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Ex-Teamboss: Formel-1-Auszeit hat Honda geschadet

Der frühere Vizepräsident des Honda-Werksteams in der Formel 1, Otmar Szafnauer, glaubt das große Problem hinter dem anhaltenden Honda-Fiasko zu kennen.

Fernando Alonso, McLaren MCL32, Carlos Sainz Jr., Scuderia Toro Rosso STR12
Fernando Alonso, McLaren MCL32
Fernando Alonso, McLaren MCL32
Otmar Szafnauer, Sportdirektor, Force India
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32, Fernando Alonso, McLaren MCL32, Daniil Kvyat, Scuderia Toro Rosso
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Fernando Alonso, McLaren MCL32

"Ihnen fehlt die Erfahrung", meint der Rumäne. "Ich bin mir nicht sicher, ob sie ausreichend Formel-1-Ingenieure haben, die an ihrem Projekt mitarbeiten."

Als er zwischen 2001 und 2008 in leitender Funktion für Honda tätig gewesen sei, habe die Mannschaft über etliche Techniker verfügt, die bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren für Honda in der Formel 1 aktiv gewesen waren.

"Damals wusste Honda, was es braucht [um erfolgreich zu sein]. Aber wenn dir anfangs die Grundlagen fehlen, dauert es eben seine Zeit, um deine Ziele zu erreichen", sagt Szafnauer.

Die lange Formel-1-Auszeit von 2009 bis 2014 habe dabei nicht geholfen.

"Sie sind gerade dabei, wieder die nötige Erfahrung aufzubauen. Da wäre es wirklich schade, wenn sich die Wege von Honda und McLaren trennen würden. Sie sollten zusammenhalten und gemeinsam die Trendwende einläuten."

Der Standort Japan, von dem aus Honda sein Formel-1-Projekt koordiniert, müsse dabei kein Nachteil sein. "Es war auch früher kein Problem", sagt Szafnauer. "Wir haben schon damals die Motoren in Großbritannien zusammengebaut, nur das Design und die Entwicklung fanden in Japan statt. Das hatte keinen Einfluss [auf die Leistung]."

"Man darf aber nicht vergessen: Sie sind mit Verspätung in das Hybrid-Projekt gestartet. Alle anderen Marken haben sich schon früh mit einem V6-Turbomotor beschäftigt. Honda muss all dies erst noch aufholen. Das gelingt natürlich nicht über Nacht."

Honda, so Szafnauer weiter, brauche Zeit. "Ich bin mir sicher: Sie packen es auch. Honda hat clevere Leute und alle nötigen Ressourcen. Sie werden es schaffen. Es fehlt nur an der Erfahrung, aber die sammeln sie im Augenblick."

McLaren wäre aus seiner Sicht schlecht beraten, sich jetzt von Motorenpartner Honda loszusagen. "Dieser Schuss könnte auch nach hinten losgehen, denn Honda könnte just an der Schwelle zum Erfolg stehen", meint er.

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