F1 Imola 2021: Perez-Ocon-Crash hinterlässt Fragezeichen

Zwei Mercedes stehen nach der ersten Trainingsstunde in Imola an der Spitze, doch das große Thema der Session war ein Zwischenfall zweier anderer Piloten

F1 Imola 2021: Perez-Ocon-Crash hinterlässt Fragezeichen

Valtteri Bottas (Mercedes) hat im ersten Freien Training zum Grand Prix der Emilia Romagna 2021 in Imola die Bestzeit erzielt. Der Finne setzte sich kurz vor Ende der Session mit einer Zeit von 1:16.564 Minuten vor seinen Teamkollegen Lewis Hamilton (Mercedes/+0,041) und Max Verstappen (Red Bull/+0,058).

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Gleich sechs Autos lagen zu Beginn innerhalb einer halben Sekunde; neben den bereits erwähnten Trio auch noch die beiden Ferrari-Piloten und Pierre Gasly (5./AlphaTauri/+0,324). Charles Leclerc (4./Ferrari/+0,232) stand wegen eines technischen Problems zunächst lange an der Box, kam dann aber sofort auf den nötigen Speed.

Nach 37 Minuten herrschte große Verwirrung rund um die Strecke, als sowohl Sergio Perez (Red Bull) als auch Esteban Ocon (Alpine) nach einem offensichtlichen Zwischenfall mit beschädigten Autos neben der Strecke standen. Der Zwischenfall konnte von der internationalen TV-Regie aber während des Trainings nicht aufgeklärt werden.

 

Perez berichtete angeblich auf dem Weg zurück nur, dass er auf einer schnellen und Ocon auf einer langsamen Runde gewesen sei. Dabei dürften sich die beiden irgendwie ins Gehege gekommen sein. Was passiert ist, bleibt erstmal unklar. Fest steht, dass bei beiden je ein Hinterreifen aufgeschlitzt war, als sie ausrollten.

Durch die Unterbrechung ging den Teams wertvolle Trainingszeit verloren. Die ist 2021 ohnehin schon von 90 auf 60 Minuten verkürzt. "Es trifft zum Glück alle Teams in der gleichen Art und Weise, aber es ist natürlich nicht ideal, wenn wir hier jetzt zusätzliche Minuten verlieren", sagt Andreas Seidl im 'ORF'.

"Wir sind immer noch relativ am Anfang des Wochenendes, Basis-Set-up-Arbeit gerade für diese spezielle Strecke hier mit den hohen Kerbs und so weiter. Von daher wäre wichtig gewesen, dass wir den Run jetzt noch reinkriegen", so der McLaren-Teamchef während der mehrminütigen Unterbrechung.

 

Dass das Autodromo Enzo e Dino Ferrari bei knapp über zehn Grad nicht so leicht zu meistern ist, das mussten insbesondere, aber nicht nur die Rookies lernen. Den ersten Ausritt des Tages leistete sich Nikita Masepin (Haas). Yuki Tsunoda (AlphaTauri) unterlief im Vergleich dazu ein vernachlässigbarer Ausritt.

Masepins Pensum war damit aber offenbar noch nicht erfüllt. Als die Sessionzeit zur Neige ging, fuhr der Russe an der gleichen Stelle wie zu Beginn (ausgangs Rivazza, im Bereich der Boxeneinfahrt) auf den Randstein, wodurch er einen Dreher nicht mehr abfangen konnte. Der endete diesmal aber in der Mauer und mit Blechschaden.

Übrigens passierten auch den "Big Names" kleine Patzer auf der Stop-&-Go-Strecke in Italien. Verstappen fuhr in der Villeneuve-Schikane einmal geradeaus durchs Kiesbett, und sogar Vorjahressieger Hamilton war zwischendurch kurz neben der Strecke. Blechschaden am Mercedes ist aber keiner entstanden.

 

Sebastian Vettel (Aston Martin) kam trotz einiger neuer Teile zumindest in puncto Rundenzeit noch nicht auf Touren. Nach 23 Umläufen lag er mit 1,420 Sekunden Rückstand an 14. Position. Fernando Alonso (Alpine/+0,893) wurde Siebter, Kimi Räikkönen (Alfa Romeo/+1,319) Zwölfter und Mick Schumacher (Haas/+2,916) 19., 0,657 Sekunden hinter Masepin.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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