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Daniel Ricciardo: Dabei könnte Mercedes eigentlich selbstgefällig sein ...

Formel-1-Fahrer Daniel Ricciardo erklärt, weshalb ihm der Auftritt von Mercedes seit Jahren Bewunderung abringt und nicht in Frustration treibt

Stefan Ehlen Christian Nimmervoll

Bearbeitet: 02.08.2020, 11:33

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Kein WM-Titel ohne Mercedes-Beteiligung, schon seit 2014. Was einige Beobachter als "langweilig" einstufen würden oder sich deshalb frustriert von der Formel 1 abwenden könnten, spornt Daniel Ricciardo nur noch mehr an. Er glaubt: Wenn die Konkurrenz sich nur an Mercedes orientieren würde, dann hätten alle mehr davon.

"Es liegt an allen anderen, das zu finden, was Mercedes bereits tut, und noch härter in eine andere Richtung zu arbeiten", erklärt der Renault-Fahrer. "Ich hoffe für alle Beteiligten, dass das die Bemühungen nur verstärkt, dass man sich noch mehr Mühe gibt, Antworten zu finden. Ärgern darf man sich da nicht."

Der Erfolgsserie von Mercedes gebühre höchstens Respekt, sagt Ricciardo weiter. Er bewundert das Werksteam aber auch aus einem anderen Grund: "Mercedes könnte das selbstgefälligste Team in der Formel 1 sein, aber eigentlich ist man dort am wenigsten selbstgefällig."

Immer, wenn die Konkurrenz denkt, jetzt geht was ...

Er spreche von der "Messlatte, die Mercedes gelegt hat", und wie das Team immer noch weiter nachlege. "Das ist schon beeindruckend, und natürlich frustrierend für alle Wettbewerber. Denn Mercedes macht es einfach gut."

So sieht es auch Pierre Gasly von AlphaTauri. In seinen Worten: "Mercedes überrascht immer wieder und beeindruckt jedes Jahr aufs Neue. Dabei würde man denken, sie wären irgendwann einmal am Limit der Technologie und der Entwicklung angekommen, wo sich die Regeln in der Formel 1 doch nicht dramatisch ändern."

Lewis Hamiltons Streckenrekord im Silverstone-Qualifying habe aber einmal mehr bewiesen, dass Mercedes es hervorragend verstehe, Gutes noch besser zu machen.

Gasly: "Ich habe mir die GPS-Daten von Lewis' Pole-Runde angesehen. Es ist offensichtlich, dass Mercedes auch dieses Jahr wieder einen ziemlich großen Schritt gemacht hat. Sie sind schneller auf den Geraden und schnell in den Kurven. Das ist beeindruckend."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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