Sebastian Vettel auf P7: "Ich war gefühlt immer Käpt'n an Bord"

Warum sich Aston-Martin-Fahrer Sebastian Vettel im Formel-1-Rennen in Mexiko wie auf einem Schiff gefühlt hat und was in seinem Grand Prix alles richtig lief

Sebastian Vettel auf P7: "Ich war gefühlt immer Käpt'n an Bord"

Sebastian Vettel wollte ausgehend von P9 in der Startaufstellung in die Punkte fahren. Und das hat auch geklappt: Beim Mexiko-Grand-Prix 2021 in Mexiko-Stadt kreuzte Vettel am Ende auf P7 die Ziellinie und holte damit im 18. Saisonrennen zum sechsten Mal Punkte für Aston Martin. Es war sein drittbestes Ergebnis nach P2 in Baku und P5 in Monaco. Und eines, mit dem Vettel selbst sehr zufrieden ist.

Der viermalige Formel-1-Weltmeister meint: "Wir hatten, glaube ich, ein ganz gutes Rennen. Als ich freie Fahrt hatte, konnte ich mir die Reifen einteilen. Ich war gefühlt immer Käpt'n an Bord und konnte das machen, was ich wollte."

Und das war dieses Jahr nicht immer so, wie Vettel hinzufügt. "Wir hatten leider viele Rennen, wo ich im Qualifying nicht zurande kam, irgendwie eins nicht zum anderen wollte. Dann habe ich mich [im Rennen] unheimlich schwergetan. Wenn man einmal da hinten drinsteckt, dann ist es sehr schwierig."

Eigentlich sei die Rennpace des AMR21 "eher eine Stärke", sagt Vettel. "Die konnten wir aber leider nicht so oft ausspielen." Doch in Mexiko ging die Rechnung auf für Aston Martin: Es sei ein "solides Rennen" gewesen, betont Vettel. "Ich bin ziemlich zufrieden. Wir sind für uns gefahren und konnten im Feld mitschwimmen."

Vettel: Verwirrung nach Bottas-Dreher in Kurve 1

Doch ganz problemlos kam der Deutsche nicht über die Runden: Gleich in Kurve 1 wurde es brenzlig, als McLaren-Fahrer Daniel Ricciardo mit Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas aneinandergeriet und Bottas in einen Dreher schickte. Vettel verfolgte diese Szene aus der ersten Reihe.

"Ich sah, wie sich der Mercedes drehte und wusste nicht genau, wo er hin ist. Ich dachte, er hält vielleicht an, aber er hat rollen lassen. Ich musste dann noch weiter ausholen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als über das Gras zu fahren, um irgendwie auszuweichen. In dem Moment habe ich natürlich einen Platz gegenüber Antonio [Giovinazzi] verloren", berichtet Vettel.

Doch der Aston Martin holte den Alfa Romeo wieder ein: In Runde 15 hatte Vettel hinter Giovinazzi DRS und überholte in Runde 16. Diese Position brachte Vettel schließlich auch ins Ziel, fuhr über weite Strecken unbehelligt. "Ich hatte nicht das ganze Rennen über Stress mit Zweikämpfen und so weiter, sondern war relativ auf mich fokussiert und auf meine Reifen", sagt er.

Alles nach Fahrplan für Vettel im Rennen

Genau so hatte er sich den Grand Prix nach dem Qualifying vorgestellt. "Ich wusste: Wenn wir die Position ungefähr würden halten können, dann würden wir gut aussehen und könnten Punkte mitnehmen. Genau dieser Fall ist eingetreten, wenngleich wir vom Dreher von Valtteri profitiert haben", erklärt Vettel, der noch am Sonntagabend die Weiterreise nach Brasilien antritt.

Dort will der Aston-Martin-Fahrer sich in Ruhe akklimatisieren und noch "etwas Sport machen", sich aber auch Freizeit gönnen vor dem nächsten Einsatz am kommenden Wochenende. Er könne sich zum Beispiel "Dart spielen" gut vorstellen. "Ich muss mal schauen, ob es dort irgendeinen Pub gibt. Wird sich finden", meint Vettel.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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