Über die WSBK zurück in die MotoGP? Folger hat laut Bradl "mega viel Talent"

Jonas Folger steht vor seiner ersten Saison in der Superbike-WM: Landsmann Stefan Bradl bewertet die Chancen für ein Comeback in der MotoGP

Über die WSBK zurück in die MotoGP? Folger hat laut Bradl "mega viel Talent"

Am Wochenende startet die Superbike-WM in die neue Saison. Mit dabei ist Jonas Folger, der für das Bonovo-Action-Team von Michael Galinski eine BMW M1000RR pilotieren wird. Für Folger ist es die erste komplette WM-Saison seit dem Aus in der MotoGP im Herbst 2017.

In der MotoGP gibt es seitdem keinen deutschen Stammfahrer. Stefan Bradl absolvierte diverse Rennen als Wildcard-Pilot für Honda. Zudem kam Bradl als Ersatzpilot zu einigen Renneinsätzen. Abgesehen davon gab es keine deutsche Beteiligung. Kann sich Bradl vorstellen, dass sich Folger über die Superbike-WM für die Rückkehr in die MotoGP empfiehlt?

"Sag niemals nie. Die Chancen sind natürlich nicht unglaublich groß", erklärt Bradl in einem Video-Interview auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com. "Er muss sich in seiner ersten vollen Saison in der Superbike-WM wieder beweisen. Es steht außer Frage, dass er mega viel Talent hat und konkurrenzfähig sein wird", so Bradl.

"Ich denke schon, dass er für einige Highlights sorgen kann. Dann wird man sehen. Er hat knapp ein Jahr in der MotoGP verbracht, hat dann leider mit seiner Gesundheit zu kämpfen gehabt", erinnert sich Bradl an die MotoGP-Saison 2017, in der Folger für das Tech-3-Yamaha-Team fuhr und einige gute Ergebnisse erzielte.

"Es wäre wünschenswert aus deutscher Sicht. Aber eins nach dem anderen. Das wäre meine Herangehensweise. Er muss jetzt schauen, dass er in der Superbike-WM zurechtkommt und Erfolge einfährt. Wer weiß, es kann schon sein, dass ein Team den Jonas unter Vertrag nimmt", grübelt Bradl.

Jonas Folger

Neue Herausforderung: Jonas Folger startet mit einer BMW in der Superbike-WM

Foto: BMW Motorrad

Im August feiert Folger seinen 28. Geburtstag. In der MotoGP gab es in den vergangenen Jahren einen Generationswechsel. Die Generation von Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso verabschiedete sich. Junge Talente aus der Moto2 rückten nach und bestimmen aktuell das Geschehen.

Das macht die Situation für Folger umso schwieriger. "Wenn man die junge Generation anschaut, die aus der Moto2 nachrückt und mit Pedro Acosta ein neuer Held nach oben kommt, der in der Moto3 alles in Grund und Boden fährt, dann wird es im Alter nicht einfacher", bemerkt Bradl.

Jonas Folger, Monster Yamaha Tech 3

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Foto: Tech 3

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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

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Jonas Folger, Monster Yamaha Tech 3

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Jonas Folger, Monster Yamaha Tech 3

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Foto: Tech 3

Obwohl Folger in seiner MotoGP-Debütsaison nur an 13 Rennen teilnahm, beendete er die Meisterschaft in den Top 10. Das Highlight war Platz zwei beim Heimrennen auf dem Sachsenring. Zudem schaffte es Folger zwei Mal in die Top 6. Eine Panne beim Flag-to-Flag-Rennen in Brünn verhinderte ein weiteres Spitzenergebnis. Gesundheitliche Probleme zwangen Folger, die Saison im Oktober abzubrechen.

Mit Bildmaterial von Michelin.

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