Bester MotoGP-Rookie 2022: Marco Bezzecchi auch in Australien vorne dabei

Auf Phillip Island kämpft Marco Bezzecchi um den Sieg und verpasst seinen zweiten Podestplatz knapp - Mit Platz vier gewinnt er die Wertung bester Rookie des Jahres

Bester MotoGP-Rookie 2022: Marco Bezzecchi auch in Australien vorne dabei
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Marco Bezzecchi (VR46-Ducati) ist der beste MotoGP-Rookie des Jahres 2022. Mit Platz vier in Australien entschied der Italiener diese Wertung nicht nur vorzeitig, sondern souverän für sich. Bezzecchi hat zwei Rennen vor Saisonende 70 WM-Punkte mehr auf dem Konto als Fabio di Giannantonio (Gresini-Ducati).

Bezzecchi sammelte insgesamt 93 Zähler, di Giannantonio 23, Darryn Binder (RNF-Yamaha) zwölf, Remy Gardner (Tech-3-KTM) zehn und Raul Fernandez (Tech-3-KTM) neun. Die Angelegenheit war für "Bez" also eine klare Sache.

Im Laufe der 18 Rennen verzeichnete der VR46-Fahrer drei Ausfälle. Dreimal kam er außerhalb der WM-Punkteränge ins Ziel. Aber es stehen auch acht Top-10-Ergebnisse zu Buche. Höhepunkt war Rang zwei in Assen.

Dass Bezzecchi bester Rookie werden würde, hat sich seit Wochen abgezeichnet. Dass er den Titel mit einem starken Rennen wie auf Phillip Island fixiert, war das Sahnehäubchen. "Ich bin sehr glücklich über dieses Ergebnis, weil wir in diesem Jahr sehr gut gearbeitet haben."

"Wir sind von Anfang an schnell und versuchen uns bei jedem Rennen zu verbessern. Ehrlich gesagt, ich hätte so eine gute Saison nicht erwartet", sagt Bezzecchi. In der Auslaufrunde wartete sein Team mit T-Shirts und feierte den Erfolg.

"Es war fantastisch, eine schöne Situation, weil ich es nicht erwartet habe. Es war ein wunderschöner Moment, mein Team auf der Strecke zu sehen. Auch die Leute aus unserem Moto2-Team sind gekommen."

"Danke an alle in der Akademie. Ich bin sehr stolz, wieder ein sehr schönes Rennen gefahren zu sein", sagt Bezzecchi. Dass es in Australien knapp nicht mit einem zweiten Podestplatz geklappt hat, trübt seine Freude aber nicht.

Überholmanöver "wie Jorge Lorenzo"

"Assen war besser, weil ich auf dem Podium war. Aber ich kann mich nicht beklagen. So ein schönes Rennen habe ich nicht erwartet. Es war ein positives Wochenende, weil ich an allen Tagen schnell war. Mit dem Podium muss ich es in den nächsten beiden Rennen probieren."

"Das Rennen war aber fantastisch. Es waren tolle Zweikämpfe mit vielen Fahrern. Ich habe einige Überholmanöver außen gemacht - so wie Jorge Lorenzo", vergleicht er sich mit dem dreimaligen MotoGP-Weltmeister.

"Ich wollte auf das Podium, aber ich konnte 'Pecco' nicht überholen. Nur in Kurve 1 war ich stärker, aber er kam aus der Zielkurve sehr gut hinaus. Ich habe versucht zu bestehen, aber Rins und Marquez waren zu schnell."

"Die Suzuki ist beim Reifenmanagement sehr gut. Am Ende hatte er mehr Traktion. Marc ist am Kurveneingang auf der Bremse sehr gut. Ich bin auch davon beeindruckt, dass er mit dem weichen Hinterreifen gefahren ist. Das wäre für mich unmöglich gewesen."

Das Phillip-Island-Rennen hat Bezzecchi insgesamt in vollen Zügen genossen: "Ja, sehr. In der Gruppe war es ein großer Kampf. Das Rennen hat Spaß gemacht. Es war ein sehr gutes Rennen. Im Qualifying hätte ich es etwas besser machen können, aber glücklicherweise macht das auf dieser Strecke keinen großen Unterschied."

Mit Bildmaterial von VR46.

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