Formel-1-Sprintrennen: Letzte Regeldetails verabschiedet

In einem Treffen zwischen Formel-1-Sportchef Ross Brawn und den Teamverantwortlichen wurden letzte Details für die neuen Sprintrennen besprochen

Formel-1-Sprintrennen: Letzte Regeldetails verabschiedet

Jetzt steht das Regelwerk für die Sprintrennen der Formel 1. Bei einem Treffen zwischen Formel-1-Sportchef Ross Brawn, Vertretern des Automobil-Weltverbands (FIA) und den Teamverantwortlichen wurden vor dem Österreich-Grand-Prix 2021 in Spielberg letzte Details besprochen und verabschiedet.

Zuletzt hatten einige Teams Bedenken angemeldet: Laut Informationen von 'Motorsport.com' sorgen sich Alfa Romeo, Alpine, Aston Martin und McLaren um die Kupplung in ihren Fahrzeugen.

Denn an normalen Rennwochenenden warten oder ersetzen die genannten Rennställe die Kupplungen am Freitagabend oder Samstagmittag, damit die Kupplungen die komplette Veranstaltung überstehen. Die Parc-ferme-Regeln für die neuen, sogenannten Sprintqualifyings aber sehen vor, dass eben diese Arbeiten nicht mehr zum gewohnten Zeitpunkt durchgeführt werden können.

Keine Ausnahmen für Sprintqualifyings

Nun wurde über eine Ausnahmeregelung gesprochen, laut Informationen von 'Motorsport.com' wird es eine solche aber nicht geben. Allerdings ist es den Teams erlaubt, neue Kupplungen einzubauen, sofern ein erhöhter Verschleiß nachgewiesen werden kann. Dann muss jedoch die beanstandete Kupplung zur Kontrolle beim Weltverband vorgelegt werden.

Ebenfalls störten sich manche Formel-1-Rennställe daran, dass unter dem Sprintrennen-Format nicht die Bodenplatte gewechselt werden darf. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Routineaufgabe, die üblicherweise vor dem Qualifying erfolgt, damit auch hier kein übermäßiger Verschleiß auftritt.

Eine Ausnahme soll es aber auch in diesem Fall nicht geben: Wer die Bodenplatte wechseln will, muss das bereits am Freitag vor dem Qualifying tun.

Was Brawn schon vorab angedeutet hatte

Dass die Verantwortlichen hier nur wenig Kompromissbereitschaft zeigen würden, hatte Formel-1-Sportchef Brawn bereits vorab im Gespräch mit 'Motorsport.com' angedeutet.

Brawn hatte gesagt: "Die Regeln stehen ziemlich fest. Das Kupplungsproblem war ganz zu Beginn [der Planungen] mal erwähnt worden, aber da war es zuletzt recht ruhig gewesen. Es hat mich überrascht, jetzt wieder davon zu hören." Er war davon ausgegangen, nur noch "ein paar kleine Details" klären zu müssen.

In jedem Fall hatte Brawn ausgeschlossen, dass die Sprintrennen der Formel 1 kurz vor ihrer Premiere wieder gekippt werden. O-Ton: "Selbst wenn wir uns nicht auf etwas einigen können, es wird trotzdem stattfinden. Es gibt nämlich Regeln, die vom Automobil-Weltrat abgesegnet worden sind. Kleinere Anpassungen daran kann man vornehmen, aber die Nummer nicht mehr absagen."

Details zu den Formel-1-Sprintrennen

Das erste sogenannte Sprintqualifying erfolgt beim Großbritannien-Grand-Prix 2021 in Silverstone in zwei Wochen. Das Wochenendformat sieht dann ein Qualifying schon am Freitag vor, am Samstag dann das Sprintrennen über 100 Kilometer. Die Top 3 im Sprintrennen erhalten Punkte nach dem Schema 3-2-1 für Fahrer- und Konstrukteurswertung.

Das Ergebnis des Sprintrennens gilt dann als Startaufstellung für den Grand Prix, dessen Distanz unverändert bleibt. Der Sieger im Sprintrennen steht im Grand Prix auf der Poleposition. Nach Silverstone sollen 2021 noch weitere zwei Rennwochenenden ein Sprintrennen beinhalten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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