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Pascal Wehrlein: "Potenzieller Weltmeister" 2018 ohne Cockpit

Ex-DTM-Champion Pascal Wehrlein steht für die Formel-1-Saison 2018 ohne Cockpit da. Toto Wolff und Monisha Kaltenborn bedauern sein Aus in der Königsklasse.

Pascal Wehrlein, Sauber

Die Formel-1-Saison 2018 wird wohl ohne Wehrlein stattfinden. 19 der 20 Cockpits sind bereits vergeben, und der letzte freie Sitz bei Williams scheint - etwas überraschend - an Sergei Sirotkin zu gehen. Für den ehemaligen DTM-Champion ist in der Königsklasse damit kein Platz mehr. Dass Wehrlein nach dem Ende seiner vorerst letzten Formel-1-Saison von vielen Seiten gelobt wird, dürfte ihn da höchstens minimal trösten.

"Pascal ist in einer schwierigen Position, denn es gibt eigentlich kein Cockpit für nächstes Jahr mehr, wenn sich die Tür bei Williams schließt", ist sich Mercedes-Motorsportchef Wolff bewusst. "Er verdient es, in der Formel 1 zu sein. Er ist ein sehr guter Fahrer", stellt der Österreicher klar. Doch mangels Optionen muss der 23-Jährige seine Formel-1-Karriere wohl erst einmal auf Eis legen.

"Seine Leistung auf der Strecke war außergewöhnlich", lobt Wolff und erklärt: "Aus vielen anderen Gründen, die nicht mit seiner fahrerischen Leistung zusammenhängen, haben sich die Türen nicht so geöffnet, wie wir gehofft hatten." Bei seinem bisherigen Arbeitgeber Sauber fliegt Wehrlein 2018 raus, weil Motorenpartner Ferrari mit Charles Leclerc lieber einen eigenen Junior im Auto sehen möchte.

Für ein Cockpit bei Williams fehlt ihm währenddessen offenbar das nötige Kleingeld. So ist zu hören, dass Sirotkin rund 17 Millionen Euro mitbringen wird. "Er hat das Potenzial, ein erfolgreicher Formel-1-Pilot zu sein", ist sich Wolff sicher. Doch 2018 wird Wehrlein nicht die Gelegenheit bekommen, das unter Beweis zu stellen. Auch seine ehemalige Teamchefin Monisha Kaltenborn findet das traurig.

"Ich finde, seine Leistung 2017 - nicht nur in Barcelona -, wird immer noch nicht richtig gewürdigt", erklärt die ehemalige Sauber-Teamchefin gegenüber 'Auto Bild motorsport' und erinnert: "Ohne ihn hätte das Team überhaupt keine Punkte eingefahren." Wehrlein holte 2017 im unterlegenen Sauber fünf WM-Punkte, während Teamkollege Marcus Ericsson komplett leer ausging. Trotzdem darf der Schwede bleiben, Wehrlein muss gehen.

"Pascal hat für mich das Potenzial, im richtigen Team Weltmeister zu werden. Wer mit ihm gearbeitet hat, weiß das", stellt Kaltenborn klar. Noch ist offen, in welcher Serie Wehrlein 2018 fahren wird. Vorstellbar wäre zum Beispiel eine Rückkehr in die DTM, wo der Deutsche bereits zwischen 2013 und 2015 gefahren ist. Eine Rolle als Formel-1-Testpiltot wäre ihm jedenfalls zu wenig. "Meine Priorität ist, nächstes Jahr Rennen zu fahren", erklärte er bereits.

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