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Yamaha-Werksduo: "Nichts gefunden" seit erstem Misano-Wochenende

Valentino Rossi schneller, aber mit schlechterem Gefühl als zuletzt - Maverick Vinales gibt nach drei Jahren eine Hoffnung auf - Fabio Quartararo hofft auf besseren Start

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Yamaha-Werksduo: "Nichts gefunden" seit erstem Misano-Wochenende

Im Qualifying zum Grand Prix von San Marino in Misano fuhr Yamaha vor sechs Tagen mit allen vier MotoGP-Piloten in die Top 4. Fünf Tage später hat man ebenfalls in Misano am Trainingstag zum Grand Prix der Emilia-Romagna "nur" zwei der vier in die Top 5 gebracht. Allerdings liegen eben diese Top 5 extrem eng beisammen, sind nur durch 0,071 Sekunden getrennt.

Valentino Rossi jedoch hat die Top 5 deutlich verpasst. Der Lokalmatador, der nur wenige Kilometer von Misano entfernt in Tavullia zu Hause ist, fuhr im FT1 am Vormittag mit 1,111 Sekunden Rückstand auf P17. Am Nachmittag halbierte er seinen Rückstand, verpasste mit P12 aber nicht nur die Top 5, sondern auch die Top 10. Nach aktuellem Stand der Dinge wäre Rossi nicht direkt für Q2 am Samstag qualifiziert, denn im kombinierten Freitagsergebnis rangiert er nur an 15. Stelle.

Womit hat Rossi zu kämpfen, nachdem er vor fünf Tagen im Rennen an gleicher Stelle erst in der letzten Runde von einem Podestplatz verdrängt wurde? "Nach dem Test vom Dienstag hatte ich schon so ein Gefühl, dass es an diesem Wochenende schwieriger werden würde. Viele Fahrer haben sich steigern können und die anderen Hersteller haben die Abstimmung verbessert. Suzuki, KTM, Ducati und auch Honda, sie alle sind an diesem Wochenende deutlich stärker", urteilt Rossi.

Bildergalerie: MotoGP Emilia-Romagna in Misano

Für Yamaha hingegen gilt das nicht, wie "The Doctor" für seine Hälfte des Werksteams rund um Crewchief David Munoz anmerkt: "Der Test am Dienstag war wichtig für uns. Letzten Endes haben wir aber nichts gefunden, was einen deutlichen Fortschritt bedeuten würde. Deshalb arbeiten wir jetzt mit einem Bike, das jenem von voriger Woche sehr ähnlich ist."

"Ich bin zwar ein bisschen schneller als vor einer Woche, fühle mich aber nicht wohl, was die Balance des Bikes betrifft", gesteht Rossi und sieht vor allem "beim Bremsen und am Kurveneingang" noch Nachholbedarf. Verglichen mit seiner FT2-Zeit vom vergangenen Freitag hat Rossi eine halbe Sekunde gefunden, die Top 10 aber trotzdem verpasst. Sein erstes Ziel für Samstag ist es, im FT3 den Sprung in die Top 10 der kombinierten Zeitenliste zu schaffen. Anderenfalls müsste Rossi am Nachmittag schon in Q1 ran.

Vinales gibt Hoffnung auf, Hinterrad-Grip zu finden

Nur unwesentlich besser als bei Rossi lief es am Freitag bei seinem Teamkollegen Maverick Vinales. Zwar reihte er sich mit gerade mal 0,011 Sekunden Rückstand auf Fabio Quartararo (der schnellste Yamaha-Fahrer des Tages) an der vierten Stelle ein. Hinsichtlich der Rennabstimmung hat aber auch der Spanier "nichts gefunden", was eine Verbesserung gegenüber der Vorwoche bedeuten würde.

"Das Problem ist, dass ich gut zurechtkomme, solange ich Grip habe", erklärt Vinales und weiter: "Sobald aber der Grip verloren geht, kann ich nicht mehr an denselben Stellen bremsen und kann nicht mehr richtig einlenken. Ich habe dann kein Vertrauen mehr in das Vorderrad. Und deshalb glaube ich, dass wir an der Front ansetzen müssen."

Maverick Vinales

Vinales gibt die Hoffnung auf, den Grip am Hinterrad der M1 zu verbessern

Foto: Motorsport Images

Die Hoffnung, am Heck mehr Grip zu erzeugen, hat Vinales, der seit 2017 für Yamaha fährt, inzwischen aufgegeben: "Ich habe in drei Jahren mit diesem Bike keinen zusätzlichen Grip am Hinterrad gefunden. Ich will jetzt nicht noch mehr Zeit damit verschwenden. Wir wissen, dass das Hinterrad auf eine bestimmte Art und Weise arbeitet und müssen jetzt halt versuchen, damit zu leben. Morgen wollen wir uns sehr stark auf das Vorderrad konzentrieren, um dort mehr Grip und somit mehr Stabilität zu finden."

"Wow": Quartararo hofft auf besseren Start im Rennen

Petronas-Yamaha-Pilot Quartararo, der den Tag mit FT1-Bestzeit begonnen hatte, schloss unterm Strich als Dritter ab. "Unser Hauptziel war es, im FT2 einen guten Longrun zu fahren. Das ist uns gelungen und ich bin zufrieden", bekennt der Franzose, der mit Sturz im ersten der beiden Misano-Rennen seine seit Saisonbeginn gehaltene WM-Führung verloren hat.

Fabio Quartararo

Quartararo hofft, beim Thema Starts einen Durchbruch erzielt zu haben

Foto: Motorsport Images

Auf die Frage, was er im Vergleich zum vergangenen Sonntag besser machen will, antwortet Quartararo ganz klar: "Als erstes mal den Start. Zum Glück ist mir in dieser Hinsicht beim Test ein Fortschritt gelungen. Ich habe gegen Ende der Session [am Dienstag] acht Starts hingelegt. Beim letzten habe ich eine komplett andere Position auf dem Motorrad eingenommen und habe die Kupplung ein bisschen anders kommen lassen. Da dachte ich mir 'Wow, das könnte im Rennen richtig gut funktionieren.'"

Franco Morbidelli, der das Rennen am vergangenen Sonntag gewonnen und damit seinen ersten MotoGP-Sieg eingefahren hat, schloss den Freitag des zweiten Misano-Wochenendes knapp außerhalb der Top 5 ab. Zu seiner Medienrunde ist der Italiener aber nicht angetreten, weil er sich laut Mitteilung des Petronas-Teams "noch immer krank fühlt". Aus diesem Grund hatte Morbidelli schon den Test am Dienstag ausgelassen. In den beiden Freitagstrainings hat er es immerhin auf 38 Runden und P6 gebracht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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