WSBK-Comeback von Stefan Bradl? Kein Interesse trotz neuer Fireblade RR-R

Mit der Honda CBR1000RR-R Fireblade steht ein konkurrenzfähiges Superbike bereit, doch Stefan Bradl macht den WSBK-Fans keine Hoffnungen auf ein Comeback

WSBK-Comeback von Stefan Bradl? Kein Interesse trotz neuer Fireblade RR-R

In der WSBK-Saison 2017 ging Stefan Bradl mit überschaubarem Erfolg für das Ten-Kate-Honda-Team an den Start. Als Teamkollege von Nicky Hayden mühte sich Bradl mit der unterlegenen Honda Fireblade ab. Gegen Kawasaki, Ducati, Aprilia und Yamaha war mit dem Honda-Superbike wenig auszurichten.

Doch Honda legte im vergangenen Jahr nach und präsentierte eine deutlich konkurrenzfähigere Fireblade. Alvaro Bautista und Leon Haslam deuteten bereits das Potenzial der neuen CBR1000RR-R an, zählen aber zu den ältesten Fahrern im Feld der Superbike-WM. Hätte Stefan Bradl Lust, mit dem neuen Honda-Superbike sein wahres Potenzial zu zeigen?

"Solange ich die Chance habe, MotoGP-Prototypen zu fahren, interessiert mich die Superbike-WM nicht. Das muss ich ehrlich zugeben", kommentiert Bradl im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

HRC-Testfahrervertrag in der MotoGP reizvoller als WSBK-Stammpilot

Nach der WSBK-Saison 2017 unterschrieb Bradl bei HRC einen Vertrag als Testfahrer und kümmert sich seitdem um die Entwicklung der RC213V. Zudem ist Bradl der Honda-Ersatzfahrer und kam dadurch schon zu einigen Renneinsätzen.

Das Kapitel Superbike-WM war bereits im September 2017 vorbei. Beim WSBK-Event in Portimao stürzte Bradl und verpasste verletzungsbedingt den Rest der Saison. "Das Jahr in der Superbike-WM war für mich sehr lehrreich, hat aus technischen Gründen aber überhaupt nicht funktioniert", blickt der Zahlinger zurück.

In der Fahrerwertung landete Bradl auf der 14. Position. Ein sechster Platz in Assen war das beste Saisonergebnis. Die Honda Fireblade war nicht konkurrenzfähig. Im Laufe der Saison wurde das Ten-Kate-Team durch den Tod von Nicky Hayden zurückgeworfen.

MotoGP macht Stefan Bradl mehr Spaß als die Superbike-WM

Bradl erinnert sich nur ungern an das Jahr in der seriennahen Meisterschaft. "Ich habe in dieser Zeit gelernt, dass ich auf Prototypen Zuhause bin. Ein MotoGP-Motorrad ist etwas anderes. Es gibt mir viel mehr als ein Superbike", berichtet der langjährige Grand-Prix-Pilot.

"Klar, ein Superbike macht auch Spaß. Aber solange ich die Möglichkeit habe, in der MotoGP als Testfahrer diese megamäßigen und leistungsstarken Motorräder zu fahren, bin ich sehr zufrieden", erklärt Bradl. Am vergangenen Wochenende absolvierte Bradl einen Gaststart in der MotoGP (zu Bradls Reaktion) und zog sich mit Platz zwölft ordentlich aus der Affäre.

Mit Bildmaterial von Red Bull.

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