Marc Marquez: Lieber 20 Rennen als Tests

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Marc Marquez: Lieber 20 Rennen als Tests
Toni Börner
Autor: Toni Börner
Co-Autor: Oriol Puigdemont
19.02.2018, 13:01

Weltmeister Marc Marquez würde lieber 20 Rennen pro Saison fahren, anstatt zu testen. Andrea Dovizioso beklagt die Reduzierung auf zwei Tests im kommenden Jahr.

Andrea Dovizioso, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team

Nächstes Jahr werden die Tests im aktuellen MotoGP-Jahr vor Saisonauftakt von deren drei auf zwei gekürzt. Diese Regeländerung stößt im Fahrerlager auf zweigeteilte Ansichten. Während sich Weltmeister Marc Marquez mit noch weniger Tests und dafür mehr Rennen anfreunden kann, sieht das Vizeweltmeister Andrea Dovizioso gänzlich anders.

"Das ist eine wirklich schlechte Idee, denn zwei Tests sind nicht genug", sagt Ducati-Werkspilot Dovizioso. "Schon jetzt sind drei Tests vor der Saison nicht genug, daher glaube ich, dass das eine echt schlechte Entscheidung ist." Dovizioso will aber unbedingt Sepang im Test-Kalender haben, selbst wenn es dort extrem heiß ist und oft regnet. "Aber dort kann man einfach am besten arbeiten", so der Vizeweltmeister.

Insgesamt sind die Testfahrten in den letzten Jahren aus Europa ausgelagert worden. Fand früher noch ein offizieller Test in Jerez statt – bei welchem auch ein BMW M Award vergeben wurde – beschränkt man sich seit einiger Zeit auf die andere Weltkugel. "Im Winter ist es ja leider schwierig, Strecken mit gutem Wetter zu finden. Daher weiß ich auch nicht was besser ist, ob jetzt Malaysia und Katar oder Malaysia und Phillip Island", so Dovizioso.

Lieber 20 Rennen

Honda-Werkspilot und Weltmeister Marc Marquez sieht das aber gänzlich anders. Dem Spanier wäre es lieber, die Tests weiter zu reduzieren und dafür den Rennkalender auszubauen. "Für mich sind zwei Tests mit zwei Tagen genug", sagte er im Rahmen des Buriram-Tests in Thailand am letzten Wochenende. "Ich mag Tests, weil ich gern auf dem Motorrad sitze, aber ich habe die Rennen lieber."

Bereits in diesem Jahr wächst der Kalender von 18 auf 19 Rennen an. Doch die MotoGP wird auf neuen Märkten wie Indonesien, Indien und Co gefordert, der Schrei nach der Weltelite des Motorradrennsportes wird nicht nur von den dortigen Fans immer lauter, sondern auch von den Herstellern, die in diesen Gebieten mittlerweile die größten Absätze fahren. Trotzdem steht dies immer wieder zur Diskussion, denn das Fahrerlager der MotoGP pfeift bei nahezu allen beteiligten bei 18 Rennen im Jahr schon auf dem letzten Loch. Der eine mehr, der andere weniger. "Mir wären echt 20 Rennen und weniger Tests lieber", sagt Marquez. "Am Ende ist es doch so: Wir hatten vieles zu probieren und zu testen, aber waren schon am ersten Tag gut aufgestellt und dann fahren, fahren, fahren wir."

"Weniger Tests werden für alle besser sein", unterstreicht der Spanier. Damit dürfte er im Fahrerlager aber nicht allzu viele Befürworter finden.

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