Formel 1
Formel 1
17 Juli
Event beendet
14 Aug.
Nächstes Event in
8 Tagen
28 Aug.
Nächstes Event in
22 Tagen
04 Sept.
Nächstes Event in
29 Tagen
R
Mugello
11 Sept.
Nächstes Event in
36 Tagen
25 Sept.
Nächstes Event in
50 Tagen
R
Nürburgring
09 Okt.
Nächstes Event in
64 Tagen
23 Okt.
Nächstes Event in
78 Tagen
31 Okt.
Nächstes Event in
86 Tagen
Details anzeigen:

Cyril Abiteboul: Warum die Formel E für Hersteller nicht attraktiv ist

geteilte inhalte
kommentare
Cyril Abiteboul: Warum die Formel E für Hersteller nicht attraktiv ist
Autor:
26.03.2020, 15:47

Renault-Sportchef Cyril Abiteboul erklärt, weshalb seine Marke gar kein Interesse an einem Engagement in der elektrischen Formel E hat

"Es ist ein Risiko. Ein sehr großes Risiko sogar." Das sagt Renault-Sportchef Cyril Abiteboul über einen möglichen (Wieder-) Einstieg in die Formel E - und warum seine Marke gar nicht mit dem Gedanken spielt, der elektrischen Rennserie beizutreten.

Aber warum wäre das ein "Risiko" für einen Hersteller wie Renault? Abiteboul erklärt bei 'Autocar', dass es eines werden könnte, "wenn du nicht dazu in der Lage wärst, auf entsprechendem Niveau zu fahren".

Soll heißen: Ein Formel-E-Engagement ergebe nur Sinn, sofern eine Marke dort auch konkurrenzfähig sein und um Spitzenergebnisse fahren könne.

Auf das Podium oder besser sein lassen ...

"Wir sind schon in der Formel 1 und es gibt kritische Stimmen, weil wir vergangenes Jahr nicht dazu in der Lage waren, um P4 zu kämpfen", sagt Abiteboul. In der Formel E bräuchte es aus seiner Sicht offenbar noch viel bessere Ergebnisse.

Eben solche hat Renault in der Formel E schon erreicht: Mit Partnerteam e.dams gewann der Hersteller ab 2014/15 drei Markentitel, dazu 2015/16 mit Sebastien Buemi auch den Fahrertitel. Zur Saison 2018/19 übergab Renault seinen Startplatz dann an Konzernschwester Nissan.

In der Formel 1 2020 hofft der Renault-Sportchef auf eine Formsteigerung. Mindestens P4 in der Gesamtwertung soll her. "Das sollte dieses Jahr möglich sein", meint Abiteboul.

Renault will keine vollelektrische Formel 1

"Und das wäre schon eine Leistung. Denn es gibt viele Marken, auch einige gut finanzierte Traditionsmarken, die sich gerade aufgrund dieses Risikos nicht in die Formel 1 trauen." Namen nennt Abiteboul allerdings nicht.

Stattdessen erteilt er einer möglichen vollelektrischen Formel 1 eine Absage: "Für mich ist das kein Schritt, [den die Formel 1 gehen sollte]. Wir brauchen schließlich genug Energiedichte, um im Höchstleistungsbereich ein 300 Kilometer langes Rennen zu fahren. Derzeit gibt es keine Batterietechnologie, die eine solche Energiedichte bereitstellen könnte."

Renault setze ohnehin verstärkt auf Plug-in-Hybride. Dahin müsse die Entwicklung gehen, sagt Abiteboul weiter. "Elektrifizierung und Verbrennungsmotor ergänzen sich, sie stehen nicht miteinander im Wettbewerb."

So oder so: Die Formel 1 könnte auf absehbare Zeit gar nicht vollelektrisch werden, selbst wenn sie es wollte. Denn die Formel E hat vom Automobil-Weltverband FIA eine exklusive Lizenz erhalten - für 25 Jahre, bis einschließlich 2039. Und das auch nur, wenn diese Lizenz nicht noch verlängert wird.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Vor geplantem Formel-E-Finale: Londoner ExCeL-Centre wird Coronalazarett

Vorheriger Artikel

Vor geplantem Formel-E-Finale: Londoner ExCeL-Centre wird Coronalazarett

Nächster Artikel

Coronavirus-Ticker: Aktuelle Absagen in F1, MotoGP und Motorsport weltweit

Coronavirus-Ticker: Aktuelle Absagen in F1, MotoGP und Motorsport weltweit
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1 , Formel E
Urheber Stefan Ehlen