Fernando Alonso: Kritische Kommentare waren "ein Segen"

Fernando Alonso sieht etwas Gutes an den kritischen Stimmen nach seinem schweirigen Saisonstart: So wissen die Leute seine Leistungen mehr zu schätzen

Fernando Alonso: Kritische Kommentare waren "ein Segen"

Fernando Alonso sagt, dass kritische Stimmen nach seinen ersten Comeback-Rennen in der Formel 1 ein Segen für ihn waren. Der Spanier erlebte eine schwierige Rückkehr in die Königsklasse und hatte nach fünf Rennen erst fünf Punkte auf dem Konto. Seit dem Rennen in Aserbaidschan landete der Alpine-Pilot jedoch in jedem Grand Prix in den Top 10.

Alonso gibt zu, dass er zu Beginn der Saison noch einige Eingewöhnungsschwierigkeiten hatte, mit denen er nicht gerechnet hatte: "Ich dachte, es würde schneller gehen, weil die Formel 1 im Gegensatz zur WEC, der Rallye Dakar oder Indianapolis etwas Natürliches für mich war", sagt er gegenüber 'SoyMotor.com'. "Ich dachte, ich würde schnell wieder bei 100 Prozent sein."

Doch der zweimalige Weltmeister tat sich schwer und fuhr lediglich in Imola und Portimao auf die hinteren Punkteränge. Beim Heimspiel in Spanien wurde er sogar nur enttäuschender 17., bevor er große Hoffnungen auf Monaco legte, wo er sich einiges ausgerechnet hatte. Dort schied er aber schon in Q1 aus. "Das war enttäuschend für mich", gibt er zu.

Natürlich kamen dann auch die ersten kritischen Stimmen, die ihn nach zwei Jahren Auszeit und in seinem Alter nicht mehr für so konkurrenzfähig wie früher hielten. "Nicht dass ich sie mochte, aber: Sie waren ein Segen für mich", sagt der Spanier.

"Sie waren ein Segen, weil ich wusste, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Leute einen zehnten Platz von mir zu schätzen wissen", meint er. "Wäre ich immer vor [Esteban] Ocon und in den Punkten gewesen, hätten sie das gesagt, was sie meine ganze Karriere lang gesagt haben: dass mein Teamkollege nicht auf dem gleichen Level ist und dass das Auto mehr Potenzial hat, ich es aber nicht ausschöpfe."

Doch wenn er von den Leuten abgeschrieben wird, dann würden sie seine Leistungen später besser honorieren. "Einige Rennen waren nicht so toll, wie zum Beispiel Frankreich, wo ich Neunter wurde. Es war ein gutes Rennen, aber nichts Besonderes. Aber es wurde als eine super Leistung angesehen, weil ich wieder anfing, gute Rennen zu fahren. Das war eine gute Sache."

Nach elf Saisonrennen liegt Alonso mit 38 Punkten auf dem elften WM-Rang. Platz vier von Ungarn war Alonsos bestes Ergebnis seit seinem Comeback und das beste Ergebnis seit seinem letzten Ferrari-Jahr 2014.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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