Charles Leclerc: Überholen sollte kein Problem sein

Prozession oder Spektakel, was erwartet die Formel-1-Fahrer bei der Premiere in Saudi-Arabien? Die Meinungen darüber gehen auseinander

Charles Leclerc: Überholen sollte kein Problem sein
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Bietet die neue Formel-1-Strecke in Dschidda jede Menge Action oder wird das Rennen in Saudi-Arabien aufgrund der vielen schnellen Kurven eher zu einer Prozession? Bei Ferrari-Pilot Charles Leclerc regiert nach einigen Einheiten im Simulator auf jeden Fall die Vorfreude.

"Es wird eine Herausforderung. Aber die Strecke sieht sehr interessant aus. Ich mag schnelle Kurven, ich mag Stadtkurse, hoffentlich gefällt mir auch die Kombination daraus. Im Simulator sah es auf jeden Fall ziemlich knifflig aus", sagt Leclerc.

Über eine beträchtliche Anzahl an Überholmanövern im Rennen macht er sich aufgrund der vielen DRS-Zonen aber keine Sorgen. "Es gibt viele DRS-Zonen und die sind sehr, sehr lang. Ich denke, ein Drittel der Strecke wird mit DRS durchfahren, daher glaube ich nicht, dass Überholen so kompliziert wird, wie wir es von Stadtkursen gewohnt sind", meint der 24-Jährige.

Alonso widerspricht Leclerc: Auch DRS-Zonen helfen nicht

Ganz anders sieht Fernando Alonso das Thema. Der Katar-Dritte rechnet im Gegensatz zu seinem Kollegen trotz der DRS-Sektionen nicht mit vielen Überholmanövern. "Wie auf allen Straßenkursen wird es schwierig sein, dem Vordermann zu folgen. Und dann wird es schwierig, zu überholen. Selbst mit den drei DRS-Zonen wird es ein kompliziertes Rennen, was Überholmanöver betrifft", sagt der Spanier.

Einig sind sich die Fahrer darüber, dass die Charakteristik der Strecke nahezu einzigartig ist verglichen mit allen anderen Kursen, auf denen die Piloten normalerweise unterwegs sind. "Für uns Fahrer wird es eine Herausforderung. Die Geschwindigkeiten sind sehr hoch, dazu die Mauern. Es gibt keinen Platz für Fehler. Es wird schwierig, aber ich freue mich darauf", sagt Leclerc.

Im Simulator selbst habe der Monegasse nach ein bisschen Eingewöhnungszeit direkt Gefallen an der Strecke gefunden. Rein sportlich geht es für Ferrari um fast nichts mehr, es müsste aus Sicht der Scuderia schon mit dem Teufel zugehen, sollten die 39,5 Punkte Vorsprung in der Konstrukteurs-WM auf McLaren in nur zwei Rennen noch verspielt werden.

Ricciardo: Dschidda ein bisschen wie Macau

Allerdings erwartet Leclerc das britische Team in Saudi-Arabien deutlich stärker als zuletzt. "Es wird schwierig, ich habe das Gefühl, dass sie ein starkes Wochenende haben werden", sagt er.

Daniel Ricciardo fühlt sich beim Blick auf das, was in Saudi-Arabien von den Autos verlangt wird, ein wenig an das mit Abstand beste Wochenende des Teams in dieser Saison zurückerinnert. "Es dürfte Spaß machen. Das Set-up dürfte wie in Monza sein, die Strecke ist aber ganz anders", sagt der Australier, der in Italien einen Doppelsieg für McLaren anführte.

Bei der Suche nach einer vergleichbaren Strecke tut sich der 32-Jährige wie alle anderen auch schwer, wird aber dann doch fündig - allerdings nicht bei einem anderen Formel-1-Kurs. "Einige Bereiche erinnern mich an Macau. Es ist schon länger her, dass ich dort war, aber das ist ein Highspeed-Stadtkurs. Es gibt auch Elemente in Baku, aber eher nur der letzte Teil", sagt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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