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Formel 1 Suzuka

Toto Wolff: Mercedes greift notfalls in Suzuka mit Stalloder durch

Keine Siegerlaubnis per se für Valtteri Bottas mehr: Toto Wolff will vor dem Rennen in Japan keine Garantien abgeben – egal wie groß der Punktvorsprung Lewis Hamiltons ist

Dominik Sharaf Adam Cooper

Bearbeitet: 06.10.2018, 11:32

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Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09 EQ Power+

Toto Wolff will aus der kontrovers diskutierten Mercedes-Stallregie beim Russland-Grand-Prix seine Lehren gezogen haben. Für das Rennen in Japan am Sonntag Formel 1 2018 live im Ticker! verspricht der Sportchef eine andere Herangehensweise bei der Taktikbesprechung im Vorfeld. "Selbst der beste Plan kann danebengehen, sobald der Feind ins Spiel kommt", weiß Wolff nach Sotschi.

Heißt wohl: Es wird keine Siegerlaubnis für Bottas per se mehr geben, weil Titelkandidat Hamilton unter den Druck der Konkurrenz geraten könnte und dann ein Schutzschild bräuchte. So möchten die Silberpfeile den Finnen nicht wieder in dem Glauben, gewinnen zu können, zurückpfeifen müssen. "Wir müssen uns Raum für Entscheidungen lassen, die ein notwendiges Übel sind", sagt Wolff.

Die Frage ist, ob Mercedes einen ungefährdeten Doppelsieg in der Reihenfolge Bottas-Hamilton zulassen würde. Und ob man es tolerieren würde, wenn die in der Gesamtwertung chancenlosen Max Verstappen und Kimi Räikkönen sich anschickten, ihrem Chefpiloten WM-Punkte wegzunehmen.

Fair wäre es, mit Blick auf die Fahrer-WM aber nicht klug. "Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem Racer und dem kaltblütigen, rationalen Typ", meint Wolff. In Russland hätte er einen Einlauf in jener Reihenfolge zunächst befürwortet, in Anbetracht der Gefahr durch Vettel seine Meinung aber geändert. Er wolle sich daher "alle Optionen offenhalten und abwarten". Also keine Garantien mehr.

Auch das ist eine Lehre, die Wolff gezogen hat: "Im Gegensatz zu Sotschi glaube ich nicht mehr, dass wir jede Eventualität vorher besprechen können. Unser Plan hat den ersten Kontakt mit dem Feind nicht überlebt." Er habe den Fehler gemacht, sich damals nicht hundertprozentig klar auszudrücken. Wie die deutliche Ansage für Japan aussehen wird, verschweigt er allerdings.

Klar ist nur, dass 50 Zähler Vorsprung, die Hamilton fünf Grands Prix vor Saisonende auf Vettel gehamstert hat, nichts an Mercedes' Überlegungen ändern. "2007 hatte Lewis – umgerechnet auf das heutige System – 45 Punkte Vorsprung. Und er hat die WM verloren. Hätte je einer daran gedacht, dass man 45 Punkte in zwei Rennen verlieren kann?", fragt Wolff und antwortet: "Unmöglich!"

Er ist gewarnt vor Ferrari, obwohl die Scuderia in der zweiten Saisonhälfte aus dem Tritt gekommen zu sein scheint: "Im Sommer hatten wir eine Phase, in der wir nicht das schnellste Auto hatten, aber trotzdem die Rennen gewonnen haben. Ich möchte nicht, dass wir den Fuß vom Gas nehmen." Außer natürlich, er gehört dem in Führung liegenden Valtteri Bottas ...

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