Fernando Alonso und Teamkollegen stehen kurz vor WEC-Titel

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Fernando Alonso und Teamkollegen stehen kurz vor WEC-Titel
Autor:
Co-Autor: Jamie Klein
05.05.2019, 15:13

Fernando Alonso hat sein Ziel beinahe erreicht: Vor dem letzten WEC-Rennen fehlen ihm, Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima nur noch wenige Punkte

Die 6 Stunden von Spa-Francorchamps 2019 dürften die Vorentscheidung in der Fahrer-Weltmeisterschaft der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) erwirkt haben. Fernando Alonso, Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima haben vor dem Finale, den 24 Stunden von Le Mans, 31 Punkte Vorsprung. 39 Zähler sind bei der 87. Ausgabe des Langstreckenklassikers noch zu holen.

Es sieht also so aus, als würde Alonso bei seinem kurzen WEC-Abenteuer (er hat unlängst seinen Rücktritt zum Saisonende verkündet) alle Triumphe abräumen wird, die man holen kann: Siege in Le Mans und Sebring plus den WM-Titel.

Die einzige Weise, auf die Alonso/Buemi/Nakajima den Titel noch verlieren können, wäre ein größeres Problem am Toyota #8 bei den 24 Stunden von Le Mans bei einem gleichzeitigen Sieg des Schwesterfahrzeugs #7 von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose-Maria Lopez.

Alonso spricht von ausgleichender Gerechtigkeit

"Ich bin sehr glücklich mit den Punkten, die wir heute in der Weltmeisterschaft gut gemacht haben", sagt Alonso, der gemeinsam mit seinen Teamkollegen vom Technikpech beim Toyota mit der Startnummer 7 profitierte. "Ein schwieriges Rennen mit ständig wechselnden Bedingungen, man musste für alles bereit sein. Auch die Reifenwahl war schwierig." Die #8 lag einmal richtig daneben und verlor 50 Sekunden.

Für den zweimaligen Formel-1-Weltmeister waren die Ereignisse in Spa ausgleichende Gerechtigkeit - etwas, das er auch bei seinem Formel-1-Titel 2006 immer wieder anführte: "Das war auf jeden Fall ein dickes Plus bei den Punkten. Aber ich denke an Silverstone und Schanghai, wo wir deutlich mehr Punkte verdient hätten als wir geholt haben. Mit diesen Punkten wären wir rein rechnerisch schon Weltmeister."

Alonso/Buemi/Nakajima hatten bei den 6 Stunden von Silverstone 2018 die Nase vorn, doch beide Toyotas wurden disqualifiziert. Macht sieben verlorene Punkte im Direktvergleich. Bei den 6 Stunden von Schanghai 2018 war die #8 wieder das schnellere Auto, aber eine strategische Sicherheitsmaßnahme des Teams warf das Trio in einer Safety-Car-Phase weit zurück. 14 weitere verlorene Punkte.

Trotz eines Fahrfehlers, den Alonso auf seine eigene Kappe nahm, konnte die Crew #8 in Spa die Vorentscheidung herbeiführen. Rein rechnerisch reicht in Le Mans ein siebter Platz in der LMP-Gesamtwertung (einschließlich LMP2) zum Titelgewinn. Ein Punkt wird bereits im Qualifying vergeben. Sollten Alonso/Buemi/Nakajima die Pole holen, würde im Rennen Rang acht reichen. Im Tie-Break hätten sie mehr Siege auf dem Konto.

Nummer 7 hat nichts mehr zu verlieren

Conway/Kobayashi/Lopez mussten in Spa eine bittere Pille schlucken, denn sie waren über weite Strecken das schnellere Fahrzeug. Ihr Toyota TS050 Hybrid war mit weniger Abtrieb ausgerüstet. Schwierig im Nassen, aber im trockenen Teil des Rennens definitiv ein Vorteil.

 

"Wir waren das schnellste Auto da draußen und hätten beinahe gewonnen, hatten aber ein bisschen Pech", sagt Mike Conway gegenüber 'Motorsport.com'. "Wir hatten bei allen Bedingungen die Pace und sind im Trockenen regelrecht geflogen."

Ist der Titel also abgeschrieben? "Dafür dürfte das andere Fahrzeug in Le Mans nicht ins Ziel kommen. Das ist natürlich nichts, was wir wollen. Deshalb sieht es nicht so gut aus. Aber wir werden bis zum Ende kämpfen und schauen, was Le Mans bringt."

Lopez verspricht volle Attacke in Le Mans: "Wir haben hier alles in unserer Macht Stehende getan. Für das Problem können wir nichts. Wir hatten 55 Sekunden Vorsprung, als es passiert ist. Jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren. Wir können in Le Mans komplett attackieren und werden versuchen, das Rennen zu gewinnen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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