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Esteban Ocon: Aktive Aerodynamik ist eigentlich eine Mogelpackung

Esteban Ocon findet die neue aktive Aerodynamik in der Formel 1 nicht schlecht, ist jedoch der Ansicht, dass der Name für das System eigentlich nicht ganz zutreffend ist

Esteban Ocon: Aktive Aerodynamik ist eigentlich eine Mogelpackung

Esteban Ocon hätte sich von der aktiven Aerodynamik etwas mehr gewünscht

Foto: Haas/Audi Haas/Audi

In der Formel 1 gibt es ab der Saison 2026 eine aktive Aerodynamik an allen Autos. Doch Esteban Ocon ist der Meinung, dass das neue System spektakulärer klingt, als es eigentlich ist. Denn tatsächlich kennt die aktive Aerodynamik lediglich zwei Zustände.

"Ich bin nicht enttäuscht, aber ich denke, wir hätten es besser umsetzen können", sagt Ocon, der das neue System beim Shakedown in Barcelona in der vergangenen Woche testete. Seiner Meinung nach handelt es sich einfach nur um das alte DRS unter neuem Namen.

Hintergrund: Auf den Geraden können die Piloten den Heckflügel flachstellen - wie auch beim "Drag Reduction System" zuvor. Der Unterschied besteht darin, dass bei der neuen aktiven Aerodynamik auch der Frontflügel flachgestellt wird.

"Natürlich können wir einige Anpassungen vornehmen, aber ich hätte es vorgezogen, wenn wir den Frontflügel für jede Kurve nach Belieben einstellen könnten. Das nenne ich aktive Aerodynamik", so Ocon.

Doch das in der Formel 1 verwendete System kennt lediglich zwei Zustände. "Es ist cool, aber ich denke, wir könnten es in einem anderen Umfang nutzen als bisher", erklärt Ocon, der sich zudem etwas mehr taktischen Tiefgang gewünscht hätte.

"Wir nutzen es permanent", erinnert der Franzose und erklärt: "Es geht also eher um Effizienz [des Autos] als darum, dass wir dadurch viel mehr Werkzeuge zur Verfügung haben und so weiter."

Wie beim DRS gibt es zwar spezielle Aktivierungszonen, in denen der Flügel flachgestellt werden darf. Anders als beim alten System steht die aktive Aerodynamik den Fahrern aber in jeder Runde zur Verfügung - unabhängig von der Position auf der Strecke.

Auch im Hinblick auf die Show ist sich Ocon noch nicht sicher, ob die neuen Formel-1-Regeln ein Erfolg werden. Nach dem Barcelona-Test erklärte er, dass es schwieriger als zuvor gewesen sei, anderen Autos auf der Strecke zu folgen.

"Im Moment scheint es schwierig zu sein, zu überholen", so der Haas-Pilot.

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