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Formel 1 GP USA

Indianapolis 2005: Formel 1 mit nur 6 Autos beim GP USA

Nur 6 Autos starteten beim Grand Prix der USA 2005 in Indianapolis. Wir blicken zurück auf den "Mini Prix" und erklären die Hintergründe dieses kuriosen Formel-1-Rennens!

Stefan Ehlen

Stefan Ehlen

Bearbeitet: 19.06.2017, 17:51

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Start: Michael Schumacher geht in Führung

Indianapolis 2005: Ein Rennen mit 6 Autos

6 Autos stehen in der Startaufstellung zum Grand Prix der USA 2005 in Indianapolis. Nur die Teams Ferrari, Jordan und Minardi treten zum Rennen an. Warum das so war und wie die Fans vor Ort darauf reagiert haben, zeigen wir in unserem Rückblick zum Jahrestag des "Mini Prix"!

Freies Training am Freitag

Zunächst läuft in Indianapolis alles normal. Die Piloten bestreiten am Freitag das freie Training und jeder absolviert die üblichen Testfahrten vor einem Grand-Prix-Wochenende.

Unfall von Ralf Schumacher

Doch dann passiert's: Toyota-Fahrer Ralf Schumacher fliegt in der schnellen Zielkurve ab und schlägt in die Streckenbegrenzung ein! Wie sich herausstellt, war ein Reifenschaden der Auslöser für diesen Unfall. Doch noch schrillen bei Michelin nicht die Alarmglocken...

Michelin-Reifen im Fokus

Immerhin: Der französische Reifenhersteller reagiert auf den Unfall und empfiehlt seinen 7 Teams, im Training möglichst nicht durch die Zielkurve, sondern durch die Boxengasse zu fahren. Insgesamt erzielen im 2. Training daher nur 8 Piloten eine Rundenzeit. Und die Farce nimmt an Fahrt auf...

Michelin-Sportchef Pierre Dupasquier

Pierre Dupasquier von Michelin muss sich viele Fragen anhören. Und er muss hinter den Kulissen noch mehr verhandeln: Wie können die Michelin-Teams in Indianapolis ein Rennen fahren, wenn die Reifen nicht halten?

Paul Stoddart nach dem Michelin-Meeting

Lange wird debattiert in Indianapolis. Eine zusätzliche Schikane steht im Raum, ebenso Boxenstopps alle paar Runden, eine Reifen-Nachlieferung aus Europa oder reduzierte Geschwindigkeiten in der Zielkurve. Doch zu einer einvernehmlichen Lösung kommt man nicht. Mit Konsequenzen für das Rennen am Sonntag...

Die Startaufstellung

Zunächst sieht alles wie ein ganz normaler Sonntagnachmittag aus. Die Fahrzeuge haben ihre Startposition auf der Zielgeraden eingenommen, ganz vorn steht Pole-Mann Jarno Trulli im Toyota.

Die Einführungsrunde

Doch nach der Einführungsrunde biegen die 7 Michelin-Teams geschlossen in die Boxengasse ab: 14 Fahrer verzichten auf die Teilnahme am USA-Grand-Prix der Formel 1, nur 6 Piloten nehmen ihre Startplätze ein!

Ein Sportwart kann nicht glauben, was er sieht

Unglaublich! Ein Starterfeld von nur 6 Autos? Das denkt sich angesichts dieser Bilder nicht nur dieser Sportwart...

Die Michelin-Teams in der Boxengasse

Doch es ist wahr: Sämtliche Michelin-Autos werden in der Boxengasse abgestellt und in die Garagen zurückgerollt.

Der Start

Links ist zu sehen, wie sich das auf 6 Autos reduzierte Feld zum Rennen in Bewegung setzt. Rechts ist einiges los in der Boxengasse, weil die Michelin-Teams auf das Rennen verzichten. Ein einmaliges Bild!

Start: Michael Schumacher übernimmt die Führung

Die einzigen Teilnehmer am USA-Rennen 2005: Michael Schumacher und Rubens Barrichello für Ferrari, Tiago Monteiro und Narain Karthikeyan für Jordan, Christijan Albers und Patrick Friesacher für Minardi. Sie fahren mit Bridgestone-Reifen...

Ferrari fährt vorneweg...

Das Rennen wird ein Schaulaufen von Ferrari, die in diesem kleinen Feld haushoch überlegen sind. Schumacher gewinnt am Ende knapp vor Barrichello. Nur einmal wird es eng: Nach dem Boxenstopp kommen sich die beiden Ferrari-Piloten kurz sehr nahe und es riecht nach Crash, aber alles geht glatt in Kurve 1!

...und Jordan gewinnt das Duell um Platz 3

Hinter Schumacher und Barrichello tragen die Hinterbänkler-Teams Jordan und Minardi ihr ganz eigenes Duell aus. Es geht um den verbleibenden Podestplatz hinter den Ferrari-Piloten. Platz 3 sichert sich am Ende Monteiro für Jordan.

Fans verlassen die Strecke noch vor Rennende

Doch viele Fans sehen all dies gar nicht mehr. Sie verlassen schon vor Rennende wutentbrannt die Tribünen.

Unzufriedene Fans

Andere wiederum bleiben und zeigen ganz deutlich, was sie von dem halten, was ihnen in Indianapolis geboten wird...

Ein Sportwart holt Bierdosen und Flaschen von der Strecke

Wieder andere werfen mit allem, was fliegt, nach der Formel 1. Bierdosen, Wasserflaschen und andere Gegenstände landen auf der Strecke. Ein mutiger Sportwart sammelt all dies ein und sorgt für freie Fahrt für die 6 Rennwagen.

Felipe Massa verfolgt das Rennen

Entspannt beobachtet Sauber-Fahrer Felipe Massa indes, was sich im Rennen tut...

Fernando Alonso verfolgt das Rennen

Auch Renault-Fahrer Fernando Alonso, der zu diesem Zeitpunkt die WM anführt, ist in diesem Rennen nur ein Zuschauer.

Podium: 1. Schumacher, 2. Barrichello, 3. Monteiro

Am Ende eines "Mini Prix" stehen Schumacher, Barrichello und Monteiro auf dem Treppchen. Also 50 Prozent derjenigen, die überhaupt gefahren sind. Es bleibt Schumachers einziger Saisonsieg.

Jubel bei Tiago Monteiro

Richtig freuen kann sich aber nur einer: Tiago Monteiro fährt zum 1. Mal in die Formel-1-Punkte und auch erstmals auf das Podium. Es bleibt der einzige Podestplatz seiner Formel-1-Karriere. Schlagzeilen macht aber ein ganz anderes Thema...

Die Schlagzeilen am Tag danach

Die Formel 1 erhält ein äußerst negatives Medienecho und hat es sich für Jahre mit dem US-amerikanischen Publikum verscherzt. Es wird zwar noch bis 2007 in Indianapolis gefahren, doch dann zieht sich die Rennserie auch mangels Interesse der Amerikaner aus dem Land zurück. Erst 2012 kommt es zur Neuauflage eines USA-Grand-Prix. Allerdings in Austin...

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