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Mercedes: Es wäre töricht, keine Reifenprobleme mehr zu erwarten

Mercedes geht nicht davon aus, dass man keine Reifenprobleme hat, hofft aber darauf, dass man in Spanien Fortschritte diesbezüglich gemacht hat

Mercedes: Es wäre töricht, keine Reifenprobleme mehr zu erwarten

Die Umstände von Silverstone mit weichen Reifen und hohen Temperaturen haben Mercedes nicht in die Karten gespielt. Die schwarzen Silberpfeile hatten große Probleme mit ihren Reifen und verloren so das Rennen gegen Max Verstappen.

Doch wie man Mercedes kennt, will das Team das Thema Reifen nach den Schwierigkeiten nicht auf die leichte Schulter nehmen: "Wir wären töricht, wenn wir sagen würden, dass wir dieses Problem nicht mehr sehen werden", sagt Andrew Shovlin.

Mercedes hat sich in dieser Woche intensiv mit Ursachen und Lösungen des Problems beschäftigt. "Und wenn wir die Natur unseres Problems genau verstehen und warum wir so viel schlechter als die anderen waren, dann können wir das für Spanien in den Griff bekommen", so der Leitende Renningenieur weiter.

Die Voraussetzungen in Spanien werden jedoch komplett andere sein. Pirelli bringt diesmal die härtesten Reifen mit an die Strecke und dürfte auch nicht mehr die hohen Luftdrücke vorschreiben. "Aber ohne Zweifel wird Spanien hart werden", so Shovlin. Denn die Temperaturen werden wieder an der 30-Grad-Marke kratzen, zudem gilt der Kurs nicht gerade als reifenschonend.

"Unser Fokus bei der Performance liegt darauf, wie wir die Reifen kühlen können, wie wir das Problem vermeiden können", sagt Shovlin. "Hoffentlich werden wir es nicht mehr sehen, aber Spanien wird ein guter Test sein, ob wir die notwendigen Fortschritte gemacht haben."

Was das Problem bei Mercedes verursacht hat, kann der Ingenieur aber erklären: Das Innere des Hinterreifens wurde sehr heiß. "Das Problem dabei ist: Wenn es heiß wird, fängt es an mit rutschen und generiert noch mehr Wärme, und die Drücke steigen."

"Man kommt in einen Teufelskreis, bei dem man Grip verliert. Das unter Kontrolle zu bekommen, wird schwieriger und schwieriger im Laufe des Stints. Wir müssen schauen, wie wir das Problem verbessern und woher es kam. Denn es ist das erste Mal, dass wir das in dieser Saison gesehen haben. Wir müssen sicherstellen, dass wir die Mittel haben, um beim nächsten heißen Rennen damit umzugehen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Norman Fischer