Traum Motorsport: "Wir wollen die Renneinsätze aus der Schweiz leiten"

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Traum Motorsport:
Peter Wyss
Autor: Peter Wyss
31.05.2017, 12:50

Für viele Fans bei den 24h Nürburgring 2017 waren die beiden gelben Glickenhaus SCG003C die Publikumslieblinge. Das neuformierte Schweizer Team mit Sitz in Chiasso wurde leider unter Wert geschlagen.

#702 Traum Motorsport, SCG SCG003C: Thomas Mutsch, Andrea Piccini, Felipe Laser, Franck Mailleux
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#704 Traum Motorsport, SCG SCG003C: Jeff Westphal, Franck Mailleux, Andreas Simonsen, Felipe Laser
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#702 Scuderia Cameron Glickenhaus, SCG SCG003C: Thomas Mutsch, Jeff Westphal, Andreas Simonsen, Felipe Laser
#701 Scuderia Cameron Glickenhaus, SCG SCG003C: Manuel Lauck, Franck Mailleux, Jeroen Bleekemolen, F
#702 Scuderia Cameron Glickenhaus, SCG SCG003C: Thomas Mutsch, Jeff Westphal, Andreas Simonsen, Felipe Laser
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#701 Scuderia Cameron Glickenhaus, SCG SCG003C: Manuel Lauck, Franck Mailleux, Jeroen Bleekemolen, F
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#702 Scuderia Cameron Glickenhaus, SCG SCG003C: Thomas Mutsch, Jeff Westphal, Andreas Simonsen, Felipe Laser
#702 Scuderia Cameron Glickenhaus, SCG SCG003C: Thomas Mutsch, Jeff Westphal, Andreas Simonsen, Felipe Laser
Kommandostand der Scuderia Cameron Glickenhaus

Mit der Pole Position bestätigte Jeff Westphal im Top-30-Qualifying den Speed der SCG003C, den diese schon beim Qualifikationsrennen im April an den Tag gelegt hatten. An der Zuverläßigkeit über die längste Distanz zweifelten die Gegner im Gegensatz zum Team aber nach wie vor.

Die beiden Sportwagen aus der Klasse der Sonderfahrzeuge (SP-X), die über ihr Gewicht und den Ladedruck der Leistung von GT3-Autos angepaßt wurden, liefen technisch jedoch einwandfrei. Die Probleme waren anderer Natur. 

Thomas Jäger knallte mit seinem Mercedes-AMG dem fast zweieinhalb Stunden lang führenden SCG003C #704 von Polesetter Westphal beim brüsken Abbremsen vor einer Code-60-Zone ins Heck. Die Reparaturarbeit warf das Team von P1 auf P36 zurück. Auf Platz 11, kurz vor dem Vorstoß in die Top Ten, verunglückte Andreas Simonsen 4:30 h vor Ablauf der Zeit aufgrund eines schleichenden Reifenschadens.

Der zweite SCG003C #702 ließ sich aus zunächst unerklärlichen Gründen nie volltanken und konnte daher nur kurze Stints absolvieren. Weil mit sechs Fahrern auf zwei Wagen die Strategie nicht mehr zu berechnen war, musste dem Übel bei einem Reparaturstopp in der Boxengarage auf den Grund gegangen werden. 

 

Schuld war ein verrutschter Tankentlüftungsschlauch. Dank ihrer Regelmäßigkeit kamen Thomas Mutsch, Andreas Piccini, Felipe Laser und Franck Mailleux dennoch auf P19 als Klaßensieger ins Ziel.

"Ich denke, wir haben die großen Hersteller an diesem Wochenende etwas nervös gemacht", schmunzelt Claudio di Paola, ein Schweizer mit italienischen Wurzeln. Seiner Frau Chiara gehört das Team Traum Motorsport. Ihr Vater Paolo Garella ist Urheber und Leiter des SCG-Projekts, dessen Firma Manifattura Automobili Torino (MAT) die attraktiven Sportwagen mit den Honda-V6-Biturbomotoren in Handarbeit herstellt. Die auf dem Nürburgring eingesetzten Chassis 02 und 04 gehören dem US-Unternehmer Christopher A. Ruud. 

 

Das Office des Teams mit Schweizer Lizenz befindet sich in Chiasso, Tessin. Claudio di Paola sucht nun eine geeignete Werkstätte, um von dort aus zu operieren. "Wir wollen zeigen, dass man so etwas auch aus der Schweiz machen kann, wie es andere Teams tun. Wir wollen die Renneinsätze von MAT wegbringen. Und in vielen Dingen ist die Schweiz Gold wert", begründet der frühere Sauber-F1-Mechaniker aus Mönchaltdorf ZH diesen Schritt. 

Was nach dem 24-Stunden-Rennen kommt, ist noch ungewiss. Di Paola: "Wir werden das intern besprechen. Die Marke SCG und Traum Motorsport sollen nun bekannter werden." 

 

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