WEC-Fahrer Andre Lotterer wechselt zu Techeetah in die Formel E

Der bisherige Porsche-Werksfahrer Andre Lotterer hat ein neues Betätigungsfeld gefunden: Statt in der WEC fährt der Deutsche künftig für Techeetah in der Formel E.

Der dreimalige Le-Mans-Sieger wird zur kommenden Saison den Platz von Stephane Sarrazin bei übernehmen. Lotterer als gebürtiger Duisburger ist somit schon der 2. Porsche-LMP1-Pilot nach Neel Jani (Dragon), der in der "Elektro-Formel-1" eine neue Heimat findet. Lotterer wird im Team neben dem erfahrenen Jean-Eric Vergne agieren.

"Jean-Eric Vergne und Andre Lotterer bilden eine der stärksten Fahrerpaarungen in der Formel E. Ich bin mir sicher, sie werden sich zu neuen Höchstleistungen antreiben", sagt Teamchef Ivan Yim. "Andre hat in seiner Karriere viel Erfahrung bei den wichtigsten Werksteams im Motorsport gesammelt. Er bringt unheimlich viel Erfahrung mit in unser Team, in dem wir sowohl mittelfristig als auch langfristig die Entwicklung vorantreiben."

Auch Lotterer zeigt sich begeistert: "Ich fühle mich geehrt und bin stolz, bei Techeetah mein Formel-E-Debüt zu geben. Die Formel E ist in den letzten Jahren zu einer der spannendsten Rennserien geworden. Techeetah hat in der vergangenen Saison einen sehr starken Eindruck hinterlassen und einige Werksteams geschlagen. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit JEV und allen bei Techeetah und darauf, das nächste Kapitel meiner Karriere zu beginnen."

Lotterer hat bislang einzelne Sessions im Simulator absolviert, muss nun aber noch das reale Fahrzeug kennenlernen. "Als Privatteam stehen uns nur 3 Testtage zur Verfügung", so Teamchef Yim. "Wir planen, Andre so schnell wie möglich mit dem Format und dem Auto vertraut zu machen. Was wir vorhaben, liegt auf der Hand: Wir kombinieren einen schnellen Fahrer mit dem bewährten Renault-Antriebsstrang. Saison fünf ist das Fernziel. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir Andre schon in Saison vier dabei helfen können, sich an der Seite von Jean-Eric bestmöglich für den Titelkampf vorzubereiten."

Der neue Formel-E-Fahrer wiederum meint, er sei im Simulator "positiv überrascht" worden. "Es ist sehr interessant, wie man mit der Energie haushalten muss. Da musst du schon sehr clever vorgehen", sagt Lotterer. "Die Autos haben keine 1.000 PS, aber die Formel E sieht auf ihren Rennstrecken trotzdem anspruchsvoll aus. Was vielleicht an reinem Speed fehlt, macht die Rennserie mit ihrem Wettbewerb zwischen vielen Topfahrern wett. Es ist eine spannende Plattform, die von mehr und mehr Herstellern entdeckt wird. Das Niveau wird also immer weiter ansteigen."

Lotterer, der in der WEC nach seinem Wechsel von Audi zu Porsche auf seinen 1. Rennsieg wartet, wird womöglich weiterhin in der japanischen Super-Formula antreten. Zudem will er an seiner Leidenschaft festhalten: "Ich will einen Fuß in der Tür zum Langstreckensport behalten, was auch immer passiert. Ich würde gern weiter in Le Mans um den Sieg kämpfen. Wenn es im nächsten Jahr einen guten Wettbewerb in der LMP1-Klasse gibt, dann würde ich das gern weiter machen."

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