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Ott Tänak: "Ich war 2013 schon zurückgetreten"
Die Karriere von Ott Tänak war bisher eine Achterbahn. Nach seinem ersten Rauswurf bei M-Sport war die Rallye-Karriere des Esten praktisch schon vorbei.
Gerald Dirnbeck David Evans
Veröffentlicht: 04.02.2018, 15:44
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Mit dem zweiten Platz bei der Rallye Monte Carlo gelang Ott Tänak ein gelungener Einstand im Toyota-Team. Die Karriere des Esten hätte mit etwas Pech aber auch anders verlaufen können. "2013 hatte ich keine Pläne, dass ich zurückkomme", gibt er gegenüber 'Motorsport-Total.com' zu. "Meine Karriere war vorbei und erledigt. Ich gründete meine eigene Firma, ich hatte eine neue Arbeit. Ich machte für eine Rückkehr auch keinen Druck."
Ende 2012 wurde er nach seiner ersten vollen Saison bei M-Sport von Malcolm Wilson vor die Türe gestellt. Tänak bewies zwar schon damals seinen Speed, aber er hatte viel zu viele Zwischenfälle und Unfälle. Wilson betonte damals mehrfach, dass Tänak nicht sein Tempo zeigen muss, weil er wusste, dass er schnell sei. Der Este sollte vielmehr lernen und umsichtig zu Werke gehen, um ein kompletter Rallye-Fahrer zu werden.
Bei der vorletzten Saisonrallye in Italien eroberte Tänak damals zwar seinen ersten Podestplatz. Es war aber zu spät, sein Rauswurf war bereits besiegelt gewesen. 2013 verschwand er als 25-Jähriger von der internationalen Bildfläche. "Ich fuhr daheim mit einem Gruppe-N-Auto, aber ich machte es nur zum Spaß. Auf Topniveau ist das ein teurer Sport und ich wusste, dass ich ihn nicht nur ein wenig betreiben könnte. Also hatte ich keine Pläne."
Dann ergab sich für 2014 eine neue Chance. Tänak kehrte zu M-Sport zurück, fuhr zweimal im WRC-Boliden und für Reifenhersteller Dmack mit einem Fiesta R5 in der WRC2-Klasse. "Irgendwie bekam ich neue Möglichkeiten, neue Chancen. Und dadurch kam ich zurück." In der WRC2 mischte Tänak im Spitzenfeld mit und rehabilitierte sich. 2015 durfte er erneut für M-Sport fahren und holte seinen zweiten Podestplatz.
Trotzdem wurde er für 2016 ins zweite Team von Dmack zurückgestellt. Mit diesem Reifen sorgte er teilweise für Fabelzeiten und eroberte zwei zweite Plätze. Seine Ergebnisse wurden auch konstanter. Deshalb war er die logische Wahl, als Wilson sein Team rund um Sebastien Ogier aufstellte. 2017 etablierte sich Tänak mit zwei Siegen und WM-Platz drei endgültig in der Weltspitze. Ex-Weltmeister Tommi Mäkinen bemühte sich um Tänak und lockte ihn zu Toyota.
Mehr zu Ott Tänak:
- Ott Tänak: "Wollte nicht Nummer 2 hinter Sebastien Ogier sein"
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