Formel 1
Formel 1
28 Aug.
Event beendet
04 Sept.
Event beendet
11 Sept.
Event beendet
25 Sept.
Nächstes Event in
5 Tagen
R
Nürburgring
09 Okt.
Nächstes Event in
19 Tagen
23 Okt.
Nächstes Event in
33 Tagen
31 Okt.
Nächstes Event in
41 Tagen
13 Nov.
Nächstes Event in
54 Tagen
04 Dez.
Nächstes Event in
75 Tagen
R
Abu Dhabi
11 Dez.
Nächstes Event in
82 Tagen
Details anzeigen:

Rosberg-Theorie: Mercedes konzentriert sich längst auf 2020

geteilte inhalte
kommentare
Rosberg-Theorie: Mercedes konzentriert sich längst auf 2020
Autor:

Hat Mercedes bewusst in Kauf genommen, Ferrari 2019 noch einmal herankommen zu lassen, um sich hinter den Kulissen bereits auf die Saison 2020 zu konzentrieren?

In Russland konnte Mercedes zwar zum ersten Mal seit dem Großen Preis von Ungarn Anfang August wieder ein Formel-1-Rennen gewinnen. Das schnellere Auto hatte aber auch in Sotschi wieder Ferrari. Die Scuderia macht seit der Sommerpause den stärkeren Eindruck. "Ferrari hat momentan im Schnitt das schnellste Auto - egal auf welcher Strecke", erklärt auch Ex-Mercedes-Pilot Nico Rosberg.

"Wer hätte das kommen sehen? Noch vor ein paar Monaten war Mercedes meilenweit vor allen anderen. Ferrari war im Niemandsland, und wir waren alle enttäuscht. Und jetzt sind sie wieder da", so der Weltmeister von 2016. Er glaubt, dass Ferrari die Upgrades "sicher" geholfen haben. Die Scuderia habe für den SF90 viel Abtrieb gefunden, ohne gleichzeitig den Luftwiederstand zu sehr zu erhöhen.

Rosberg hat aber auch noch eine andere "Theorie", warum die Lücke zwischen Mercedes und Ferrari nicht nur verschwunden ist sondern sich sogar leicht ins Gegenteil umgekehrt hat. Der Ex-Champion erklärt, dass ein Formel-1-Team in der Regel bereits beim Saisonstart rund zehn Prozent seiner Ressourcen auf das Auto für das kommende Jahr verwende.

Rosberg vermutet "extremen Weg" bei Mercedes

"Mit jedem Rennen verschieben die Teams mehr und mehr Ressourcen zum Auto für das nächste Jahr", verrät Rosberg und ergänzt: "Und weil Mercedes [in der ersten Saisonhälfte] so dominiert hat und so weit vorne war, haben sie sich vielleicht sehr früh entschieden, viele Ressourcen bereits auf das nächstjährige Auto zu verlagern, um da einen Vorsprung zu haben."

Mercedes gewann 2019 die ersten acht Rennen und holte dabei sechs Doppelsiege. In der WM hatte man dadurch im Sommer bereits eine große Lücke zu den Verfolgern. "Aber es hat ihre Entwicklung in diesem Jahr auf jeden Fall beeinträchtigt. Manchmal verschiebt man schon vor der Sommerpause bis zu 80 Prozent der Entwicklung auf das neue Auto. Dann bleiben nur noch 20 Prozent für das aktuelle Auto", erklärt Rosberg.

"Vielleicht hat Mercedes so einen extremen Weg gewählt", sagt der 34-Jährige und erinnert: "Ferrari hat in Singapur dagegen dieses große Upgrade gebracht. Sie haben zwar gesagt, dass es das letzte [2019] war. Aber das wäre dann noch immer eins mehr als Mercedes in diesem Jahr. Vielleicht kommt daher dieser große Schritt." Die Zahlen unterstützen diese Theorie.

WM-Titel so oder so fast sicher

Mercedes konnte lediglich zwei der vergangenen sechs Rennen gewinnen. Und in beiden Fällen war es knapp. In Ungarn kam Hamilton nur dank der Strategie an Max Verstappen vorbei, in Sotschi profitierte er vom Ausfall von Sebastian Vettel und der folgenden virtuellen Safety-Car-Phase. Zudem holte Mercedes seit fünf Rennen keine Pole-Position mehr.

Ein Fehler sei diese mögliche Entscheidung aber nicht gewesen, merkt Rosberg an. "Momentan sieht es nicht danach aus, dass Mercedes sich zu früh entschieden hat, [sich auf 2020 zu konzentrieren,] weil sie noch immer so einen großen Punktevorsprung haben", erinnert er. Für ein sei es "sehr unwahrscheinlich", dass Mercedes einen der beiden WM-Titel noch verliere.

In der Fahrer-WM hat Hamilton fünf Rennen vor Saisonende 107 Punkte Vorsprung auf den besten Nicht-Mercedes-Piloten. Er könnte also die nächsten vier Rennen auslassen, und die Silberpfeile würden trotzdem sicher mit der WM-Führung zum Finale nach Abu Dhabi reisen. Ähnlich sieht es in der Konstrukteurs-WM aus. Dort liegt man 162 Punkte vor Ferrari.

Mit Bildmaterial von LAT.

Russland-Kontroverse: Leclerc vertraut Teamkollege Vettel weiterhin

Vorheriger Artikel

Russland-Kontroverse: Leclerc vertraut Teamkollege Vettel weiterhin

Nächster Artikel

Chancenlos ohne Windschatten: Wie Hamilton den Sotschi-Start erlebt hat

Chancenlos ohne Windschatten: Wie Hamilton den Sotschi-Start erlebt hat
Kommentare laden