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WM-Situation: Flattern bei Red Bull jetzt die Nerven?

Der Blick auf die aktuelle WM-Situation: Wer gestärkt aus den jüngsten Formel-1-Rennen hervorgeht und wie sehr Red Bull nach neun Grands Prix angeschlagen ist

WM-Situation: Flattern bei Red Bull jetzt die Nerven?

Red Bull war schon mal dominanter in der Formel 1. Das ist das Zwischenfazit zur Saison 2024 nach bisher neun Rennwochenenden für das Team von Max Verstappen. Denn in Monaco ging der Sieg an Ferrari und in der WM haben die Verfolger viel Boden gutgemacht.

Selbst Red-Bull-Teamchef Christian Horner spricht von "schwierigen Rennen", wenngleich Verstappen zwei der jüngsten drei Grands Prix gewonnen habe und in Kanada in zeitgleich mit Pole-Mann George Russell in die erste Startreihe gefahren sei. "Und das mit einem Auto, das laut beiden Fahrern Defizite aufweist", sagt Horner. "Wir haben also einiges, das wir verbessern können."

Deshalb ist Horner vor dem Spanien-Grand-Prix in Barcelona nicht sorgenfrei: Die Red-Bull-Leistung in Monaco und Kanada wirft Fragen auf. "Denn es kommen später in der Saison noch Strecken wie Singapur. Das könnte zum Faktor werden", meint Horner.

 

"Wir gehen nämlich wirklich davon aus, dass Ferrari, McLaren und seit Kanada auch Mercedes auf jeder Strecke konkurrenzfähig sein werden. Obwohl wir bislang sechs von neun Grands Prix gewonnen haben, müssen wir in Bestform auftreten, um sie zu distanzieren."

WM-Stand: Die Konkurrenz holt auf

Tatsächlich war Red Bull seit dem Rennen in Miami nicht mehr das punktbeste Team an einem Rennwochenende, musste sich in Monaco und Kanada - vor allem durch Ausfälle bei Sergio Perez - sogar gleich zwei anderen Rennställen beugen.

Ist der Formel-1-Riese also angeschlagen? Das glaubt Mercedes-Teamchef Toto Wolff nicht und meint bei Sky: "Max und Red Bull darf man nicht unterschätzen. Sie sind noch immer die Messlatte."

Allerdings seien vor allem McLaren "gewaltige Fortschritte" gelungen, betont Wolff. "Und Ferrari darf man auch nicht vergessen. Wir haben jetzt also vier konkurrenzfähige Teams."

"In Kanada gab es zwei oder drei Teams, die das Rennen potenziell hätten gewinnen können. Wir vielleicht nicht ganz. Aber das Wichtigste ist, dass die Abstände kleiner werden", sagt Wolff. (Hier die Datenanalyse zum aktuellen Kräfteverhältnis abrufen!)

Red Bull: In Barcelona zurück zu alter Stärke?

Offen ist, was das für den weiteren Verlauf der Formel-1-Saison 2024 bedeutet. Ferrari-Fahrer Carlos Sainz gibt sich da nur vorsichtig optimistisch: "Ich glaube, sowohl McLaren als auch Ferrari können eine Bedrohung für Red Bull darstellen. Aber Rennen wie in Kanada [mit einem Doppelausfall] können wir uns da nicht erlauben. Wir brauchen mehr Rennen wie in Monaco."

Jetzt aber stehen erst einmal Strecken im Kalender, die auf dem Papier Red Bull liegen dürften. Deshalb spricht Wolff bei Barcelona von einem "guten Test" für alle Teams, weil der Kurs dort "alle möglichen Kurven" aufweise und daher als idealer Gradmesser dienen könne. "Vielleicht wird es dort interessant, ob Red Bull dort wieder stark ist", meint Wolff.

Ferrari-Fahrer Charles Leclerc jedenfalls rechnet mit einem Comeback der WM-Spitzenreiter: "Ich schätze, die Stärken von Red Bull werden auf einer Strecke wie Barcelona besser sichtbar. Aber warten wir ab. Und hinter Red Bull werden wir alle ziemlich eng beisammen liegen."

Ferrari versucht die Kanada-Schlappe zu ergründen

Gerade Ferrari aber geht mit Hausaufgaben in die nächste Europa-Phase der Meisterschaft, nach "einer Art Sonderfall" in Kanada, wie es Sainz formuliert. "Wir müssen erst schauen, was da passiert ist bei uns. Es scheint, als hätten wir dieses Jahr im Qualifying mehr zu kämpfen als im Rennen. Aber wenn dir in Q2 eine Sekunde fehlt, dann stimmt einfach was nicht mit dem Auto."

Und in Kanada habe es für Ferrari "nie klick gemacht" und "wir waren nie schnell genug", sagt Sainz. "Klarerweise haben die anderen Teams im Qualifying die Reifen besser vorbereitet als wir. Im Rennen hingen wir dann im Mittelfeld fest und waren nicht dazu in der Lage, Fortschritte zu machen."

Mercedes glaubt: Jetzt geht was!

Anders Mercedes: Die Sternmarke sieht nach dem Kanada-Grand-Prix ausdrücklich "das Positive" und glaubt einen "echten Schritt" mit dem W15 gemacht zu haben. Teamchef Wolff meint: "Die Entwicklungsrichtung stimmt. Die Fahrer sagen, sie können jetzt Druck machen mit dem Auto. Sie haben mehr Vertrauen, und damit fällt ihnen alles viel leichter."

Der Enthusiasmus bei Mercedes ist sogar so groß, dass Technikchef James Allison sogar einen schnippischen Kommentar in Richtung Red Bull absetzte. Tenor: Das jüngste Upgrade dort sei eher ein "Downgrade" gewesen, also ein Rückschritt.

Dazu sagt Horner schlicht: "Selbst mit unserem Downgrade haben wir ihr Upgrade geschlagen. Das war ein besonders lohnenswerter Sieg."

Red Bull räumt ein: Viel kommt da nicht mehr

Aber hat Red Bull die Zeichen der Zeit erkannt und wird alsbald nachrüsten am RB20? Horner hält sich bedeckt: "Es wird kleinere Updates geben über die Sommermonate hinweg." Ein größeres Update sei "möglich", festlegen will sich der Teamchef aber nicht.

Nur so viel: "Es geht nur um kleine Änderungen. Du musst schon sehr sorgfältig überlegen, wo du deine Updates bringst in diesem Jahr. Und wir haben den [technischen] Zenit beinahe erreicht. Das heißt, die Verbesserungsrate ist nicht mehr so groß."

Weiterer Co-Autor: Filip Cleeren, Jake Boxall-Legge. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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