Formel-1-Liveticker: Mercedes: Darum kam es zum Chassis-Wechsel

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Status: Beendet
17:15

Bis morgen!

Wir sind am Ende des heutigen Formel-1-Livetickers angekommen! Maria Reyer bedankt sich recht herzlich für dein Interesse und wünscht nun eine gute Nacht. Ich würde mich freuen, wenn Du morgen wieder reinschaust!

17:12

Video: Leclerc vs. Räikkönen in Runde 50!

Ein ehemaliger Ferrari-Weltmeister gegen die große Ferrari-Hoffnung, dieses Duell hat sich heute tatsächlich in Runde 50 abgespielt. Kimi Räikkönen wollte allerdings doch ein wenig zu viel in seinem Alfa Romeo ...

17:09

Alonso: "Wollte Esteban nicht aufhalten"

Von einem Fahrer aus den Top 10 haben wir noch nichts gehört: Fernando Alonso. Der Spanier konnte die Ehre von Alpine verteidigen und beim Heimrennen auf P8 noch ein paar Pünktchen mitnehmen. "Ich bin von Platz neun gestartet und auf Platz acht ins Ziel gefahren. Das Rennen haben wir heute gut ausgeführt. Wir konnten vor beiden Ferraris und Aston Martin ins Ziel kommen."

Was ihn besonders stolz macht, sind seine Rennstarts. "Das ist seit 20 Jahren eine meiner Stärken!", betont der zweimalige Weltmeister. Er fühle sich nun schon wohler im Auto, dadurch gelingen auch die Starts besser. "Danach fällt man langsam zurück auf die verdiente Position. Das war im ersten Stint zwischen P10 und P11, im zweiten Stint zwischen P8 und P9."

Am Boxenfunk konnte man auch eine Diskussion über eine Teamorder bei Alpine hören, da Alonso auf den Mediums Schwierigkeiten hatte. Er ging schließlich in Runde 18 an die Box, Esteban Ocon erst in Runde 28. "Wir sind auf anderen Reifen gestartet, daher gab es die Chance, dass wir aufeinandertreffen würden." Alonso gibt zu: "Ohne Esteban hinter mir hätte ich ein paar Runden später stoppen können. Aber wir wollten ihn nicht aufhalten."

16:50

Gasly: "Ich bin ein fairer Racer"

"Das war hartes Racing", kommentiert Gasly das Duell mit Norris. "Man kann nicht erwarten, dass man einfach außen vorbeifahren kann, und sich der andere Kerl nicht verteidigt. Ich habe versucht, sauber zu verteidigen. Das ist eine wirklich schwierige Kurve, sehr langgezogen", gibt er zu bedenken.

"Außerdem hat man dort Rückwind, daher ist es schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten." Gasly betont außerdem: "Ich denke, ich bin ein fairer Racer. In der nächsten Runde haben wir uns wieder duelliert. Das ist Racing." Mit Platz sieben beim Heimrennen ist er zufrieden. "Wir waren heute das viertbeste Auto hinter Mercedes, Red Bull und McLaren."

16:45

Norris über Gasly: Hat es ein wenig übertrieben

Das Duell der beiden McLaren-Fahrer sollte nicht der einzige Zweikampf sein, über den sich der Brite am Boxenfunk beschwert. Denn nach einem schlechten Start und einem langen ersten Stint, jagte er die Mittelfeld-Konkurrenz ab Runde 24 auf frischen harten Reifen.

Er flog förmlich durchs Feld, und duellierte sich unter anderem auch mit Pierre Gasly im AlphaTauri. "Ich bin vor ihm ins Ziel gekommen, daher bin ich glücklich. Aber ich denke, er war ein bisschen zu energisch unterwegs. Man kann sicherlich sagen, dass es ein 'Racing Incident' war, aber er hat mich ganz schön abgedrängt. Dass er dabei selbst auch noch von der Strecke abkam, hat gezeigt, dass er es übertrieben hat."

16:36

Norris über Ricciardo: "Was macht Daniel da?"

In Kurve 4 kamen sich die beiden McLaren-Piloten zu Rennbeginn für Lando Norris' Geschmack ein wenig zu nahe. Ricciardo drängte ihn von der Strecke. "Ich würde sagen, das war Racing", meint er zunächst darauf angesprochen. Am Boxenfunk klang das ein wenig anders. ("Was macht Daniel da? Er lässt mir überhaupt keinen Platz!")

"Das war energisches Racing. Er hätte mich nicht so [abdrängen] müssen. Aber nichts gegen Daniel. Wir sind einfach Rennen gefahren." Norris gibt auch zu, dass er wohl das Gleiche in Ricciardos Position gemacht hätte. "Ich war nur auf dem Randstein. Wäre es Asphalt gewesen, hätte ich mich nicht beschwert." Er wolle sich darüber auch gar nicht beschweren, werde aber mit seinem Teamkollegen darüber reden.

16:26

Ricciardo: "Kann mich gar nicht mehr an alles erinnern!"

"Das hat Spaß gemacht!" So lautet das Fazit beim schärfsten Ferrari-Rivalen heute: McLaren. Daniel Ricciardo kam schon am Start gut weg und zeigte ansprechende Überholmanöver. "Ich kann mich gar nicht mehr an alles erinnern. Das ist normalerweise ein gutes Zeichen, denn das heißt, dass viel passiert ist", grinst der Australier.

Er freut sich besonders, dass er ein paar Duelle ausfechten konnte, das sei eine Genugtuung. "Ich war schon ein wenig neidisch, als ich der Formel 3 dieses Wochenende zugesehen habe, um ehrlich zu sein. Die Rennen waren so aufregend!" Er hatte gehofft, ein ebenso aufregendes Rennen fahren zu können - und "in gewissen Momenten" sei es dann auch so gekommen.

Schon am Start hat er es auf der Außenbahn versucht - er habe aus seinem Start von 2019 gelernt, schildert er. Dass Ricciardo am Ende hinter Teamkollegen Lando Norris auf P6 ins Ziel kam, frustriere ihn nicht. Denn insgesamt habe er sich "viel besser" gefühlt auf der Bremse, das Selbstvertrauen komme nun schön langsam zurück. Nur das Wochenende in Spanien sei noch ein wenig besser gewesen.

16:17

Binotto: Warum am Freitag noch alles besser aussah

Was hat der Ferrari-Teamchef zu dieser enttäuschenden Leistung zu sagen? "Nicht sehr viel", meinte Mattia Binotto zunächst im Medienbriefing am Abend. Dann dauerte es aber doch ein wenig länger, schließlich wollten alle wissen, warum die Scuderia heute dermaßen schlecht abgeschnitten hat.

"Wir waren nicht in der Lage, die Reifen richtig zum Arbeiten zu bringen. Die Performance ist strikt auf die Reifen zurückzuführen." Carlos Sainz ergänzt: "Wir haben ein zu schmales Arbeitsfenster für die Vorderreifen." Die schnellen Kurven haben dem Ferrari in Le Castellet ebenso wenig geholfen, die haben den Reifen viel abverlangt.

Binotto musste auch zugeben, dass Ferrari eine solche Leistung am Freitag nicht erwartet habe. "Heute war die Strecke langsamer, hatte weniger Grip. Vielleicht hat der Regen die Strecke 'grüner' gemacht. Dadurch hatten wir weniger Grip, sind mehr gerutscht, wodurch Graining entsteht."

Was kann Ferrari nun machen, um das Problem in den Griff zu kriegen? "Wir können die Situation vielleicht verbessern, aber nicht lösen. Dazu bräuchte es schon Änderungen an der Hardware, den Felgen zum Beispiel, das ist per Reglement aber nicht möglich."

15:58

Leclerc: "Eines der schwierigsten Rennen meiner F1-Karriere"

Sainz' Teamkollegen Charles Leclerc hat es noch ärger erwischt. Der Monegasse ging als erster Pilot schon in Runde 14 an die Box. Auch er berichtet von enormen Problemen mit den Reifen.

"Das Graining und der Verschleiß der Vorderreifen war doppelt so hoch wie bei unserer Konkurrenz." Es sei offensichtlich gewesen, dass der Ferrari große Schwächen im Umgang mit den Reifen aufweise. "Das war eines der schwierigsten Rennen in meiner gesamten Formel-1-Karriere", gesteht er.

"Die ersten fünf oder sechs Runden auf den Reifen waren immer ganz okay, da waren wir konkurrenzfähig. Doch danach haben sie massiv abgebaut, obwohl wir versucht haben, sie zu schonen." Den zweite Stopp in Runde 38 habe man versucht, weil Punkte heute sowieso nicht in Reichweite waren.

15:43

Sainz: Vom ersten Tag an hatten wir ein Problem

Ein Platz hat gefehlt, sonst wäre George Russell im Williams tatsächlich auch noch vor dem zweiten Ferrari-Fahrer, Carlos Sainz, gelandet. Was war heute bei der Scuderia los? Von den Startplätzen fünf und sieben ging es in 53 Runden nur rückwärts auf die Positionen elf und 16!

"Vom ersten Tag an, als ich zum Team gekommen bin, war klar, dass im Rennen etwas falsch läuft", ist Sainz enttäuscht nach dem Rennen. "Wir müssen verstehen, was wir falsch machen im Rennen, denn ganz klar machen wir etwas sehr falsch, wenn wir bei diesen Bedingungen so langsam sind."

Das Grundübel (wieder einmal): die Reifen. "Wenn man so eine schlechte Pace und so viel Verschleiß und Graining und alles hat, dann kann man keine Strategie ausführen." Er habe auf dem Medium-Reifen zumindest bis Runde 17 durchgehalten, das sei schon "ein Wunder" gewesen. "Ich konnte zwar nur einen Stopp machen, war aber sehr langsam."

15:30

Russell: "Das beste Rennen" mit Williams

Jetzt wollen wir natürlich auch gleich hören, was George Russell selbst zu diesem großartigen Ergebnis zu sagen hatte. "Das war ein tolles Rennen. Ich konnte ein paar gute Überholmanöver zeigen, am Ende ein wirklich schönes gegen Tsunoda. Wir konnten vor den Alfas, vor Ocon und Tsunoda ins Ziel fahren auf P12. Ich würde fast so weit gehen und sagen, das war wohl das beste Rennen [mit Williams]."

Er ging nach einem misslungenen Start sehr früh an die Box und konnte in einem langen zweiten Stint auf den harten Reifen Position um Position aufholen.

15:24

Steiner: Williams-Ergebnis gibt ihm Zuversicht

Apropos George Russell und Williams! Ein Leser hat mir vorhin schon geschrieben, dass wir heute unbedingt noch die tolle Leistung des Briten hier erwähnen sollen. Bitteschön ;-)

Auch Haas-Teamchef Günther Steiner zieht den Hut: "George hat einen guten Job gemacht. Er konnte sich auf Platz zwölf schieben und uns in der Weltmeisterschaft überholen. Aber wer hätte vor einer oder zwei Wochen noch gedacht, dass ein Williams auf P12 landet, vor einem Ferrari oder zwei Alfa Romeos?"

Er zollt Williams für dieses Ergebnis Respekt und betont: "Das muss man respektieren, weil das heute unter Umständen gemacht wurde, wo nicht zehn Autos ausgefallen sind. Jeder ist ins Ziel gekommen. Das gibt mir auch die Zuversicht, meinen Jungs sagen zu können: 'Alles ist möglich!'"

15:18

Steiner: "Das war hartes Racing, aber nicht unfair"

Und was sagt der Teamchef zu der Szene? Das wurde Günther Steiner heute am Abend natürlich in seiner Medienrunde auch gefragt. Zunächst betont er, dass er die Szene nicht genau sehen konnte. Danach erklärt er: "Ich habe mit beiden gesprochen. Ich denke, unter diesen Umständen war es einfach hartes Racing. Es war nicht unfair."

Schumacher wollte gerade an Williams-Fahrer George Russell vorbei, musste zurückstecken und das habe sein Teamkollege ausgenutzt.

15:12

Ralf Schumacher: Masepin scheint "überfordert"

Sky-Experte Ralf Schumacher hat zu der Szene zwischen den Haas-Piloten eine ganz andere Meinung. "Ich muss sagen: Die einzige Entschuldigung, die ich habe, ist, dass er absolut überfordert ist." Masepin sei viel zu schnell in die Kurve reingefahren und habe seinem Neffen keinen Platz gelassen.

"Es ist Gottseidank nichts passiert, weil Mick reagiert und in den Spiegel schaut, sonst sind beide draußen. Da muss dann schon auch mal der Teamchef irgendwann was sagen, was er will, was er nicht will - auch wenn Papa [Masepin] die größte Rechnung bezahlt. Das nutzt ja alles nichts, wenn beide draußen sind."

15:08

Masepin über Schumacher-Duell: "Das ist normal"

Wir schauen jetzt noch einmal ans Ende des Feldes. Denn zwischen den beiden Haas-Rookies hätte es fast schon wieder gekracht. Nikita Masepin hat seinen Teamkollegen Mick Schumacher diesmal im direkten Duell in die Auslaufzone geschickt, der Deutsche war darüber alles andere als erfreut (siehe weiter unten).

Was sagt der Russe selbst zu dem Duell? "Ich denke, das ist ganz normal. Wenn du hinten bist, dann ergeben sich solche Chancen nicht sehr oft. Da hat sich eine Lücke aufgemacht und ich habe sie wahrgenommen." Am Ende konnte er den Platz allerdings nicht halten.

15:03

Rosberg: "Man kann Bottas schon loben ..."

"Prinzipiell kann man den Bottas schon loben für sein Wochenende", findet auch Nico Rosberg bei 'Sky'. Sein Nachfolger bei Mercedes sei ein "starkes Rennen gefahren von der Pace her". Das dürfe man nicht vergessen. Dennoch übt der Weltmeister von 2016 auch Kritik.

"Ich würde Bottas für das Duell mit Verstappen schon hart kritisieren, weil - okay, viel konnte er da nicht machen, aber trotzdem, er hat es ganz schlecht gemacht. Total unnötig so zugemacht, völlig verbremst und Verstappen hat fast gar keine Zeit verloren." Eine Sekunde hätte womöglich schon einen Unterschied ausgemacht am Ende, glaubt Rosberg.

14:54

Lob für Bottas: "Hat ein gutes Rennen abgeliefert"

Obwohl er das Podium heute verpasst hat, gibt es für Valtteri Bottas lobende Worte vom Teamchef. "Ich denke, er hat heute ehrlich gesagt ein gutes Rennen abgeliefert, weil er war lange Zeit im Rennen vorne mit Lewis und Max. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung", analysiert Toto Wolff.

Wo er noch Verbesserungsspielraum im Vergleich zu Teamkollegen Lewis Hamilton sieht: beim Reifenmanagement. "Das werden wir uns im Detail in den nächsten Tagen anschauen. Aber das war wirklich ein Fortschritt, wie er das Rennen angegangen ist. Im Qualifying hatten wir sowieso nie Zweifel."

Bottas' Resümee klingt weniger euphorisch: "Die Pace war okay, aber zumindest konnte ich Punkte sammeln - denn ich kann mich gar nicht mehr ans letzte Mal erinnern, als ich ein paar Punkte geholt habe." Wir schon: Mit P3 in Spanien.

14:48

Pirelli: Linker Vorderreifen war heute das Problem

Viele Fahrer haben wir heute nach dem Rennen über den hohen Verschleiß der Reifen sprechen hören. Wo lag das Problem, Mario Isola? "Das Problem war heute vor allem das Graining auf dem linken Vorderreifen. Denn heute Vormittag war die Strecke aufgrund des Regens 'grün' und die Temperaturen waren viel niedriger."

Der Grip wurde praktisch von der Strecke gespült vor dem Rennen, daher waren auch all die Daten, die die Teams am Freitag im zweiten Freien Training im Longrun gesammelt haben, unbrauchbar.

14:42

Bottas: "Ich konnte schon die Karkasse sehen!"

Noch einmal zurück zu einem sehr verärgerten Valtteri Bottas. Der Finne hat meinem Kollegen Adam Cooper vor Ort nach dem Rennen aus seiner Sicht geschildert, was da heute schiefgelaufen ist. "Ich war einer der Ersten, der an die Box gekommen ist und auf harte Reifen umgesteckt hat." Dieser Stopp habe sein ganzes Rennen zunichte gemacht.

Warum konnte er dadurch nicht an Max Verstappen vorbeigehen? Immerhin haben wir heute gesehen, wie mächtig der Undercut war. "Ich denke, ich war noch zu weit von Max entfernt. Ich war vor dem Boxenstopp nicht nahe genug an ihm dran. Es hat sogar besser funktioniert als erwartet, denn wir dachten nicht, dass der Undercut so eine Wirkung haben würde."

Im zweiten Stint kämpfte er vor allem mit dem Verschleiß am linken Vorderrad. "In den letzten zehn, 15 Runden war kein Gummi mehr übrig, ich konnte schon die Karkasse sehen!" Auch mit Graining hatte er zu kämpfen. "Wir dachten, der harte Reifen würde viel besser halten."

14:23

Video: Der Undercut aus zwei Perspektiven

In Runde 20 ging Max Verstappen an Lewis Hamilton vorbei, dank eines Undercuts seiner Mannschaft. Wie sich die Szene für die beiden WM-Rivalen zugetragen hat, kannst Du in diesem Video sehen!

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