Schrötter in Portimao auf P10: "Es wird kein Freudentaumel aufkommen"

Auf Kurs zu Platz zehn in der WM: Marcel Schrötter zeigt beim Grand Prix der Algarve ein ordentliches Rennen und kämpft sich von Startplatz 15 in die Top 10 vor

Schrötter in Portimao auf P10: "Es wird kein Freudentaumel aufkommen"

Marcel Schrötter wurde beim Grand Prix der Algarve in Portimao auf Platz zehn gewertet. Der Deutsche machte von Startplatz 15 aus bereits in den ersten Runden einige Positionen gut und festigte mit Platz zehn seinen zehnten Platz in der Gesamtwertung.

"Mit diesem zehnten Platz können wir zufrieden sein. Es wird deswegen bestimmt kein Freudentaumel aufkommen", kommentiert Schrötter. "Aber nach etlichen mühsamen Rennen ist uns endlich wieder einmal gelungen, ein einigermaßen ordentliches Ergebnis einzufahren. Die Gesamtperformance in diesem anstrengenden 23 Runden gibt aber Anlass zur Zuversicht."

"Mit nur 13 Sekunden Rückstand auf die Siegerzeit ins Ziel zu kommen, noch dazu von Platz 15 kommend, ist nicht schlecht. In den ersten fünf, sechs Runden verliert man von dort hinten gut und gerne mehr als die Hälfte allein schon wegen der Zweikämpfe. Ich denke, es kann sich allemal sehen lassen. Zudem habe ich meine persönliche Zielsetzung erreicht. Darüber bin ich froh", so der Deutsche.

"Es hat mit einem starken Warm-up begonnen", kommentiert er Platz fünf am Sonntagvormittag. "Nicht nur die Platzierung hat das Selbstvertrauen gestärkt, sondern vielmehr die Tatsache, dass unser Versuch mit der härteren Reifenoption aufgegangen ist. Wir wollten sehen, wie die Pace mit dieser Mischung ist. Zu unserem Erstaunen war sie fast identisch wie mit dem weicheren Reifen."

Harter Hinterreifen die richtige Wahl für das Rennen

"Daher gab es für uns keine Zweifel, was die Reifenwahl für das Rennen angeht. Letztendlich haben wir doch noch überlegt, da es bis zum Rennen deutlich wärmer geworden ist. Asphalttemperaturen im Bereich von 25 bis 30 Grad sind das maximale Fenster, in dem diese Option funktioniert. Aber wir hatten nichts zu verlieren und da unsere Pace am Vormittag sehr gut damit war, haben wir uns so entschieden", begründet er die Wahl des harten Reifens.

"Wir werden dennoch hart weiterarbeiten müssen", ist sich Schrötter bewusst. "Dieses Wochenende war im Generellen nicht ganz so verkehrt, auch wenn wir in FT3 wieder einen Durchhänger hatten. Aber wir waren teilweise näher dran als sonst und an diesem Punkt werden wir weitermachen."

Marcel Schrötter

Marcel Schrötter entschied sich nach P5 im Warm-up für den harten Reifen

Foto: IntactGP

"In Valencia in einer Woche werden wir nochmals alles geben, um diese Saison mit einem weiteren soliden Top-10-Ergebnis abzuschließen. Ein großer Dank an das gesamte Team für ihren unermüdlichen Einsatz. Wir geben nicht auf und werden bis zum Schluss weiterkämpfen", verspricht Schrötter seinen Fans.

Teammanager Jürgen Lingg wünsch sich bessere Qualifyings

Teammanager Jürgen Lingg zieht ein positives Fazit: "Im Moment müssen wir mit einem zehnten Platz zufrieden sein. Es war ein gutes Rennen von ihm. Schon allein rein von den Rundenzeiten her, seiner Pace und dem Abstand zur Spitze, der hier in Portimao wesentlich geringer war, als in den vergangenen Rennen."

"Für mich ist das fast das Wichtigste, denn dadurch sieht man, dass wir gute einstellige Ergebnisse einfahren können, vorausgesetzt wir platzieren uns im Qualifying besser. Die Jungs haben dieses Wochenende wirklich eine super Arbeit geleistet. Die Reifenwahl war nicht einfach, aber letztlich wurde die richtige Entscheidung getroffen", bilanziert der Intact-Teammanager.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Moto2 Portimao 2: Remy Gardner vergrößert WM-Vorsprung auf 23 Punkte
Vorheriger Artikel

Moto2 Portimao 2: Remy Gardner vergrößert WM-Vorsprung auf 23 Punkte

Nächster Artikel

Moto2 Valencia FT1: Bestzeit Augusto Fernandez, Ajo-Duo riskiert nichts

Moto2 Valencia FT1: Bestzeit Augusto Fernandez, Ajo-Duo riskiert nichts
Kommentare laden