Fernando Alonso gibt zu: Formel-1-Comeback nicht ausgeschlossen

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Fernando Alonso gibt zu: Formel-1-Comeback nicht ausgeschlossen
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
03.03.2019, 08:18

Fernando Alonso glaubt, dass er als Fahrer noch nie so gut war wie heute, und richtet sein Programm 2019 mit einem möglichen Formel-1-Comeback im Hinterkopf aus

Fernando Alonso hat bei seinem Besuch der Testfahrten in Barcelona erstmals zugegeben, was ohnehin von den meisten Beobachtern angenommen wurde: dass er, sofern sich die richtige Gelegenheit bieten sollte, durchaus Interesse an einem Comeback in der Formel 1 hätte.

Genau das ist der Hauptgrund, warum er über seine neue Rolle als McLaren-Botschafter mit dem Grand-Prix-Zirkus in Verbindung bleiben möchte: "Wenn sich in der Formel 1 die Chance bieten sollte, dass ich konkurrenzfähig vorne mitfahren kann, vielleicht sogar gewinnen, dann kann ich da nicht ganz entspannt zu Hause rumliegen. Ich muss in Schuss bleiben. Und der beste Weg, in Schuss zu bleiben, ist involviert zu sein."

McLaren plant für den 37-Jährigen 2019 mindestens einen Testeinsatz in einem aktuellen Formel-1-Auto, möglicherweise im Rahmen von Pirelli-Reifentests. Außerdem soll er zu mehreren Rennen kommen und regelmäßig im McLaren-Simulator in Woking seinen Input liefern. Das hilft dem Team - aber es hilft auch Alonso, den Anschluss an die neuen Formel-1-Autos nicht zu verlieren.

Volles Programm für erste Hälfte 2019

Es ist kein Zufall, dass er momentan alle neuen Angebote aus anderen Rennserien ablehnt: "Momentan", sagt Alonso, "gibt es da nichts. Ich wurde von vielen verschiedenen Serien und Teams kontaktiert, auch um in traditionsreichen Rennen zu fahren. Aber im Moment sage ich alles ab. Der Zeitpunkt ist nicht der richtige."

Sein Programm für 2019 ist auch ohne zusätzliche Engagements ziemlich voll. Gerade hat Alonso die 24 Stunden von Daytona gewonnen. Parallel dazu ist er in Toyotas Testprogramm für die Langstrecken-WM (WEC) involviert, in der er den Titel 2018/19 gewinnen möchte. In zwei Wochen steht Sebring vor der Tür. Und natürlich die Klassiker in Indianapolis im Mai (IndyCar) und Le Mans im Juni (WEC). Um nur die wichtigsten Einsätze zu nennen.

Er wolle dieses Jahr keine weiteren Rennen mehr fahren, stellt Alonso klar. Gerüchte über Gaststarts in der Rallye- oder Rallycross-WM sowie bei der Rallye Dakar seien ebenso "wirklich nur Gerüchte" wie Medienberichte über NASCAR-Rennen. "Die Chefs dieser Rennserien lesen halt was und rufen mich dann an. Sie versuchen mich zu überzeugen", lacht der Spanier.

Er sei grundsätzlich "offen für alles", denn: "Daytona zu gewinnen, war ein schönes Gefühl. Mehr solche Erfolge wären schon toll." Andererseits lässt er durchblicken, dass er mit der Formel 1 noch keineswegs abgeschlossen hat. Der Legende nach soll er Mercedes-Teamchef Toto Wolff 2018 mehrmals angerufen haben, um ihn davon zu überzeugen, dass eine Neuauflage eines Stallduells mit Lewis Hamilton eine grandiose Idee wäre. Bisher erfolglos.

Alonso: Karriere a la Dieter Quester ist ausgeschlossen

Bei welchem Team sich in der Formel 1 noch einmal eine Chance bieten könnte, ist Stand heute völlig unklar. Aber Alonso unterstreicht, dass er mit dem Rennfahren noch lange nicht fertig ist. Mit 60 werde er zwar "definitiv nicht mehr" fahren, aber: "Gerade jetzt, mit 37, fühle ich mich stärker als je zuvor. Physisch und mental."

"Und ich habe die Erfahrung aus verschiedenen Rennserien und mit verschiedenen Fahrstilen. Ich fühle mich gerade sehr gut. Ich bin in jedem Auto schnell, in das ich einsteige. Das wird noch ein paar Jahre so bleiben. Und dann suche ich mir aus, welche Rennen für meine Karriere eine besondere Bedeutung haben könnten und welche nicht. Danach wähle ich das aus."

Den Saisonauftakt in Melbourne am 17. März wird er übrigens verpassen: "Wir fahren am Freitag in Sebring und ich fliege Samstagnacht zurück nach Europa - genau dann, wenn das Rennen stattfindet. Ich werde es nicht live im TV sehen können. Aber vielleicht schaue ich mir eine Wiederholung an", grinst Alonso.

Mit Bildmaterial von LAT.

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