri vorne.

Seit Belgien steht es in dieser Hinsicht aber 2:1 für den Rookie, dazu konnte dieser auch den Sprint in Spa gegen Norris "gewinnen". Lediglich im Rennduell hat Norris die Nase weiterhin vor seinem Teamkollegen.

Die komplette Übersicht findet ihr hier!

Kommt es bei McLaren bald zu Spannungen?

Das kann sich zumindest Experte Timo Glock vorstellen. In seiner neuen Kolumne für Sky schreibt er: "Bei Lando Norris ist mir schon mehrere Rennen aufgefallen, dass er am Funk genervt ist oder genervt rüberkommt."

"Ob er das so meint, weiß man in der Hitze des Gefechts nie. Aber es ist ein Thema, weil er jetzt einen Teamkollegen hat, der ihm ein bisschen Druck macht und auf seinem Niveau fährt", hat der ehemalige Formel-1-Pilot beobachtet.

"Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, weil Oscar Piastri näher rankommt und auch seine Chancen möchte. Ich kann verstehen, dass er da seinen Unmut preisgibt, indem man ihn [in Monza] strategisch hinter Norris gesetzt hat", so Glock.

Seine Vermutung: "Man kann darauf warten, dass es etwas unruhiger wird bei McLaren."

Apropos Rekorde ...

Wo steht eigentlich Mercedes im Vergleich zu Red Bull, wenn es um die meisten Formel-1-Siege in Serie geht? Die Antwort darauf findet ihr in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: Die längsten Siegesserien von Formel-1-Teams Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

8 Siege: McLaren von Großbritannien 1984 bis Brasilien 1985 - Im teaminternen Zweikampf um die WM ließen Niki Lauda und Alain Prost 1984 nichts anbrennen. Sie machten die letzten sieben Saisonrennen unter sich aus - und Lauda gewann um einen halben Punkt. Prost siegte auch zum Auftakt '85, bevor Ayrton Senna im Lotus die Strähne beendete.

Brundle "enttäuscht" von Hamilton und Wolff

Wir hatten ja bereits gestern einen großen Artikel, in dem diverse Aussagen aus dem Mercedes-Lager für viele etwas danach klingen, dass man Max Verstappen und Red Bull die aktuellen Erfolge irgendwie nicht so richtig gönnt.

Diesen Eindruck hat auch Martin Brundle. In seiner Kolumne für Sky lobt er Verstappens Leistungen und schreibt: "Daher war ich ein wenig überrascht und enttäuscht, dass Lewis Hamilton und Toto Wolff diese Leistung am Wochenende herunterspielten."

Der Ex-Formel-1-Pilot und heutige TV-Experte erklärt, Mercedes selbst habe schließlich auch "Ehrfurcht und Wertschätzung" erfahren, als man die Königsklasse zwischen 2014 und 2020 dominiert habe.

Brundle schreibt allerdings auch: "Gleichzeitig werden Max und Red Bull zweifellos über einige Handlungen und Worte in der Vergangenheit nachdenken, die ihre derzeitige Wertschätzung in einigen Kreisen geschmälert haben."

Oder anders gesagt: Die fehlende Wertschätzung könnte sich Red Bull seiner Meinung nach mit einigen Aktionen in der Vergangenheit auch selbst eingebrockt haben. Konkrete Beispiele nennt er allerdings nicht.

Auf ein Neues!

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Newstickers. Die Königsklasse macht am nächsten Wochenende erst einmal Pause, aber die Themen gehen uns auch in den kommenden Tagen sicher nicht aus.

Der Große Preis von Italien hat schließlich genug Geschichten geliefert, dazu gibt es hier im Ticker in den kommenden Stunden wieder den gewohnten Mix aus News und Unterhaltung aus der großen Welt der Königsklasse.

Ruben Zimmermann begleitet euch auch heute durch den Tag. Bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube, und für Fragen steht euch zudem unser Twitter-Hashtag #FragMST zur Verfügung. Auf geht's!

Hier gibt es unseren gestrigen Ticker noch einmal zum Nachlesen!

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