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WSBK-Format: Kehrt die Superbike-WM zum klassischen Zeitplan zurück?

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WSBK-Format: Kehrt die Superbike-WM zum klassischen Zeitplan zurück?
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19.04.2019, 05:36

In Assen kehrte die Superbike-WM ungewollt zum alten Format zurück: Fahrer und Teammanager wünschen sich die Rückkehr zum traditionellen Zeitplan

Von der Debütsaison 1988 bis 2015 wurden in der Superbike-WM pro Rennwochenende zwei Rennen am Sonntag gestartet. Die Verantwortlichen änderten ab 2016 das Format und zogen Lauf eins auf den Samstagnachmittag vor. Die Reaktionen waren gemischt. Es stellte sich heraus, dass der Rennsonntag dadurch abgewertet wird. Seit dieser Saison bereichert ein zusätzliches Sprintrennen den wichtigsten Tag des Wochenendes.

Doch in Assen führten die Wetterkapriolen (was am Samstagnachmittag passierte) dazu, dass die WSBK ungewollt zum klassischen Format zurückkehrte. Schneeregen machte die Durchführung von Lauf eins unmöglich. Das Rennen wurde auf Samstagvormittag geschoben und ersetzte das Sprintrennen über zehn Runden. Und die Fahrer waren begeistert.

Jonathan Rea

Jonathan Rea genoss die spontane Rückkehr zum alten SBK-Format in Assen

Foto: Kawasaki

"Ich genoss es. Es war wie in den alten Tagen der Superbike-WM - zwei Rennen an einem Tag", kommentiert Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki). Landsmann Alex Lowes (Yamaha) vertritt eine ähnliche Meinung: "Ich mag den Renntag. Zwei Rennen über die volle Distanz waren ziemlich gut. Es ist eine Herausforderung. Wir sollten drei volle Rennen fahren, weil das mehr Spaß macht."

Im Vergleich zum gewohnten 2019er-Format mussten die Fahrer einen Teil ihrer Mittagspause opfern. Doch der Unterschied war laut Rea kaum zu spüren: "Der einzige Unterschied war, dass ich weniger Zeit hatte, um Mittag zu essen und mich für das zweite Rennen vorzubereiten. Es war aber nicht so viel anders. Wir beendeten das Rennen lediglich 15 Minuten später, als es im Falle des Sprintrennens der Fall gewesen wäre", vergleicht er.

Yamaha-Teammanager Paul Denning

Yamaha-Teammanager Paul Denning

Yamaha-Teammanager Paul Denning outet sich ebenfalls als Fan des klassischen Formats und erkennt vor allem für die Planer der TV-Übertragungen Vorteile: "Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich nach wie vor sagen, dass das Format mit zwei Rennen am Sonntag, das wir in der Vergangenheit hatten, die beste Lösung für die Zuschauer ist", so Denning.

"Die Herausforderungen der TV-Übertragungen sind heutzutage deutlich schwieriger. Es würde mehr Sinn ergeben, wenn wir am Samstag ein Superpole-Rennen und am Sonntag zwei komplette Rennen haben, ähnlich wie es beim MXGP der Fall ist", erklärt der WSBK-Teammanager.

Das in dieser Saison neu eingeführte Sprintrennen würde Denning nicht abschaffen, denn es bietet den Zuschauern einen Mehrwert. Allerdings wäre es am Samstagnachmittag besser aufgehoben, meint Denning: "Ich denke, das Sprintrennen ist eine gute Sache. Es zeigt, dass die Dorna gewillt ist, den Zuschauern vor Ort mehr zu bieten. Es hat bereits für spannende Action gesorgt. Es gibt Fahrern, die ein schlechtes Qualifying hatten, die Gelegenheit, sich eine bessere Startposition für das zweite Rennen zu verschaffen, in dem es die vollen Punkte gibt."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Superbike-WM
Urheber Sebastian Fränzschky