"Hinter Aston Martin und AlphaTauri": Alonso hat höchstens P5 im Visier

Fernando Alonso glaubt nicht, dass sich in der Meisterschaft noch viel verändern wird: Alpine mit Einzelerfolgen und maximal WM-Rang fünf

"Hinter Aston Martin und AlphaTauri": Alonso hat höchstens P5 im Visier

Mit Platz acht konnte Fernando Alonso seinem Alpine-Team in Frankreich vier weitere Punkte bescheren, dennoch fürchtet der Spanier, dass am Ende der Saison nur Platz sieben für den französischen Rennstall herausspringen wird. Dort liegt man mit 29 Punkten nämlich derzeit und hat schon einen einigermaßen großen Rückstand auf AlphaTauri (45) und Aston Martin (40).

Platz fünf ist aber realistisch gesehen auch das Maximum, das Alpine 2021 erreichen kann, denn McLaren (110) und Ferrari (94) sind schon deutlich weg. "Ja, McLaren und Ferrari waren vom ersten Rennen an schneller", sagt Alonso und sieht höchstens bei vereinzelten Rennen eine Chance gegen seine beiden Ex-Teams.

Doch Alpine muss derzeit eher andere Teams im Blick haben: "Im Moment sind wir hinter Aston Martin und AlphaTauri, die auch sehr stark sind", so der Spanier. "Wir werden versuchen, an jedem Wochenende Punkte zu holen und konstant zu sein. Bislang war es immer etwas zu sehr Auf und Ab."

Das hatte sich auch in den vergangenen Rennen gezeigt. Während Alonso in Portimao und Barcelona ein gutes Gefühl hatte, sei man in Monaco und Baku - trotz eines guten Ergebnisses - nicht wirklich schnell gewesen. "Das hat wieder ein paar Zweifel gestreut", sagt er. "Wir waren nicht konkurrenzfähig und hatten Probleme, die Reifen aufzuwärmen."

 

Die Performance mit Startplatz neun in Le Castellet sei dann wieder eine "Erleichterung" gewesen, weil man gezeigt hat, dass man eine gute Performance hinlegen und in den Top 10 kämpfen könne.

Vor allem die Pace auf harten Reifen war für ihn überraschend stark. "Wir waren deutlich schneller als die Leute um uns herum und haben [Daniel] Ricciardo und die Ferraris überholt", sagt er. Das sei auch in Portugal schon so gewesen, aber kein genereller Trend. "Manchmal ist es auf anderen Kursen auch genau andersherum", meint er.

"Wenn wir da den Hard aufschnellen, scheinen wir im Rennen Probleme zu haben, sind aber mit sehr weichen Reifen im Qualifying schnell", erklärt er. "Das untersuchen wir noch, aber ich denke, da sind wir nicht die einzigen."

In der WM erwartet Alonso aber trotzdem keine großen Verschiebungen mehr: "Selbst ohne die 2022er-Autos kann ich mich nicht an eine Meisterschaft erinnern, wo sich zu diesem Zeitpunkt noch viel geändert hat", sagt er. "Mercedes und Red Bull kämpfen um die Poleposition, dann kommen McLaren, Ferrari, manchmal Alpine und Gasly. So war es jetzt sieben Rennen lang."

"Ich sehe auch nicht, warum sich das dramatisch ändern sollte." Daher geht er davon aus, bis zum Ende des Jahres um Q3 kämpfen zu können - irgendwas zwischen Platz acht und zwölf. Und im Rennen sollte der Kampf um Punkte folgen. Sollten sich wie in Baku andere Möglichkeiten auftun, dann will er aber die Möglichkeiten nutzen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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