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Knallharter Kampf im Mittelfeld: Fünf Millionen für jeden Platz!

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Knallharter Kampf im Mittelfeld: Fünf Millionen für jeden Platz!
Autor:
Übersetzung: Heiko Stritzke
28.11.2019, 16:33

Auf den Plätzen fünf bis acht tobt ein wilder Kampf um Punkte und Millionensummen - Kippt das Bild beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi nochmal?

Die besten vier Plätze der Formel-1-Konstrukteursweltmeisterschaft 2019 sind bereits entschieden, doch für die Mittelfeldteams geht es beim Großen Preis von Abu Dhabi 2019 um viel. Die Plätze fünf, sechs, sieben und acht können sich beim Saisonfinale noch ändern.

Der Große Preis von Brasilien 2019 hat gezeigt, wie ein einziges Rennen die Positionen komplett über den Haufen werfen kann. Alfa Romeo holte 22 Punkte in Sao Paulo, Toro Rosso deren 19. Letztere haben damit Racing Point auf Platz sieben zurückgeworfen und machen sogar Druck auf Renault im Kampf um Position fünf.

Jede Position in der Konstrukteurswertung bedeutet eine Ausschüttung von fünf zusätzlichen US-Dollar für die Formel-1-Saison 2020 nebst einem gewissen Prestige. Außerdem legt das Resultat das Arrangement der Boxenplätze für das kommende Jahr fest.

Vor dem Saisonfinale sehen die Positionen folgendermaßen aus:
5: Renault 91
6. Toro Rosso 83
7. Racing Point 67
8. Alfa Romeo 57
9. Haas 28

Wird Toro Rosso zum Renault-Schreck?

Nach einem dicken Schluck aus der Punkteflasche in Brasilien hat Toro Rosso nur noch acht Punkte Rückstand auf Renault. Bei einem Gleichstand würden die Italiener dank der zwei Podiumsplätze in diesem Jahr vorn landen.

Dreimal weitere Male neben Interlagos hat Toro Rosso bislang acht Punkte und mehr in einem Rennen geholt: 23 Zähler in Deutschland, zehn in Monaco und acht in Belgien. Aber nur in ersteren beiden Fällen holte man mindestens acht Punkte mehr als Renault.

Pierre Gasly holte in Brasilien schon das zweite Podium für Toro Rosso nach einem dritten Platz von Daniil Kwjat in Hockenheim. "Das hat uns viele Punkte in der Konstrukteurswertung eingebracht und das ist wichtig", sagt Teamchef Franz Tost, von 'Motorsport.com' auf die Wichtigkeit des Brasilien-Resultats angesprochen.

"Davon abgesehen, dass Erfolg immer gut für das Team ist, haben wir uns extrem für Pierre gefreut. Wir waren sowohl in Brasilien als auch in Hockenheim zur Stelle, das war wichtig." Über den Kampf um fünf Millionen Dollar sagt er: "Man hat gesehen, was passieren kann. Aber nach Brasilien habe ich etwas besser geschlafen als zuvor."

 

Tost glaubt auch, dass das Paket des STR14 schon vor dem Brasilien-Resultat besser geworden ist: "Zum Glück konnten wir die Performance des Fahrzeugs verbessern. Die Aeropakete haben funktioniert, Honda hat mit dem neuen Kraftstoff einen Schritt nach vorn gemacht und die Gesamtperformance hat sich während der Saison ebenfalls verbessert."

Racing Point gibt nicht auf

"Das ist der Grund, warum wir die Saison auf so einem guten Platz beenden können, von Kollisionen bei den Gegnern abgesehen. Aber solche gehören dazu." In der Vergangenheit war Toro Rosso gegen Saisonende im Entwicklungsrennen immer wieder zurückgefallen. Nicht so dieses Jahr.

Racing Point müsste dem künftigen Alpha-Tauri-Team mindestens 17 Punkte abnehmen, um den sechsten Platz zurückzuerobern. Bislang konnte das Team aus Silverstone nicht mehr als zwölf Punkte auf einmal holen - ebenfalls in Deutschland dank Lance Strolls viertem Platz.

In Brasilien holte man nur zwei Punkte durch Sergio Perez' neunte Position. Lance Stroll musste aufgeben, nachdem er Trümmer von der Ferrari-Kollision aufgelesen hatte. "Wer hätte geahnt, dass ein Red Bull, zwei Ferraris und ein Mercedes ohne Punkte nach Hause würden", sagt er gegenüber 'Motorsport.com'. "Es ist in jedem Fall schwerer geworden, aber wir geben nicht auf!"

Antonio Giovinazzi, Kevin Magnussen, Lando Norris

Im engen Mittelfeld der Formel 1 reicht manchmal ein Rennen, um alles zu ändern

Foto: LAT

Alfa Romeo gelingt Revanche für Hockenheim

Im Kampf um den achten Platz hat Alfa Romeo in Brasilien ein Polster von 29 Punkten auf Haas herausgefahren,. Damit ist man realistisch betrachtet, wenn auch nicht mathematisch, auf der sicheren Seite. Das Schweizer Team ist nun sogar in Schlagdistanz zu Racing Point mit zehn Punkten Rückstand. Aber von Brasilien abgesehen gelang Alfa bislang kein zweistelliges Resultat.

In Deutschland verlor die Mannschaft aus Hinwil wichtige Punkte, als beide Fahrer wegen einer vermuteten Fahrhilfe bestraft wurden. Zwischen der Sommerpause und dem Großen Preis von Brasilien hatte sie nur drei Punkte aus sieben Rennen geholt, die alle auf das Konto von Antonio Giovinazzi gingen.

"Man kann im Mittelfeld an der Spitze liegen, aber wenn es vorne keine Zwischenfälle gibt, wird man nur einen oder zwei Punkte holen", sagt Teamchef Frederic Vasseur gegenüber 'Motorsport.com'. "An solchen Wochenenden kann man dann auch mal 22 Punkte auf einmal holen. Das ist riesig. Wir mussten in Hockenheim einen hohen Preis zahlen, danach hatten wir drei oder vier schwierige Rennen."

"Wir müssen in Abu Dhabi konzentriert bleiben. Es ist wichtig, weitere Punkte zu sammeln, um die Motivation bei Team und Fahrern aufrechtzuerhalten. In den Rennen zuvor mögen wir ein paar Fehler gemacht haben, aber in Brasilien haben wir einen perfekten Job ohne Fehler gemacht. Das hat sich ausgezahlt. Es war wichtig für das Team, vor dem Saisonende noch einmal richtig Punkte zu holen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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