Renault: Mercedes-Bindung macht Ocon das Leben schwer

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Renault: Mercedes-Bindung macht Ocon das Leben schwer
Autor: André Wiegold
Co-Autor: Adam Cooper
28.08.2018, 12:30

Esteban Ocon könnte der große Verlierer in der "Silly Season" der Formel 1 werden – Seine Bindung zu Mercedes mache ihm einen Strich durch die Rechnung

Esteban Ocon, Racing Point Force India VJM11 on the grid
Esteban Ocon, Racing Point Force India
Sergio Perez, Racing Point Force India VJM11, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09, Sebastian Vettel, Ferrari SF71H and Esteban Ocon, Racing Point Force India VJM11 battle on lap one
Esteban Ocon, Racing Point Force India VJM11 crosses the line
Esteban Ocon, Racing Point Force India VJM11
Esteban Ocon, Racing Point Force India VJM11
Esteban Ocon, Racing Point Force India F1 Team celebrates his qualifying position

McLaren und Renault waren an einer Verpflichtung von Esteban Ocon für die Formel-1-Saison 2019 interessiert, entschieden sich aber letztendlich für andere Kandidaten. Bei McLaren soll der junge Franzose sogar schon bei der Sitzanpassung gewesen sein. Jetzt könnte Ocon zu den tragischen Figuren in der diesjährigen "Silly Season" werden (Tragische Figur Esteban Ocon: Zwei Angebote, kein Cockpit?). Laut Renault-Teamchef Cyril Abiteboul sei es ein großes Problem gewesen, dass Ocon noch immer ein Fahrer von Mercedes ist – dem Topteam in der Königsklasse.

Hätte sich Renault für den aktuellen Racing-Point-Fahrer entschieden, hätte Mercedes ihn lediglich verliehen, wie es Red Bull mit Carlos Sainz gemacht hat. Während Red Bull zumindest mit Renault-Motoren unterwegs ist, wäre Ocon von einem direkten Konkurrenten zu den Franzosen ausgeliehen worden – letztendlich ein No-Go für Renault. "Es war eine schwierige Entscheidung", sagt Abiteboul gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Esteban hätte sicher gut zu uns gepasst."

"Wir sind sehr ehrlich mit unserer Entscheidung gegenüber dem Management von Esteban gewesen", erklärt der Renault-Teamchef, der sich letztendlich für eine Verpflichtung von Daniel Ricciardo entschieden hat. "Der Fall war etwas seltsam, weil es ein Fahrer eines direkten Konkurrenten ist." Das sei bei den Verhandlungen immer in den Hinterköpfen der Renault-Verantwortlichen gewesen, gibt der Teamchef zu.

Bildergalerie: Esteban Ocon in Spa-Francorchamps

Mit der Leihe von Sainz sei Renault im Ganzen zwar zufrieden gewesen, aber dennoch habe das Team eine solche Vorgehensweise nicht wiederholen wollen. Abiteboul sagt: "Es ist toll, Carlos in unseren Reihen zu haben. Was die Balance angeht, haben wir im vergangenen Jahr eine gute Entscheidung getroffen." Jedoch wolle Renault in den kommenden zwei bis drei Jahren auf die Topteams aufschließen und deshalb würde es nicht in den Plan passen, weiter auf einen Fahrer der Konkurrenz zu setzen.

"Es wäre merkwürdig, auf einen Fahrer eines Konkurrenten angewiesen zu sein", erklärt der Teamchef. "Wir wären dann von diesem Team abhängig." Jedoch sei das kein Ausschlusskriterium für Ocon gewesen, weil sonst hätte Renault niemals mit ihm verhandelt. Dieses Problem sei aber immer ein Thema gewesen, weshalb sich Renault letztendlich für Ricciardo entschieden habe.

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