Gasly und die ungewisse Zukunft: Gespräch mit Marko in Spielberg

Trotz guter Leistungen muss Pierre Gasly wohl weiter mit einem Cockpit bei AlphaTauri vorliebnehmen - Gespräche mit Helmut Marko gab es in Spielberg

Gasly und die ungewisse Zukunft: Gespräch mit Marko in Spielberg

"Das ist der beste Gasly, den wir bis dato gesehen haben", lobt Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko den AlphaTauri-Piloten und ist sicher, dass der Franzose heute nicht mehr so auftreten würde wie bei seiner Red-Bull-Chance 2019, die aus seiner Sicht ziemlich desaströs verlaufen war.

Das heißt aber nicht, dass Pierre Gasly in naher Zukunft eine zweite Chance bei Red Bull bekommen wird. Die Einschätzung von Marko sei laut Gasly selbst aber "fair", wie er sagt. "Ich habe mich jetzt mit mehr Erfahrung verbessert, ich bin ein bisschen erwachsener geworden. Auch das Team besser zu kennen, hilft. Wir wissen genau, was wir vom anderen brauchen."

Der 25-Jährige gehört zu den positiven Überraschungen der Formel-1-Saison 2021 - wobei man nach seiner starken Saison im Vorjahr gar nicht mehr von Überraschung sprechen kann. Gasly kam im Qualifying nur zweimal nicht in die Top 6 (!) und blieb auch nur in zwei Rennen ohne Punkte. Er ist der Garant dafür, dass AlphaTauri derzeit auf Rang fünf bei den Konstrukteuren liegt.

"Das hat das Team noch nie geschafft", sagt er. Und daher sei es für ihn auch oberste Priorität, so viele Punkte wie möglich einzufahren, um diesen Platz halten zu können. "Im Moment konzentriere ich mich nur auf mich und meine eigene Leistung", stellt er klar. "Dann werden wir sehen, was für das nächste Jahr passiert."

Gespräche über die Zukunft hat es mit Marko aber schon gegeben. Erst in Österreich saß man beim Mittagessen zusammen. "Ich denke, wir haben über eine Menge Dinge gesprochen, und es war wirklich positiv, ein bisschen mehr über ihre Sichtweise und ihre Pläne zu verstehen und wie sie die Zukunft sehen", sagt Gasly.

"Ich weiß, dass sie mit meinen Leistungen und dem, was ich dem Team bringe, sehr zufrieden sind. Darauf muss ich mich also weiter konzentrieren, und wir werden sehen, was passiert, aber es war gut, mit ihm zu sprechen."

Die Situation für Gasly ist klar: Bis 2023 ist er noch bei Red Bull angestellt. Diese können entscheiden, wo er fahren wird. Das wird voraussichtlich weiter AlphaTauri sein, auch wenn Gasly gerne wieder um bessere Positionen kämpfen würde.

"Das heißt nicht, dass ich nicht glücklich bin mit dem, wo ich bin, aber es ist einfach ein persönliches Ziel und das, was ich in der Formel 1 erreichen möchte", stellt er klar. "Aber, wie gesagt, es ist keine Entscheidung, die in den nächsten Tagen getroffen wird. Meine Zukunft liegt in den Händen von Red Bull und wir werden sehen, was für das nächste Jahr passiert."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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