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Formel 1 Baku
Fernando Alonso: Nach mir wird Lance Stroll das Team anführen
Fernando Alonso hilft Teamkollege Lance Stroll gern, denn er glaubt, dass der Kanadier Aston Martin für die "nächsten zehn oder 15 Jahre" aführen wird
Juliane Ziegengeist Adam Cooper
Bearbeitet: 04.05.2023, 16:07
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Seit Fernando Alonso für Aston Martin fährt, pflegen er und Lance Stroll ein offensichtlich sehr kollegiales Verhältnis. Beide tauschen sich intensiv über ihre Eindrücke im AMR23 aus. "Wir reden während des Wochenendes viel, schon ab Freitag, schon ab Donnerstag", bestätigt der zweifache Weltmeister.
"Wir sprechen darüber, was wir beide auf einer Strecke in der Vergangenheit gefühlt haben, über die Strategie, was der Plan für jedes der Autos sein wird und solche Dinge. Und wenn wir während des Rennens etwas am Auto spüren, worüber wir nicht gesprochen haben, das dem anderen aber helfen kann, kommunizieren wir das."
Dabei hat Alonso vor allem die langfristige Zukunft des Teams im Hinterkopf. "Ich weiß, dass ich noch ein paar Jahre im Sport sein werde, aber nicht viele, und er wird das Team die nächsten zehn oder 15 Jahre führen", so der 41-Jährige.
"Ich hoffe also, dass ich Lance in den nächsten Jahren so gut wie möglich helfen kann." Das wurde auch beim Grand Prix von Aserbaidschan in Baku vor einer Woche deutlich.
Während Stroll dem Team über Funk sagte, dass er Alonso nicht angreifen würde, als er hinter ihm fuhr, gab der Spanier später Informationen über die Bremsbalance weiter, von denen er dachte, dass sie seinem Teamkollegen helfen würden.
Stroll über Alonso: "Er hat sich revanchiert
Stroll betonte anschließend, er sei froh gewesen, dass er in der Anfangsphase nicht gegen Alonso fahren musste. "Wir dachten beide an das Langfristige, an das Rennen, und er hatte die bessere Pace. Ich wollte ihn in dieser Hinsicht nicht pushen."
"Ich hatte das Gefühl, dass es für uns beide klug war, es zu Beginn des Rennens so zu handhaben. Dann zog er auch davon und hatte eine wirklich gute Pace auf den harten Reifen, und ich kämpfte mit der Balance und kam nicht wirklich hinterher."
"Ich machte diesen Fehler in Kurve 16, als Hamilton an mir vorbeiging, und dann fühlte es sich so an, als wäre es bis zum Ende des Rennens ein bisschen schwierig gewesen."
Zu Alonsos Nachricht über die Bremsbalance sagte Stroll: "Ja, er hat sich revanchiert! Das war sehr nett von ihm. Mir wurde gesagt, ich solle über die Bremsbalance nachdenken und ein paar Dinge ändern. Jetzt weiß ich auch, dass es von ihm kam."
Teamchef Krack lobt gute Zusammenarbeit
Aston-Martin-Teamchef Mike Krack lobte seine Fahrer dafür, dass sie so effektiv zusammengearbeitet haben. "Es ist fantastisch zu sehen. Wie sie zusammenarbeiten und miteinander umgehen, zeigt die Reife von Lance und Fernando. Sie haben klar verstanden, dass nicht sie unsere Gegner sind, sondern andere."
"Ich denke, wenn wir es schaffen, diese Harmonie zwischen den beiden aufrechtzuerhalten, indem wir uns gegenseitig pushen, aber auch dort helfen, wo es darauf ankommt, wird uns das auf lange Sicht nur nützen", ist sich der Teamchef sicher.
Auf die Frage, ob Alonso wie ein großer Bruder für Stroll sei, entgegnet er jedoch entschieden: "Lance ist kein kleiner Bruder. Sie sind beide auf gleicher Augenhöhe."
"Es gibt viele Momente, in denen Fernando auf das schaut, was Lance macht und umgekehrt. Insofern denke ich, dass sie richtige Teamkollegen sind, nicht großer Bruder und kleiner Bruder. Man kann aber vielleicht älter und jünger sagen."
Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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